Emmys 2022 - Die Gewinner

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Am 12. September 2022 wurden zum 74. Mal die Emmys verliehen. Die Verleihung fand im Microsoft Theater steht und von Kenan Thompson moderiert. Durch die aktuellen Weltgeschehnisse wie Krieg und Pandemie wollte man diesmal auf satirische Kommentare verzichten. In Deutschland wurde die Verleihung in der Nacht vom 12. auf den 13. September 2022 ab 1 Uhr durch Warner TV Serie übertragen. Eine Zusammenfassung gab es am Abend ab 22:30 Uhr.

Der Moderator

Mit Kenan Thompson als Moderator hat man meiner Meinung nach eine wirklich gute Wahl getroffen. Kenan kam während der ganzen Verleihung sympathisch herüber, wirkte sehr souverän und hat einen guten Sinn für Humor bewiesen. Los ging es mit seinem Monolog für die Eröffnung, bei dem er deutlich gemacht hat, was für einen großen Einfluss das Fernsehen hat, dazu bot er einige witzige Kommentare, die aber nicht überheblich oder gar mit erhobenen Zeigefinger vorgetragen waren, sondern die die Stimmung aufgelockert haben und nicht ganz unwahr gewesen sind. Zum Start in den Abend wurde nach Thompons Monolog noch eine Tanzeinlage geboten, bei der u.a. die Titelmelodie von "Friends" zu hören gewesen ist. Neben dem Moderator gab es noch die Presenter, unter denen zum Beispiel Jean Smart, Hannah Einbinder, Freddie Highmore, Chandra Wilson oder auch Selena Gomez zusammen mit Steve Martin und Martin Short waren.

Gewinner*innen: Drama

Foto: Succession - Copyright: Home Box Office, Inc. All rights reserved. HBO® and all related programs are the property of Home Box Office, Inc.
Succession
© Home Box Office, Inc. All rights reserved. HBO® and all related programs are the property of Home Box Office, Inc.

Eigentlich ist es keine Überraschung, dass in der Kategorie Beste Dramaserie zum wiederholten Male die HBO-Serie "Succession", die hierzulande bei Sky Atlantic HD zu sehen ist, gewonnen hat. Ich persönlich habe die Serie noch nicht komplett gesehen, aber meine persönliche Wahl wäre auf die Showtime-Serie "Yellowjackets" gefallen, die einen wirklich guten Job in ihrer ersten Staffel gemacht hat. Erstaunt hat mich allerdings, dass die Netflix-Serie "Squid Game" nicht doch die Nase vorne hatte, denn immerhin war es eine Serie, über die man durchaus geteilter Meinung ist und die dadurch in aller Munde war.

Wobei "Squid Game" in der Kategorie ja nicht ganz leer ausgegangen ist und Lee Jung-jae als Beste Hauptdarsteller in einer Dramaserie sich gegen seine Konkurrenz, bestehend aus Bob Odenkirk, Brian Cox, Jeremy Strong und Adam Scott sowie Jason Bateman, durchsetzen konnte und damit vielleicht auch ein Zeichen für seine Kultur gesetzt hat. Bei den Damen konnte sich in dieser Kategorie Zendaya durchsetzen, die für ihre Darstellung in HBOs "Euphoria" ausgezeichnet worden ist. Wirklich überraschend war dieser Sieg auch nicht, wenn man die Reaktionen bei ihrem Namen gehört hat. Allerdings hätte man sicherlich auch Sandra Oh und Jodie Comer gute Chancen eingeräumt, die beide für ihre Darstellung in "Killing Eve" nominiert worden sind.

In der Kategorie Bester Nebendarsteller in einer Dramaserie konnte sich "Succession"-Schauspieler Matthew Macfadyen gegen seine Konkurrenz durchsetzen, was mich auch diesmal nicht überrascht hat, was aber nicht heißt, dass ein Christopher Walken es nicht genauso verdient hätte. Bei den Damen konnte sich Julia Garner als Beste Nebendarstellerin in einer Dramaserie durchsetzen, die in ihrer Dankesrede ihren "Ozark"-Kollegen Jason Bateman und Laura Linney dafür gedankt hat, dass man an sie geglaubt hat und sie auf den richtigen Weg geführt hat, da ihre Rolle in der Netflix-Serie ihr Leben verändert habe.

In der Kategorie Bester Gastdarsteller in einer Dramaserie konnte sich Colman Domingo für seine Darstellung in "Euphoria" durchsetzen, was mich durchaus überrascht hat, da unter den sechs Nominierten gleich vier Darsteller aus der Serie "Succession" aufgelistet waren. Bei den Damen konnte sich die aus "Squid Game" bekannte Lee Yoo-mi durchsetzen und auch wenn ich diese Serie (noch) nicht gesehen habe, hat mich dieser Sieg gefreut.

Gewinner*innen: Comedy

Foto: Jason Sudeikis, Ted Lasso - Copyright: Apple
Jason Sudeikis, Ted Lasso
© Apple

Im Bereich Comedy gab es dann auch noch einige Überraschungen, allerdings nicht in der Kategorie Beste Comedyserie. Persönlich habe ich tatsächlich auf ABCs "Abbott Elementary" gehofft, aber die Konkurrenz mit Apples "Ted Lasso" war dann doch zu stark. Gleiches gilt auch für die Kategorie Bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie, da konnte sich Jason Sudeikis ebenfalls wegen "Ted Lasso" durchsetzen und seine Mitstreiter wie beispielsweise Steve Martin, Martin Short oder auch Donald Glover hinter sich lassen. Bei den Damen hat mich der Sieg von Jean Smart für "Hacks" auch nicht überrascht, auch wenn ich eine kleine Vermutung hatte, dass Rachel Brosnahan für "The Marvelous Mrs. Maisel" gewinnen könnte.

In der Kategorie Bester Nebendarsteller in einer Comedyserie konnte sich Brett Goldstein ebenfalls für "Ted Lasso" durchsetzen, obwohl mit Henry Winkler und Bowen Yang die Konkurrenz nicht ohne war. Bei den Damen konnte sich zu meiner ganz persönlichen Freude Sheryl Lee Ralph durchsetzen, die den Emmy für ihre Darstellung der Barbara Howard in "Abbott Elementary" bekam. Dieser Sieg hat sie selbst ganz sprachlos und emotional werden lassen und auch der gesamte Saal hat ihr diesen Sieg gegönnt. Dazu absolut passend war auch Ralphs Dankesrede, bei der sie zum Ausdruck gebracht hat, dass wirklich JEDE*R seinen*ihren Traum verwirklichen kann, wenn man daran glaubt und die richtigen Leute hinter sich hat. Für mich persönlich war ihr Sieg der größte für mich bei dieser gesamten Verleihung.

Bei der Kategorie Bester Gastdarsteller in einer Comedyserie wurde Nathan Lane für seine Darstellung in "Only Murders in the Building" ausgezeichnet. Bei den Damen setzte sich Laurie Metcalf neben Jane Lynch durch, bei der ich doch annahm, dass sie ebenfalls für "Only Murder in the Building" ausgezeichnet werden würde, jedoch war es eben auch hier die Serie "Hacks".

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Gewinner*innen: Miniserien

Foto: Murray Bartlett, The White Lotus - Copyright: Mario Perez/HBO
Murray Bartlett, The White Lotus
© Mario Perez/HBO

Bei den Miniserien gab es dann doch einige Überraschungen, denn obwohl ich es bisher eigentlich noch immer nicht verstehen kann, hat sich "The White Lotus", was hierzulande bei Sky Atlantic zu sehen ist, als beste Mini- bzw. Anthologieserie durchgesetzt, dabei hatte ich gedacht, "Dopesick" von Hulu macht das Rennen. Dafür hat Michael Keaton für seine Darstellung in "Dopesick" in der Kategorie Bester Hauptdarsteller in einer Miniserie abgeräumt und ebenfalls in seiner Rede indirekt gesagt, dass man immer an seinen Traum glauben soll. Die größte Überraschung war für mich jedoch, die Gewinnerin in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie. Mein Herz hatte für Toni Collette geschlagen, ich war mir aber sicher, dass Sarah Paulson den Emmy gewinnt und am Ende wurde es Amanda Seyfried für "The Dropout". Mit dieser Gewinnerin hatte ich bei Weitem nicht gerechnet, aber ich gönne ihr diesen Sieg von ganzem Herzen. Sehr überraschend war wie schon gesagt "The White Lotus". Denn auch Murray Bartlett tat sich als Sieger in der Kategorie Bester Nebendarsteller in einer Miniserie hervortun. Auch bei den Damen hat jemand vom "The White Lotus"-Cast den Preis abgeräumt: Jennifer Coolidge! Für mich persönlich war ihre Darstellung wirklich herausragend und ich freue mich für sie.

Ehrenpreis: The Governors Award

Bei den diesjährigen Emmys wurde auch der Governors Award an Geena Davis verliehen. 2004 gründete sie das Geena Davis Institute on Gender in Media und setzt sich dafür ein, dass die Diversität mehr in Serien und Filmen eingebunden wird. In ihrer Rede sagte sie auch, dass das Fernsehen viel Einfluss habe, dass Menschen ihre Welt in der realen Welt dadurch einschätzen. Ich persönlich war sehr beeindruckt von dem Trailer und ihrer Rede und ihr selbst natürlich auch und für mich hat sie diese Ehrung absolut verdient.

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Fazit

Im Großen und Ganzen hat mir die Emmy-Verleihung gut gefallen, auch, weil die Gewinner*innen eben nicht immer vorhersehbar gewesen sind, wie ich es anfangs befürchtet habe. Stattdessen gab es eine bunte, angemessene und lockere Mischung aus allem. Ein bisschen schade fand ich, dass man viele Preisträger*innen nicht hat aussprechen lassen hat, sondern einfach direkt Musik eingespielt hat, so dass praktisch ihre Rede abgebrochen wurde.

Daniela S. - myFanbase

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