Die Emmys 2019 - Einschätzungen zu den Nominierungen

Die Emmy-Verleihung 2019 steht kurz bevor und ist besonders für die Serienlandschaft ein wichtiges Ereignis. In diesem Zuge möchte ich gerne meine eigene Einschätzung niederschreiben, was ich mir ganz persönlich erhoffe, erwarte und wünsche. Auf TNT Serie kann man die Verleihung der 71. Primetime Emmy Awards in der Nacht vom 22. auf den 23. September 2019 ab 2 Uhr mitverfolgen.
Dramaserien und die Nominierungen
Beginnen wir mal mit den Dramaserien. Es ist nicht wirklich überraschend, dass sich "Game of Thrones" und "This Is Us" auch in diesem Jahr wieder auf der Liste der Nominierten wiederfinden. Zum einen sind beides wirkliche starke und beliebte Dramaserien, die eine Würdigung durchaus verdient haben. Zum anderen schloss man "Game of Thrones" dieses Jahr mit einer finalen achten Staffel ab und könnte man es sozusagen als letzte Ehre bezeichnen, sollten sie denn gewinnen. Neben die beiden gesellen sich auch "Bodyguard", "Pose", "Better Call Saul", "Ozark", "Succession" und "Killing Eve". Von den weiteren genannten Serien könnte ich mir auch gut vorstellen, dass "Killing Eve" ebenfalls gute Chancen auf einen Emmy hätte.
Ähnlich sehen dann auch die Nominierungen für den besten Darsteller und die besten Darstellerin in einer Dramaserie aus. Wie auch schon im letzten Jahr dürfen sich Sterling K. Brown, Milo Ventimiglia und Sandra Oh erneut über eine Nominierung freuen. Auch Kit Harington, Emilia Clarke und Mandy Moore spiegeln durch ihre Nominierungen wider, dass die oben genannten Serien gute Siegchancen. Als eine äußerst starke Gegnerin könnte sich Viola Davis herausstellen, die bereits einige Male den Preis als beste Hauptdarstellerin für "How to Get Away with Murder" mitnehmen durfte. Obwohl Jodie Comer ebenfalls für "Kiling Eve" nominiert wurde und auch Laura Linney und Robin Wright ebenso beide für ihre Darstellung in "Ozark" nominiert sind, schätze ich die Gewinnchancen eher als gering ein. Ähnliches gilt wahrscheinlich auch für Jason Bateman und Bob Odenkirk, die für ihre Darstellung in "Ozark" und "Better Call Saul" nominiert sind. Billy Porter könnte bessere Chancen haben, da seine Darstellung in "Pose" einen ziemlich starken Eindruck hinterlassen hat.
Comedyserien und die Nominierungen
Bei den Comedyserien überraschten mich durchaus die Nominierungen von "Fleabag" und "Schitt's Creek". Beide Serien laufen schon länger, standen bisher aber noch nie auf der Nominierungsliste. Im Gegensatz zu "The Marvelous Mrs. Maisel" und "Veep – Die Vizepräsidentin". Somit wird sich das Rennen wohl zwischen den beiden Serien entscheiden. Im letzten Jahr gewann zwar "The Marvelous Mrs. Maisel", allerdings war "Veep" nicht vertreten und in den letzten sechs Jahren konnte die Serie und die Hauptdarstellerin Julia Louis-Dreyfus den Preis immer für sich einheimsen. Daher sehe ich auch für "Barry" und "The Good Place" eher geringere Chancen auf einen Sieg.
Rachel Brosnahan, die im vergangenen Jahr gewonnen hat, muss dieses Mal gegen Julia Louis-Dreyfus antreten. Ich freue mich auch sehr, dass Christina Applegate für ihre Darstellung in "Dead to Me" ebenfalls eine Nominierung erhalten hat und würde ihr den Sieg absolut gönnen. Doch aufgrund der Bilanz der vergangenen Jahre räume ich ihr ebenso wie Catherine O'Hara, Phoebe Waller-Bridge und Natasha Lyonne eher geringe Chancen ein.
Bei den Männern sieht es da schon etwas anders aus. Anthony Anderson, Don Cheadle, Ted Danson, Bill Hader, Eugene Levy und Michael Douglas sind ein gut gemischter Haufen an Nominierten, bei denen es schwieriger sein dürfte, eine Einschätzung zu geben. Allerdings vermute ich, dass es sich zwischen Hader und Anderson entscheiden wird.
Die Miniserien und ihre Nominierungen
Wie bereits im letzten Jahr kristallisiert sich auch dieses Jahr heraus, dass Miniserien, die auf wahren Begebenheiten basieren, im Trend liegen, da bereits im letzten Jahr "American Crime Story" als beste Miniserie gewonnen hat, die sich mit dem Mord an Modedesigner Gianni Versace beschäftigt hat. Somit ist es nicht überraschend, dass "Cheronbyl", "Fosse/Verdon" und "When They See Us" als beste Serien nominiert sind. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen diesen drei Serien stattfinden wird. Ähnlich sehen auch die Nominierten in der Kategorie Darsteller und Darstellerin aus.
Gastdarsteller
Interessant sind vor allem die Gastdarsteller in den Dramaserien. Bei den männlichen sind Michael Angarano und Ron Cephas Jones für "This Is Us" nominiert. Mir würde es sehr gefallen, wenn Michael gewinnen würde, da seine Darstellung des Nick Pearsons überragend gewesen ist. Bei den Damen in dieser Kategorie denke ich, dass Jessica Lange das Rennen machen wird. Und wenn man bei Social Media liest, ist sie ganz klar eine Favoritin.
Nominierungen allgemein
Allgemein lässt sich wohl sagen, dass die Emmy-Nominierurngen eine gute Mischung aus allem ist. Wobei es doch überraschend ist, wie oft "Game of Thrones" nominiert wurde und man sich eben auch hier fragt, ob die Darstellung in dieser finalen achten Staffel tatsächlich so überragend gut gewesen ist oder ob nicht doch eine gewisse Wehmut bzgl. des Abschieds bei dieser Auflistung mitschwingt...
Daniela S. - myFanbase
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