Bewertung: 8

Review: #3.21 Rollende Würstchen und fliegende Eier

Foto: Zoe Perry, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Zoe Perry, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Nachdem die letzte Episode nicht ganz überzeugen konnte, bekommt "Young Sheldon" mit #3.21 A Secret Letter and a Lowly Disc of Processed Meat ein letztes Mal in dieser Season die Chance, die eher durchwachsene dritte Staffel zu einem – durch die Coronakrise – frühzeitigen Ende zu bringen und ich muss sagen, dass es besser als erwartet war.

Sheldon, Mary und das College

Als ich den Teaser für diese Episode gelesen habe, wollte ich mir die Hände über den Kopf zusammen schlagen. Sheldon, der ein Geheimnis herausfindet, was Mary ihm für seine Zukunft verschwiegen hat. Jeder, der für längere Zeit schon mal "The Big Bang Theory" gesehen hat, dürfte wissen, dass solche Episoden ziemlich anstrengend sind, sobald Sheldon sein Recht einfordert und dabei nicht locker lässt. Genau diese Befürchtung hatte ich auch, zumal ich bereits mehrmals geschrieben habe, dass er auch schon in jungen Jahren egoistisch gewesen ist. Dazu kam noch, dass es sich um das vorgezogene Staffelfinale handelt. Die Sterne standen für diese Episode somit alles andere als gut und dennoch muss ich sagen, dass mich weder Sheldon noch Mary genervt haben.

Man könnte fast meinen, die Autoren haben so ziemlich all meine Wünsche erfüllt. Es ist unumstritten, dass Mary die innigere Beziehung zu Sheldon hat, was aber nicht bedeutet, dass George gleich außen vor zu lassen ist. In den vergangenen Staffeln konnte man sehr gut erkennen, dass er auch eine besondere Beziehung zu seinem Sohn hat, die zwar vollkommen anders ist, als die, die Mary zu Sheldon hat, aber das ist in meinen Augen überhaupt nicht schlimm. Schließlich hat George auch eine andere Beziehung zu seiner Tochter als zu seinem älteren Sohn. Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Autoren die (vorgezogene) Finalefolge nochmals dazu genutzt haben, um Sheldon und seinem Vater gemeinsame Szenen zu ermöglichen, die durchaus wichtig für den späteren (Episoden)Verlauf waren.

Zuerst fand ich es sehr schade, dass man Mary wieder die Position zugeschoben hat, die Bestimmende zu sein. Für mich hat sie dadurch immer einen ähnlich hohen Nervfaktor wie Sheldon, was dem Großteil der Episoden einfach nicht bekommt. Ich muss den Autoren aber ein Lob aussprechen, da sie es diesmal wirklich geschafft haben, das Negative für etwas Positives zu verwenden. Verständlicherweise fühlte sich George übergangen von seiner Frau, die ihm nicht nur eine College-Zusage verschwiegen hat, sondern gleich mehrere. Dennoch muss man ihm zugute halten, dass er seine Frau – auch wenn es oftmals nicht so aussieht – verdammt gut kennt. Auch was Sheldon betrifft, zeigte George Empathie und dies wiederum ermöglichte ihm, einen Plan mit Sheldon zu entwerfen, der Mary davon überzeugen sollte, dass ihr Sohn bereit fürs College ist. Zugegeben hatte ich auch hier anfangs meine Bedenken, ob das Endergebnis tatsächlich vorzeigbar ist und was soll ich sagen: Ich war tatsächlich begeistert. Denn nicht Sheldon selbst überzeugt seine Mutter, sondern seine Lehrer. Ich war wirklich überrascht und begeistert, wie positiv, nachdenklich aber auch rührend Mr. Givens, Ms. Macelroy, Ms. Ingram, Direktor Petersen und John über Sheldon gesprochen haben. Natürlich merkte man ihnen an manchen Stellen an, dass sie nicht ganz glücklich waren, da Sheldon oftmals schlauer als sie selbst ist. Aber man merkte ihnen auch den Stolz an. Den Stolz, einen solchen Jungen unterrichtet zu haben.

Positiv überrascht bin ich auch von Mary und Brenda. Vor längerer Zeit hatte ich schon einmal geäußert, dass die beiden durchaus Freundinnen werden könnten. Die beiden sind grundverschieden und dennoch haben sie diesmal perfekt harmoniert. Ich hoffe, dass es in der neuen Staffel noch weitere Szenen zwischen den beiden geben wird, in denen sie sich nicht nur über ihre Kinder unterhalten, sondern auch über allgemeine Themen – eben wie Freundinnen. Ein bisschen zu schnell ging mir die Versöhnung zwischen Mary und George, zumal noch Missy die Befürchtung geäußert hat, dass der Streit ihrer Eltern sie nachdenklich gestimmt hat. Hier hätte man mit der Versöhnung ruhig noch etwas warten können.

Randnotizen

  • Es ist immer wieder cool, wenn Connie und Georgie zusammen abhängen. Für mich strahlen die beiden eine absolute Coolness aus.
  • Ich wünsche mir, dass wir Dale in der neuen Staffel bald Goodbye sagen können. Ich denke nicht, dass er wieder mit Connie zusammenfinden wird, was mir mittlerweile ganz recht wäre.
  • Ich musste herzlich lachen, als Connie und Georgie Dales Laden mit Eiern beworfen haben, allerdings möchte ich mir dessen Reaktion lieber nicht ausmalen.



Fazit

Nach dieser Episode frage ich mich ehrlich, warum die dritte Staffel von "Young Sheldon" ein solches Auf und Ab gewesen ist, da man bewiesen hat, dass es anders geht. Sicherlich gibt es auch ein paar Kritikpunkte, aber im Großen und Ganzen hat es mir Spaß gemacht, den Coopers diesmal beizuwohnen. Ich hoffe einfach, dass Staffel 4 besser wird. Genügend Möglichkeiten hat man meiner Meinung nach. Jetzt kommt es auf die Autoren an, was sie damit anstellen.

Daniela S. - myFanbase

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