Die besten Darsteller im Bereich Film

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Bei den männlichen Nominierten in den Filmkategorien reiht sich ein großer Star neben den anderen und trotzdem gelang es der HFPA, zumindest im Dramabereich verdiente Leistungen zu würdigen. Dabei tuen sich vorallem Colin Firth, Jake Gyllenhaal und Christian Bale als große Favoriten auf den Gewinn hervor.

Beste Hauptdarsteller in einem Film, Drama

Glaubt man den Presseberichten, so wird einer der fünf nominierten in dieser Kategorie im Februar den Oscar erhalten. Während es in anderen Kategorien auch umstrittene Nominierte gab, so sind in dieser Liste alle fünf völlig verdient und zumindest zwischen vier von ihnen ist das Rennen auf den Globe eröffnet. Die wenigsten Chancen auf den Globe werden Mark Wahlberg zuerkannt. Wahlberg spielt in dem Film "The Fighter" die Stehaufgeschichte von Boxer Micky Ward. Schon für "Departed Unter Feinden" war Wahlberg, damals in der Nebendarsteller-Kategorie nominiert, konnte den Preis jedoch nicht mit nach Hause nehmen. Und obwohl die Leistung von Wahlberg in früheren Jahren wohl tatsächlich für eine Auszeichnung gereicht hätte, so ist in diesem Jahr die Konkurrenz einfach zu stark. Wer heute auf Wahlberg wettet, wird im Falle seines Gewinns mit dem 21-fachen seines Einsatzes belohnt. Im Vergleich dazu stehen die Chancen auf großen Gewinn bei dem Favoriten eher schlecht. Gerade einmal das 1,17-fache seines Einsatzes bekommt man, sollte Hauptfavorit Colin Firth die goldene Trophäe bekommen.

Für die Rolle des stotternden Prinz George VI ist Firth das zweite Jahr in Folge für einen Golden Globe nominiert, nachdem er im letzten Jahr für seine Darstellung in "A Single Man" zuerst die Globe und später die Oscar-Nominierung erhielt. Beide verlor er an Jeff Bridges. In diesem Jahr jedoch stehen die Chancen nicht schlecht für den sympathischen und vielseitigen Briten. Die erste Nominierung bei einem großen Filmpreis ist dies für Jesse Eisenberg, der als Mark Zuckerberg in David Finchers "The Social Network" überzeugte und großartige Kritiken einheimste. Auch er hat gute Ausichten zu gewinnen, ebenso wie James Franco, der in Danny Boyls "127 Hours" den Extrembergsteiger Aron Ralston spielt, der 2003 in die Schlagzeilen kam, als er nachdem er fünf Tage (127 Stunden) mit seinem Arm zwischen zwei Felsen eingeklemmt war, sich selber seinen Arm mit einem Klappmesser amputierte und sich so sein Leben rettete. Franco ist bereits Besitzer eines Golden Globes, den er 2002 für seine Rolle im TV-Film "James Dean Ein Leben auf der Überholspur" erhielt. Der letzte in der Runde der fünf Nominierten ist Ryan Gosling für das Beziehungsdrama "Blue Valentine". Bereits 2008 erhielt er für seine Rolle in "Lars und die Frauen" eine Nominierung. Obwohl auch Gosling nicht chancenlos scheint, ist die Konkurrenz in diesem Jahr wohl auch für ihn zu stark.

Die Nominierten in der Übersicht:


Bester Hauptdarsteller in einem Film, Comedy und Musical

Die Kategorie der Schauspieler in einem Musical oder einer Komödie wird vor allem von einem Namen beherrscht. Johnny Depp ist gleich für zwei seiner Filme nominiert. Einmal für sein Werken in "Alice im Wunderland", in dem er den berühmten Hutmacher spielte. Im Film des deutschen Regisseurs Florian Henckel von Donnersmarck, "The Tourist", für den er das zweite Mal nominiert ist, spielt Depp den Touristen, der von Angelina Jolie in halsbrecherische Abenteurer verwickelt wird. Die Nominierung Depps gerade für seine Darstellung in "The Tourist" überrascht schon, ist gerade diese Darbietung vielerorts doch die schlechteste in Depps gesamter Karriere. Warum auch immer er nominiert wurde, mit Johnny Depp hat man für die Nacht der Verleihung schon einmal einen großen Star auf dem roten Teppich sicher. Weniger überraschend ist dagegen die Nominierung von Paul Giamatti. Auch wenn der Film "Barney's Version" alles andere als ein Erfolg ist, so ist mit Giamatti wohl immer zu rechnen. Neben Dustin Hoffmans und dessen Sohn Jake spielt er in dem Film die Hauptfigur Barney, der an Alzheimer erkrankt ist und sich an seine Vergangenheit zurückerinnert. Die sechste Golden Globe-Nominierung ist es für Kevin Spacey, der zwar schon zwei Oscars, aber noch keinen Golden Globe sein Eigen nennen kann. In "Casino Jack" spielt er den Lobbyisten Jack, der nicht ganz unverdient plötzlich in einem tiefen Dilemma steckt. Die wohl größten Chancen auf einen Preis hat in diesem Jahr Jake Gyllenhaal, der in "Love and Other Drugs Nebenwirkungen inklusive" den Viagra-Verkäufer Jamie Randell verkörpert. Obwohl 2006 für einen Oscar nominiert, ist dies die erste Golden Globe-Nominierung für Jake Gyllenhaal. Wieder neben Filmpartnerin Anne Hathaway, wird Gyllenhaal als großer Favorit auf den Preis angesehen.

Die Nominierten in der Übersicht:


Bester Nebendarsteller in einem Film

Es ist schon erstaunlich, dass ein großer Name wie Christian Bale es bisher noch nicht einmal geschafft hat, für einen der bedeutenden Filmpreise nominiert zu werden. Dass dies nun mit "The Fighter" endlich einmal geschieht, ist nicht überraschend. Als cracksüchtiger Dicky versucht er in dem Film seinen Bruder zum Profiboxer zu machen. Bale nahm für die Rolle ab, wurde zu einem krank aussehenden Mann, mit riesigen Geheimratsecken. Mut zur Hässlichkeit hat noch nie geschadet, wenn es um das Rennen der großen Filmpreise geht. Die Nominierung von Michael Douglas ist im Gegensatz zu der von Bale wieder etwas umstrittener. Obwohl wie immer gut, ist seine Leistung in "Wall Street: Geld schläft nicht" weniger das, was man für eine Nominierung erwarten könnte. Doch schon die Möglichkeit einen wieder genesenen Michael Douglas mitsamt berühmter Ehefrau auf dem roten Teppich begrüßen zu dürfen, ist wohl auch für die Jury Grund genug für eine Nominierung gewesen.

Als Sprachtherapeut Lionel Logue ist Geoffrey Rush in "The King's Speech" derjenige, der König George IV wieder zum stotterlosen Sprechen bringt. Eine fünfte Nominierung für ihn bei den Globes ist mehr als angebracht. In Ben Afflecks "The Town - Stadt ohne Gnade" überzeugte Jeremy Renner wieder einmal. Letztes Jahr wurde er für sein Spielen in "The Hurt Locker" für einen Oscar nominiert, in diesem Jahr erhielt er seine erste Golden Globe-Nominierung. Ebenfalls die erste Nominierung ist es für Andrew Garfield. Der zukünftige Spider-Man überzeugte in Finchers "The Social Network".

Die Nominierten in der Übersicht:



Der Autorentipp

Leicht ist es wieder einmal nicht, doch gibt es hier zumindest große Favoriten in jeder der Kategorien. Dies ist natürlich nicht ganz objektiv und darf gerne diskutiert werden. Die Favoriten sind die Erstgenannten, in Klammern die von mir bevorzugten Schauspieler.

Bester Darsteller Drama: Colin Firth (James Franco)
Bester Darsteller Comedy/Musical: Jake Gyllenhaal (Jake Gyllenhaal)
Bester Nebendarsteller: Christian Bale (Andrew Garfield)

Eva Klose - myFanbase

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