Johnny Depp

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Johnny Depp, The Libertine - Sex, Drugs & Rococo
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John Christopher Depp II erblickte am 9. Juni 1963 in Owensboro, Kentucky das Licht der Welt. In seiner Jugend verbrachte er sehr viel Zeit mit seinem Großvater, der ihn - wie er selbst sagt - sehr geprägt hat. Im Alter von sieben Jahren traf es ihn hart: Sein Großvater starb und seine Familie musste aus Arbeitsplatzgründen nach Florida umziehen.

Dies war jedoch nicht der einzige Umzug, denn innerhalb der nächsten Jahre musste Johnny ständig seinen Wohnsitz wechseln. Seine schulischen Leistungen wurden immer schlechter und als sich seine Eltern trennten, er war 15, begann er mit Drogen herumzuexperimentieren. Dies brachte den Rausschmiss aus der Schule mit sich. Durch seinen Onkel entdeckte er schließlich die Liebe zur Musik: er brachte sich selbst das Gitarrespielen bei und zog bald darauf mit der Band "The Flames" durch die Bars.

Aus "The Flames" wurde "The Kids" und die Band brachte es sogar dazu, als Vorband von Iggy Pop zu spielen. Um sich noch mehr Berühmtheit zu verschaffen, zog Johnny mit der Band nach L.A., wo er Lori Anderson kennenlernte und sie heiratete. Die Ehe hielt nicht lange, jedoch machte er währenddessen Bekanntschaft mit Nicolas Cage, der ihm einen Agenten verschaffte und so Johnny wieder ins Showbusiness zurückkatapultierte.

Seinen ersten Filmauftritt hatte Johnny in "Nightmare on Elmstreet" (1984) von Wes Craven und kurze Zeit später trat er in der Sexkomödie "Die Superaufreisser" (1985) auf. Anschließend hielt er es für notwendig Schauspielunterricht zu nehmen, sodass er sich am "Loft Resort" in Los Angeles einschrieb. Nach seiner Ausbildung erhielt er eine kleine Rolle in "Platoon" (1986) und daraufhin auch das Angebot bei der Serie "21 Jump Street" (1987-1989) mitzuwirken. Anfangs schlug Johnny das Angebot aus, doch auf das Drängen der Produzenten und seines Agenten hin, nahm er die Rolle schließlich an. Und so wurde Johnny Depp der Liebling der Jugend, was er selbst gar nicht gerne sah.

In den folgenden Jahren hatte er immer mehr Eskapaden und als sein Kollege River Phoenix, der Bruder von Joaquin Phoenix 1993 an einer Drogenüberdosis direkt vor Johnnys Nachtclub starb, geriet bei ihm einiges aus den Fugen. Ein Jahr später schlug er in New York sogar ein Hotelzimmer zu Kleinholz.

Die Beziehung mit Winona Ryder, die er durch den Dreh von "Edward mit den Scherenhänden" (1990) kannte, ging zu dieser Zeit auch in die Brüche. Johnny wollte sich daraufhin wieder auf die Schauspielerei konzentrieren und drehte Filme wie "Benny & Joon" (1993) oder "Gilbert Grape" (1993). 1997 lieferte er neben Al Pacino in "Donnie Brasco" (1997) Höchstleistungen ab und filmte daraufhin eine Reihe an erfolgreichen Filmen, darunter "The Astronaut's Wife" (1999) mit Charlize Theron, "Die Neun Pforten" (1999) und "Sleepy Hollow" (1999). Für seine Darstellung von Captain Sparrow in "Fluch der Karibik" (2003) wurde er sogar für einen Oscar nominiert, ebenfalls für seine Leistung in "Wenn Träume fliegen lernen" (2005), in dem er den Autor Sir James Matthew Barrie porträtierte.

Noch weitere drei Mal konnte man in den Genuss von Johnny Depp als Captain Sparrow kommen, nämlich in "Fluch der Karibik 2 - Die Truhe des Todes" (2006, "Fluch der Karibik 3 - Am Ende der Welt" (2007) und "Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten". Seine Leistung im ersten Sequel brachte ihm seine bis dato siebte Nominierung für den Besten Schauspieler bei den Golden Globes ein. Die achte folgte ein Jahr später für "Sweeney Todd" (2008), die er dann endlich für sich entscheiden konnte. Bei den Oscars 2008 wurde er für "Sweeney Todd" ebenfalls in die Liste der Nominierten für den Besten Hauptdarsteller aufgenommen.

Nach einer turbulenten Jugend und einer Berg- und Talfahrt in seiner Karriere zählt Johnny Depp heute zu den erfolgreichsten und talentiertesten Schauspielern. Obwohl er die Grenze der gefürchteten 40 Jahre schon überschritten hat, bekommt er stets Angebote und ist hoch im Kurs. Depp war 14 Jahre lang mit der französischen Sängerin und Schauspielerin Vanessa Paradis zusammen und hat mit ihr zwei Kinder, Lily-Rose und Jack. Die Trennung erfolgte 2012.

Maria Gruber - myFanbase

Ausgewählte Filmographie (Schauspieler)

2017Mord im Orient-Express als Edward Ratchett
Originaltitel: Murder on the Orient Express
2013Lone Ranger als Tonto
Originaltitel: Lone Ranger
2012Sin City 3 als Wallace
Originaltitel: Sin City 3
2012Dark Shadows als Barnabas Collins
Originaltitel: Dark Shadows
2012Family Guy (TV) als Edward Scissorhands
Originaltitel: Family Guy (#11.06 Lois Comes Out of Her Shell) (TV)
201221 Jump Street als Tom Hanson
Originaltitel: 21 Jump Street
2011Rum Diary als Paul Kemp
Originaltitel: The Rum Diary
2011Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten als Jack Sparrow
Originaltitel: Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides
2011Rango als Rango
Originaltitel: Rango
2010The Tourist als Frank Tupelo
Originaltitel: The Tourist
2010Alice im Wunderland als The Mad Hatter
Originaltitel: Alice in Wonderland
2009Public Enemies als John Dillinger
Originaltitel: Public Enemies
2009Das Kabinett des Dr. Parnassus als Imaginarium Tony
Originaltitel: The Imaginarium of Doctor Parnassus
2007Fluch der Karibik 3 - Am Ende der Welt als Capt. Jack Sparrow
Originaltitel: Pirates of the Caribbean 3
2007Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street als Sweeney Todd
Originaltitel: Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street
2006Fluch der Karibik 2 - Die Truhe des Todes als Capt. Jack Sparrow
Originaltitel: Pirates of the Caribbean: Dead Man's Chest
2005Charlie und die Schokoladenfabrik als Willy Wonka
Originaltitel: Charlie and the Chocolate Factory
2005Corpse Bride als Victor Van Dort (Stimme)
Originaltitel: Corpse Bride
2004Ils se marièrent et eurent beaucoup d'enfants als Der Unbekannte
Originaltitel: Ils se marièrent et eurent beaucoup d'enfants
2004Wenn Träume fliegen lernen als Sir James Matthew Barrie
Originaltitel: Finding Neverland
2004The Libertine als Rochester
Originaltitel: The Libertine
2003Fluch der Karibik als Capt. Jack Sparrow
Originaltitel: Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl
2003Irgendwann in Mexico als Sands
Originaltitel: Once Upon a Time in Mexico
2003Das Geheime Fenster als Mort Rainey
Originaltitel: Secret Window
2001Blow als George Jung
Originaltitel: Blow
2001From Hell als Inspector Fred Abberline
Originaltitel: From Hell
2000The Man Who Cried als Cesar
Originaltitel: The Man Who Cried
2000Before Night Falls als Bon Bon/Lieutenant Victor
Originaltitel: Before Night Falls
2000Chocolat als Roux
Originaltitel: Chocolat
1999Die Neun Pforten als Dean Corso
Originaltitel: The Ninth Gate
1999The Astronaut's Wife als Commander Spencer Armacost
Originaltitel: The Astronaut's Wife
1999Sleepy Hollow als Constable Ichabod Crane
Originaltitel: Sleepy Hollow
1998Fear and Loathing in Las Vegas als Raoul Duke/Hunter S. Thompson
Originaltitel: Fear and Loathing in Las Vegas
1997Donnie Brasco als Donnie Brasco/Joseph D. 'Joe'
Originaltitel: Donnie Brasco
1997The Brave als Raphael
Originaltitel: The Brave
1995Don Juan DeMarco als Don Juan
Originaltitel: Don Juan DeMarco
1995Dead Man als William Blake
Originaltitel: Dead Man
1995Nick of Time als Gene Watson
Originaltitel: Nick of Time
1994Ed Wood als Ed Wood
Originaltitel: Ed Wood
1993Arizona Dream als Axel Blackmar
Originaltitel: Arizona Dream
1993Benny & Joon als Sam
Originaltitel: Benny & Joon
1993Gilbert Grape als Gilbert Grape
Originaltitel: What's Eating Gilbert Grape
1990Cry-Baby als Wade 'Cry-Baby' Walker
Originaltitel: Cry-Baby
1990Edward mit den Scherenhänden als Edward
Originaltitel: Edward Scissorhands
1987 - 198921st Jump Street als Officer Tom Hanson
Originaltitel: 21st Jump Street
1986Slow Burn (TV) als Donnie Fleischer
Originaltitel: Slow Burn (TV)
1986Platoon als Pvt. Gator Lerner
Originaltitel: Platoon
1985Die Superaufreißer als Jack
Originaltitel: Private Resort
1984A Nightmare On Elm Street als Glen Lantz
Originaltitel: A Nightmare On Elm Street

Ausgewählte Filmographie (Produktion)

2010The Rum Diary als Produzent
Originaltitel: The Rum Diary
1997The Brave als Regisseur
Originaltitel: The Brave
1992Stuff als Regisseur
Originaltitel: Stuff