Episode: #3.17 Bittere Wahrheit

Am Morgen seines Vorspielens an der Julliard in New York trifft sich Ephram mit Madison zum Kaffeetrinken. Als sie ihm gesteht, dass sie von ihm schwanger war, ist seine Welt auf den Kopf gestellt. Diese schockierende Neuigkeit führt Ephram zu einer Entscheidung, die sein Leben verändern wird. Amy ist sich unterdessen in Everwood nicht klar darüber, was mit ihrer Beziehung zu Ephram passiert, wenn er die Wahrheit über Madison erfährt.

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Ephram ist zum Vorspielen in der Julliard eingeladen worden. Andy begleitet ihn nach New York. Einen Tag vor dem Vorspielen trifft sich Ephram mit Madison in einem Café. Ephram ist sichtlich nervös und Madison schiebt das auf die Julliard, um die Stimmung ein bisschen zu entschärfen. Ephram gibt zu, dass er nach ihr gesucht hat und fragt, warum sie weggegangen ist. Zunächst will Madison ihm nicht antworten, aber Ephram überredet sie. Bevor Madison allerdings anfangen kann, erzählt Ephram erst einmal von sich und das in einem irrsinnigen Tempo.

Harold und Rose unterhalten sich in der Küche über Bright, als dieser die Treppe herunterkommt. Harold ist der Meinung, dass Bright ausziehen sollte, da er weder arbeitet noch zum College geht. Rose ist davon nicht so begeistert. Amy kommt die Treppe herunter und teilt mit versteinerter Miene mit, dass sie in Harvard angenommen wurde.

Ephram berichtet auch weiterhin wie ein Wasserfall von sich und seinem Leben, dass er alles erreicht hätte, was er wollte und dass Madison einen nicht unerheblichen Anteil daran hat und dass er ihr deswegen sehr dankbar ist. Madison freut sich über das Kompliment. Doch ihre Miene verdüstert sich, als Ephram anfängt von Amy und ihrer tollen Beziehung zu erzählen und dass er diese Madison zu verdanken hätte, da sie ihn quasi erzogen hätte. Nachdem er seinen Redeschwall beendet hat, fragt er erneut danach, was bei Madison passiert ist.

Unterdessen haben Harold und Jake eine Menge zu tun, weil ein Patient mit einer Schussverletzung in die Praxis gebracht wird. Während sie ihn verarzten, vergessen sie sogar ihre Quereleien.

Madison fängt nun an, von ihrem Leben zu berichten, dass sie kellnert und nicht an der Uni ist, sondern sich eine Auszeit davon genommen hat, und dass sie deshalb aus Everwood wegging, um nicht mehr ihren betrunkenen Freunden ausgeliefert zu sein. Sie wollte ihr Leben ändern und ist nach New York gegangen, weil ihr Bruder dort lebt. Außerdem hätte sie keine Lust mehr auf die Musik, was Ephram erschüttert. Sie schaut Ephram an und man glaubt, dass sie ihm alles beichtet. Doch stattdessen berichtet sie davon, dass es gar nicht so einfach ist, wenn man von der High School kommt und eigentlich noch gar nicht reif genug ist, über sein komplettes Leben zu entscheiden. Ephram bittet sie darauf, dass sie doch mit ihm über ihre Probleme reden könnte, doch das lehnt sie ab. Darauf reagiert er sauer, weil er denkt, dass sie ihn immer noch für ein Kind hält und deshalb nicht mit ihm über die wichtigen Dinge redet. Er steht auf, um zu gehen. Doch dann beichtet sie ihm, dass sie wegging, weil sie schwanger von ihm war. Das bringt Ephram zurück in die Gegenwart. Er ist total geschockt. Madison erzählt ihm unter Tränen, dass sie das Kind bekommen und zur Adoption freigegeben hätte und die Adoptiveltern sehr nett seien. Ephram will nichts darüber hören. Er wirft ihr vor, dass es auch sein Baby war und sie nicht das Recht gehabt hat, allein darüber zu entscheiden. Zunächst versucht Madison ihm weiszumachen, dass sie erst von der Schwangerschaft erfahren hat, als sie schon in New York war, entscheidet sich dann aber doch für die Wahrheit. Sie wusste es bereits, als sie noch in Everwood war und ist wegen der Schwangerschaft weggegangen. Ephram rastet daraufhin komplett aus und schreit sie an, dass er sie nicht mehr kennen würde, dass alle Erinnerungen weg seien. Madison schluchzt und teilt ihm mit, dass es ein Junge wurde und entschuldigt sich. Sie hofft, dass er ihr irgendwann verzeihen kann.

Während es in New York turbulent und konfliktstark zugeht, denkt Amy zusammen mit Rose über Madison nach. Sie ist eifersüchtig und macht sich Sorgen, was gerade in New York passiert. Sie fragt sich, wie Ephram auf die Nachricht, dass er Vater ist, reagieren wird und rechnet schon mit einer Trennung, weil Ephram sicher pflichtbewusst alle Vaterpflichten übernehmen werden will. Sie hält es für Schicksal und fragt sich, was Schicksal eigentlich ist und treibt das "Was-wäre-wenn-Spiel" Roses Meinung nach eindeutig zu weit. Amy kommt aufgrund ihrer Überlegungen zu dem Schluss, dass im Sommer besser Schluss hätte bleiben sollen.

Harold und Frank, der Vater des angeschossenen Jungens Kyle, befinden sich im Krankenhaus. Frank erzählt von Kyle, dass er eigentlich Stubenarrest hatte, aber dass er, als die Sonne herauskam, doch mit zur Fasanenjagd kommen sollte, weil sie nicht mehr so lange wäre. Er macht sich große Vorwürfe, dass er Kyle nicht weiter die Regenrinnen säubern ließ, da Kyle inzwischen viel Blut verloren hat und falls er überlebt, einen Hirnschaden hätte. Der Arzt erwähnt die äußerst komplizierte und schwierige Möglichkeit einer Leberspende und Frank bietet sich trotz des großen Risikos als Spender an.

Andy schaut aus dem Hotelfenster, als Ephram hereinkommt. Dieser erzählt ihm stotternd, dass er sich mit Madison getroffen hat und dass sie schwanger von ihm war. Er berichtet, was Madison ihm im Café erzählt hat und dass er sich so hilflos vorkommt, weil er nichts davon wusste und keinen Einfluss nehmen konnte. Darauf beichtet Andy, dass er von Madisons Schwangerschaft wusste, weil sie ihn um Hilfe gebeten hatte. Er hätte ihr auch alles bezahlt, doch sie hätte sich kurz darauf nach New York abgesetzt. Ephram rastet erneut aus und wirft Andy vor, schuld an allem zu sein. Er stößt ihn zur Seite und rennt aus dem Hotelzimmer.

Bright sitzt mitten in der Nacht am Küchentisch, als auch Harold das Zimmer betritt. Auch er kann nicht schlafen. Bright fragt nach Kyle und findet es cool, wie Harold seine Hände im Bauch des Jungen hatte. Harold findet das ganz und gar nicht cool. Bright äußert den Verdacht, dass Kyle sich nicht selbst angeschossen haben könnte, weil man wohl eher das eigene Bein anstatt den Bauch treffen würde. Nebenbei erwähnt er, dass er bei einem Makler war und ein Apartment gefunden hätte. Er würde nächsten Monat ausziehen. Harold, sichtlich überrascht, antwortet darauf nur: "Ok, klingt gut."

Andy macht sich derweil große Sorgen um Ephram. Er weiß nicht, wo Ephram steckt und telefoniert. Vermutlich mit Nina. Er will sich wieder melden, wenn er neueres weiß.

Amy und Rose befinden sich im Keller der Bank bei den Schließfächern. Rose möchte Amy etwas zeigen. Es ist ein Hinflugticket nach Rom. Amy versteht nicht, was das bedeuten soll und Rose fängt an, die Geschichte zu erzählen. Nach ihrem High School-Abschluss hatte sie die Wahl gehabt, auf den Heiratsantrag von Harold zu warten oder zum Studieren nach Rom zu gehen. Und obwohl sie Harold nie von der Romidee erzählt hatte, machte er ihr am Tag ihres Abfluges den Antrag und sie nahm an. Sie hat sich für ihn und gegen Rom entschieden. Sie klärt Amy auf, dass nicht das Schicksal das Leben beeinflusst, sondern die Entscheidungen, die man trifft. Amy sollte ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Amy stellt Rose darauf die Frage, ob sie manchmal überlegt, was passiert wäre, wenn sie nach Rom gegangen wäre. Rose antwortet, dass sie das Ticket ja noch hätte und lächelt.

Harold trifft Frank im Krankenhaus und hält ihm nach dem Geständnis Franks, dass sich der Schuss aus seiner Waffe gelöst hatte, einen Vortrag darüber, dass man nicht so riskante Operationen aus falschem Schuldgefühl über sich ergehen lassen sollte. Frank klärt ihn aber auf, dass er es nicht aus einem falschen Verantwortungsbewusstsein tun wolle, sondern weil Kyle sein Sohn ist und dass jawohl jeder Vater versuchen würde, seinen Sohn zu retten, wenn sich ihm die Möglichkeit bietet. Er würde seinem Sohn auch sein Herz geben.

Aus Angst, dass Ephram sein Vorspielen sausen lassen würde, erscheint Andy am Julliard. Gerade zur rechten Zeit, wie es scheint, denn gerade in diesem Moment wird Ephram aufgerufen. Aber dieser erscheint nicht. Es wird eine Pause einberufen und plötzlich taucht Ephram hinter Andy auf. Er fragt ihn, wie das Gefühl sei, wenn man nicht den Hauch eines Einflusses auf die Entscheidung eines anderen hat. Ephram will nicht mehr vorspielen und er will sich auch nie wieder etwas von Andy sagen lassen. Er wirft seinem Vater vor, dass er ihm alles genommen hat, was ihm wichtig war. Andy bedauert sein Verhalten sehr und versucht Ephram zum Vorspielen zu überreden. Doch Ephram ist noch nicht fertig. Er glaubt Andy kein Wort des Bedauerns und wirft ihm einen Gottkomplex vor. Andy würde immer glauben, dass er Recht hätte. Aber Ephram möchte sich nicht mehr kontrollieren lassen und schmeißt deshalb die Julliard.

Harold kommt in Jakes Praxis und gratuliert ihm für den gelungenen Eingriff bei Kyle. Doch Jake muss ihm leider mitteilen, dass Kyle es nicht geschafft hätte und dass der Eingriff noch nicht vollzogen worden wäre. Harold ist persönlich betroffen. Jake versucht ihn zu überzeugen, dass er alles versucht hätte, aber Harold erwidert nur, dass man das mal dem Vater erklären solle.

Andy und Ephram sind zurück in Everwood. Sie werden von Edna und Delia von Flughafen abgeholt. Aber Ephram will nicht mit Andy zurückfahren, er will allein klarkommen. Andy versucht noch einmal einzulenken, indem er ihm erklärt, dass er nicht wieder 15 Jahre warten möchte, bis sich wieder eine Familie bildet. Ephram möchte dies aber schon. Und deshalb bleibt er allein am Flughafen zurück.

Bright hört Musik, während er den Kühlschrank aufräumt. Harold kommt mehr als verdutzt in die Küche und fragt, warum Bright dies machen würde. Dieser erwidert, dass Rose es wollte, worauf Harold entgegnet: "Seit drei Jahren, soweit ich weiß." Bright lässt sich aber nicht beirren und entwickelt sogar ein System für den Kühlschrank. Währenddessen fragt er, wie es Kyle ginge und erfährt, dass dieser es nicht geschafft hätte. Er wirkt betroffen und entschuldigt sich dafür, dass er am Vortag gesagt hätte, dass er es cool fand, die Hände im Bauch eines anderen zu haben. Er hätte damit gemeint, dass Harolds Job als Arzt cool sei und Harold gibt zu, dass er seinem Sohn auch keine Gelegenheit gegeben hätte, sich zu erklären. Er möchte noch einmal das Thema Apartment aufrollen, doch Bright möchte auf jeden Fall ausziehen und sogar auf das Community College gehen, um Rettungssanitäter zu werden, da er ein Medizinstudium wohl nicht schaffen würde, aber gerne Menschen helfen möchte. Harold ist beeindruckt.

Nach Stunden trifft Ephram abends endlich bei Amy ein und fragt sie, was er tun soll. Amy beruhigt ihn, sie würden schon eine Lösung finden. Ephram gesteht Amy, dass er geglaubt hätte, sie würde ihn hassen, aber Amy streitet es ab. Ephram saß noch eine Weile am Flughafen und wollte einfach irgendwo hinfliegen, bevor Amys Anruf kam. Dieser hat ihn dazu bewegt, doch zu bleiben. Er fragt Amy, ob sie ihm helfen würde, da er nicht wisse, wo er hin soll. Natürlich helfe sie ihm, antwortet Amy und zusammen gehen sie ins Haus.

Nicole Graf - myFanbase


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