Bewertung: 6

Review: #3.15 Auf glattem Eis

Foto: Milo Ventimiglia, Gilmore Girls - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Milo Ventimiglia, Gilmore Girls
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Schon im Teaser werden wir auf das große, in Stars Hollow stattfindende sportliche Event vorbereitet. Das Eishockeyteam der Stars Hollow High ist das erste Mal seit 43 Jahren wieder im Halbfinale. Dieses große Ereignis erfordert aufwendige und ausführliche Planung. Natürlich ist Taylor mittendrin und treibt Lorelai mit der Zimmerverteilung in den Wahnsinn. Seine Familie will sich das Spiel nicht entgehen lassen, reist extra an und übernachtet im Independence Inn.

Während sich die Gilmore-Mami von ihrem Stadtrat bequatschen lässt, turtelt Gilmore-Tochter Rory mit Freund Jess. Doch die Gilmore Girls wären nicht die Gilmore Girls, wenn sie nicht für alles eine Lösung fänden ... natürlich auf ihre eigene Art und Weise. Kurzerhand erfindet Lorelai für Rory ein schlimmes französisches Leiden und flieht aus Taylors Fängen.

Diese Folge beginnt mit einer sehr amüsanten Szene. Die Gilmore Girls sind beim wöchentlichen Freitagsdinner und stopfen die Köstlichkeiten nur so in sich hinein (Der Anblick ist wirklich sehr komisch). Auf die skeptische Nachfrage der Großeltern tun sie ahnungslos, doch stacheln sich heimlich gegenseitig an, unauffälliger schnell zu essen.

Emily riecht den Braten und will von ihren Mädchen wissen, was los ist. Nach kurzem Schweigen prustet erst Lore, dann Rory los. Beide haben nach dem Dinner noch eine Verabredung. Man könnte meinen, Lore und Rory sind Schwestern und nicht Mutter und Tochter. Während sie sich also weiter voll stopfen, eilt Emily ans Telefon, um alles für die Ankunft von Trix vorzubereiten.

Endlich dürfen die Mädchen nach Hause. Lore eilt die Treppen hinauf, um die passenden Stiefel für ihr Date mit Alex zu finden. Rory hört erwartungsvoll den Anrufbeantworter ab, findet aber keine Nachricht von Jess vor, der eigentlich nach seiner Schicht anrufen wollte. So verbringt sie den Freitagabend zuhause, während ihre Mutter mit Alex unterwegs ist.

Am nächsten Tag hofft die verliebte Rory auf eine Entschuldigung oder wenigstens eine Erklärung von Jess, doch der ist sich keiner Schuld bewusst und wird von seiner Freundin stehen gelassen. Rory muss feststellen, dass Jess ganz anders ist als Dean, der perfekteste aller ersten Freunde. Lore warnt ihre Tochter vor Vergleichen, jedoch ist klar, dass sie derselben Meinung ist.

Es folgt eine Szene, in der man Lanes Band in der Garage proben sieht. Lane erzählt ihrer besten Freundin von Dave, der es immer wieder schafft, einen guten Eindruck bei Mrs. Kim zu hinterlassen. Auf Rorys Frage, ob Mrs Kim Dave mag, antwortet Lane "Sie hat gesagt, er sei ein rechtschaffener junger Mann, dem man problemlos antike Möbel anvertrauen kann. Das kommt einer Sympathiebekundung sehr nah." Typisch Gilmore Girls, aber mal ehrlich, diese Serie lebt von solchen genialen Zitaten! Während die Jungs christliche Lieder für einen Gesangsabend bei Mrs Kim proben, erzählt Lane Rory von den neusten Kupplungsversuchen ihrer Mutter. Young Chui heißt der Auserwählte, aber Lane hat bereits einen Plan in der Hinterhand.

Ein weiteres Zitat, welches mich in dieser Folge zum Losprusten gebracht hat, entspringt einer Szene mit Michel, der im Independence Inn Taylors Familie empfängt. Sofort wird er von einem älteren Familienmitglied beleidigt: "Kommen Sie mir nur nicht so, Sie Froschfresser. Wenn ich nicht gewesen wäre, würden Sie jetzt Weißwürste essen." Also ich mag Weißwürste...

Währenddessen wurde Emily von Trix aus ihrem eigenen Haus verbannt. Wütend taucht sie im Independence Inn auf und klagt Lorelai ihr Leid. Abends kommt sie voll beladen mit Taschen zurück nach Hause und ihr bietet sich ein urkomisches Bild: Trix steht küssend mit einem Mann im Wohnzimmer. Und wenn das nicht absurd genug ist, dann wird eben noch eins draufgesetzt. Der Küssende trägt einen lila Jogginganzug!

Peinlich berührt und geschockt verlässt Emily auf leisen Füßen ihr Haus. Natürlich kann sie ihr kleines süßes Geheimnis nicht lang für sich behalten. Sie erzählt Lore von dem Kuss, welche nicht richtig weiß, wie sie mit den Neuigkeiten umgehen soll. "War er sexy?" Typisch Lore eben. Bei einem Zusammentreffen von Trix und ihren Freundinnen lässt Emily, nachdem sie aufs Neue von Trix bloßgestellt wird, die Bombe platzen. Im Nachhinein entschuldigt sie sich bei ihrer Schwiegermutter und man könnte kurzzeitig meinen, die zwei Frauen nähern sich an. Doch wenige Minuten später ist alles wieder wie vorher.

Der Tag des großen Ereignisses ist gekommen. Die Teams stehen in der Eishalle, Babette und Miss Patty trällern die Nationalhymne und Kirk ist der Kommentator. Sport und die Gilmore Girls – eigentlich passt das so gut zusammen wie Essiggurke und Nutella, trotzdem taucht Rory auf, denn zu Hause alleine Trübsal blasen will sie auch nicht. Also steht sie Lane bei, die sich mit Young Chui das Spiel ansieht. Der Koreaner ist jedoch nur am Telefonieren und versucht seine Freundin zu beruhigen, die wohl vor Eifersucht brodelt. Eifersucht ist ein gutes Thema, denn auch Dave nutzt die kurze Pause beim Gesangsabend im Hause Kim, um Lane in der Eishalle zu besuchen und nach dem Rechten zu schauen. Waren wir beim Thema Eifersucht? Rory trifft auf Lindsay, eine alte Schulfreundin. Sie ist nun mit Dean zusammen und himmelt ihn während des Spieles ununterbrochen an. Natürlich streitet Rory die Eifersucht ab, schließlich freut sie sich darüber, dass ihr Exfreund eine neue hübsche Freundin gefunden hat.

Als sie nach dem verlorenen Spiel auf Dean trifft, beglückwünscht sie ihn beinahe zu der Beziehung mit Lindsay. Hervorheben möchte ich hier unbedingt den urkomischen Schulterklopfer, den sie ihm mit den Worten "Gut gemacht Mann" gespielt männlich gibt. Nein, Rory ist überhaupt nicht eifersüchtig. Deshalb sucht sie auch direkt nach dem Spiel das nächste Telefon auf, um Jess gehörig die Meinung zu geigen. Da er selbst nicht rangeht, hinterlässt sie ihm eine Nachricht auf der Mailbox. Geladen verlässt sie die Eishalle und wird dort von Jess überrascht. Ende gut – alles gut?

Eine gelungene Episode, die aber nicht zu meinen Lieblingsfolgen gehört.

Anka M. - myFanbase

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