Bewertung: 7

Review: #9.06 Blow This Up Somehow

Foto: Daniel Kyri, Chicago Fire - Copyright: 2020 Open 4 Business Productions LLC. All Rights Reserved.; Adrian S. Burrows Sr./NBC
Daniel Kyri, Chicago Fire
© 2020 Open 4 Business Productions LLC. All Rights Reserved.; Adrian S. Burrows Sr./NBC

Nachdem die letzte Episode von mir die volle Punktzahl bekommen hat, war ich gespannt darauf, wie #9.06 Blow This Up Somehow abschneiden würde. Mir war klar, dass es schwer werden würde, das Niveau der letzten Episode halten zu können. Allerdings muss ich sagen, dass ich mich gut unterhalten gefühlt habe und mich besonders der Fall von Sylvie Brett und Gianna Mackey begeistern konnte.

Die Sanitäterinnen nehmen die Verfolgung auf

Ich möchte gerne mit dem Teil der Episode anfangen, der mich am meisten begeistern konnte. Ich finde ja, dass Brett und Mackey immer besser in der Zusammenarbeit werden und immer besser miteinander harmonieren. Gerade bei so einem Beruf wäre Zickenkrieg oder Ähnliches total fehl am Platz, denn dann würde bei den Sanitäterinnen nichts mehr hinhauen.

Ihr Fall mit dem Pärchen im Park wirkte auf mich völlig harmlos bzw. wie ein Fall, den es schon mehrfach gegeben hat, dem man aber keine weitere Beachtung schenken muss. Allerdings schafft es "Chicago Fire" auch nach so vielen Jahren seine Fans noch zu überraschen. Denn dieser Sanitätereinsatz versprach dann doch noch ziemlich spannend zu werden und zeigte zudem auch auf, wie wichtig Loyalität und Vertrauen in solch einem Beruf sind.

Ich bin ja ehrlich gesagt immer völlig schockiert, wenn man solche Fälle zeigt, in denen Medikamente gegen Sachen ausgetauscht werden, die völlig wirkungslos sind und andere Patienten dadurch möglicherweise in Lebensgefahr sind. Schlimm finde ich allerdings auch, wenn Behauptungen aufgestellt werden, die man letztlich aber gar nicht beweisen kann. Genauso war es bei Colson, der Mackey verdächtigt hat bzw. in den Raum gestellt hat, sie habe das Fentanyl ausgetauscht. Daher einen großen Applaus an Chief Boden und Brett, die Mackey verteidigt haben. Letztlich hat das nicht nur dafür gesorgt, dass die beiden die Verfolgung aufgenommen haben und schließlich die Übeltäter überführt haben, sondern das auch ihre Partnerschaft gestärkt hat. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächsten Geschichten mit den beiden, denn eines ist sicher: Mackey ist nun wirklich im Team von Wache 51 angekommen!

Suspendierung, Geheimnisse und Geständnisse

Ja, Mackey ist im Team von Wache 51 angekommen und das ist alles andere als eine Anspielung darauf, dass sie die Nacht mit Blake Gallo verbracht hat. Bereits zu Beginn dieser Staffel wurde angedeutet, dass sich zwischen den beiden etwas entwickeln könnte. Ich war zunächst nicht besonders angetan davon, was vor allem daran lag, da der Charakter erst ganz neu in die Serie eingeführt worden ist und man ihr gleich jemanden an die Seite stellen wollte, ohne dass man eine eigenständige Entwicklung von ihr gesehen hat. Jedoch hat Mackey gezeigt, dass sie nicht auf den Mund gefallen ist, sich durch- und widersetzen kann und sie weiß genau, was sie will. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass sich zwischen den beiden wahre und ernsthafte Gefühle entwickeln werden, aber mir so ein bisschen Spaß mitanzusehen, dagegen habe ich nichts.

Zumal hat sich Mackey auch als jemand erwiesen, der sich um andere sorgt, sonst wäre sie nie bei Gallo nach dessen Suspendierung von Matt Casey aufgetaucht. Einerseits konnte ich Casey durchaus verstehen, denn wie er selbst auch gesagt hat, trägt er die Verantwortung für seine Leute und es sind ja tatsächlich einige im Einsatz gestorben und gerade bei dieser Erwähnung musste ich an Andy Darden denken. Anderseits hatte Kelly Severide wohl auch nicht ganz unrecht, dass Casey seinen Ärger und das, was ihn derzeit beschäftigt, doch ein bisschen an dem guten Gallo ausgelassen hat. Denn letztlich war es ja Gallos Furchtlosigkeit, die ihn damals so imponiert hat. Daher fand ich es gut, dass er am Ende doch noch das Gespräch mit ihm gesucht und ihm seinen Standpunkt nochmal verständlich gemacht hat. Damit kann Casey sich nun seiner nächsten 'Baustelle' widmen, da sogar Sydney bemerkt hat, dass er starke Gefühle für Brett hat. Ich hoffe wirklich, dass die Autoren endlich Erbarmen mit uns haben und die beiden endlich ein Paar werden lassen. Es wird definitiv Zeit! Einen weiteren Eiertanz möchte ich nämlich nicht sehen.

Geständnisse gab es in dieser Episode auch, obgleich Christopher Herrmann natürlich darauf gehofft hat, dass Joe Cruz endlich die Babybombe für alle platzen lässt. Ich finde es toll, dass man Herrmann und Cruz gemeinsame Szenen geschenkt hat, denn die letzte Episode hat ja auch deutlich gezeigt, dass die beiden ein tolles Gespann abgeben. Auch kann ich Chloe Allen verstehen, die einfach noch vorsichtig sein möchte, da sie noch am Anfang der Schwangerschaft zu sein scheint. Allerdings sorgte die Tuschelei für ziemliches Wirr Warr bei Randall 'Mouch' McHolland. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, weshalb er denkt, dass man über ihn reden würde. Ich habe wirklich mit so ziemlich allem gerechnet, aber definitiv nicht damit, dass er sich Trudy Platts Namen auf den Hintern tätowieren lässt! Ich musste extrem laut lachen und eigentlich lache ich noch immer darüber, wenn ich daran denke, dass er das Tattoo nur aufgrund einer verlorenen Wette gegen seine Frau hat. Ich glaube auch nicht, dass Mouch Widerworte gegeben hat, da diese bei Trudy wahrscheinlich eh zwecklos gewesen wären.

Severide und Kidd

Severide und Stella Kidd bereiten mir seit ein paar Wochen leichte bis mittelschwere Bauchschmerzen. Irgendwo finde ich es durchaus verständlich, dass er sie schützen möchte. Aber Mensch, Severide! Wir reden hier von Kidd! Der Frau, die seit ihrem Einstieg in Staffel 4 gleich zu Anfang klar gemacht hat, dass sie was ab kann. Nun sind wir in Staffel 9 (!) und nun kommst du an und sagst Kidd durch die Blume, dass du dachtest, sie könnte mit den Unterstellungen nicht umgehen? Schäme dich, Severide! Gut hat mir Kylie Esterez in dem Ganzen gefallen. Schließlich war sie es, die ihm klar gemacht hat, dass Kidd überlegt, die Prüfung nicht zu machen. Ich bin zumindest froh, dass es zu einer schneller Versöhnung kam und hoffe, man lässt die beiden eine Weile glücklich sein.

Fazit

"Chicago Fire" macht auch diesmal vieles richtig und kann mit den Erzählungen gut punkten. Vor allem was den Fall von Brett und Mackey betrifft, hat man hier mal wieder gezeigt, wie stark und furchtlos Frauen sein können, wenn sie nicht alleine sind (hier ist es durchaus positiv gemeint). Wenn die Autoren es jetzt noch hinbekommen, aus Brett und Casey ein Paar zu machen und keinen Eiertanz zu veranstalten, wird diese Staffel sicherlich ziemlich gut werden.

Daniela S. - myFanbase

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