Bewertung

Review: #6.04 Ein Traum in Blond und die große Null

Foto: Annie Potts, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Annie Potts, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Ich hatte es ja bereits im Gefühl, dass die sechste Staffel von "Young Sheldon" gut werden könnte und dass man mit der Beförderung von Emily Osment eine gute Entscheidung getroffen hat. Diese Episode unterstreicht mal wieder, dass die Serie auf einem guten Weg ist.

Missy und Mandy

Als Mandy McAllister bei Connie Tucker eingezogen ist, hatte ich mir ihr Zusammenleben dann doch anders vorgestellt. Ich kann zwar nicht genau sagen, was ich mir direkt vorgestellt habe, aber sicherlich keine Freundschaft zwischen Mandy und Missy Cooper. Das soll aber nicht heißen, dass es falsch ist, denn die beiden ergänzen sich wirklich toll und ich glaube, es kommt für beide genau richtig. Missy hat zum einen keine Schwestern. Auch wenn mir die geschwisterlichen Szenen zwischen ihr und Georgie Cooper immer gut gefallen, braucht Missy doch auch jemanden, der ihre Perspektive einnehmen kann und hier stimme ich mit ihr überein. Weder Connie noch Mary Cooper sind dafür die richtigen Personen, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Mandy hat dadurch auch wieder eine bessere Sicht, da es mir in der letzten Episode eben auch so vorkam, als fände sie ihr Leben nicht mehr toll. Das mag auch noch jetzt so sein, aber ich glaube, sie fühlt sich nicht mehr so nutzlos.

Mir gefallen die beiden als Gespann wirklich. Sogar besser, als Missy sich damals mit Veronica Duncan angefreundet hat. Ich glaube, mit Mandy kann sie auch wirkliche Mädelsthemen besprechen, aber das mit den indirekten Ratschlägen sollte Mandy demnächst vorsichtiger angehen. Auch wenn ich auch nicht hätte vermuten können, dass sich Missy die Haare blond färben würde und es sich zu einem Haarunfall entwickelt. Ich kann und konnte gut verstehen, dass sie in der Schule eine Mütze trug. Im Übrigen hat es mich sehr überrascht, dass Mary ihrer Tochter Schminke erlaubt. Ich hätte gedacht, dass sie dabei einen Aufstand macht, aber vielleicht geschah das alles auch im Off. Irgendwie hat sich ja auch der Kreis geschlossen, da sowohl Mary als auch Connie eifersüchtig gewesen sind, weil Missy den Rat von Mandy gesucht hat. Letztlich hat sie sich bei den 'richtigen' Mädelsproblemen doch wieder an ihre Meemaw gewandt und ich glaube, auch Mary ist froh drüber, denn mit Connie bleibt es ja praktisch auch in der Familie, wo sie eben doch manchmal etwas erfährt.

Sheldon und Billy

Ein weiteres interessantes Gespann waren auch Sheldon Cooper und Billy Sparks. Es wirkt besonders interessant, weil es fast den Anschein hatte, als seien sie dabei, vielleicht doch noch Freunde zu werden. Die Betonung liegt hierbei natürlich auf dem 'vielleicht', zumal man ja auch durch Sheldons Erzählungen in "The Big Bang Theory" weiß, dass Billy ihm als Kind mehrmals das Leben schwer gemacht hat. Das mag zwar auch hier zutreffen, aber es bezieht sich eher auf das Psychische.

Ich fand es auch gut, wie man dafür gesorgt hat, dass die beiden ein Gespann werden. Dazu hat man George Cooper und Brenda Sparks auch einen Freundschaftsmoment geschenkt, der mir gefallen hat, da ich die beiden mittlerweile tatsächlich als Freunde ansehe und mich die Szene durchaus an den Nachbarn aus "Hör mal, wer da hämmert" erinnert hat. Man konnte aber auch erkennen, dass es George leidtat, dass Brenda ihrem Sohn nicht helfen kann und ein Nachhilfelehrer zu teuer ist. George erweist sich als freundlich und hilfsbereit, weil er Sheldon darum bittet, auch wenn er von Anfang an wusste, dass es schwierig werden würde. Umso amüsanter war es dann aber, dass er ihn mit umgekehrter Psychologie doch dazu bewegen konnte.

Und es war Billy selbst, der Sheldon, John Sturgis und Grant Linkletter aus der Fassung gebracht hat, indem er gefragt hat, ob eine Null nun ein Nichts oder ein Etwas ist. Ich denke, mit solchen Fragen kann man Menschen wie Sheldon durchaus und absolut aus der Fassung bringen. Es war zwar überraschend, dass Billy 68 Punkte erreicht hat, zeigt aber auch, dass Sheldon ein guter Lehrer ist oder sollte ich sagen war? In "The Big Bang Theory" wurde man des Öfteren mal vom Gegenteil überzeugt.

Randnotizen

  • Mir haben die Momente zwischen Sheldon und Billy gut gefallen.
  • Ed Begley Jr. mit Bart zu sehen, war schon überraschend.
  • Mich amüsiert es immer wieder, wie lustig die Mimik von Wallace Shawn in manchen Szenen ist.
  • Georgie ist doch echt liebenswert, wie er sich um Mandy sorgt und sich Gedanken macht. Ich denke, dass er ein toller Vater werden wird.

Fazit

Ich kann es nur immer wieder sagen, dass "Young Sheldon" in dieser Staffel, wenn sie auch noch jung ist, einen großartigen Job macht und mir die neuen und alten Charakterkonstellationen immer wieder gefallen und neue Seiten zeigen.

Daniela S. - myFanbase

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