Bewertung: 9

Review: #5.20 Uncle Sheldon and a Hormonal Firecracker

Foto: Montana Jordan, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Montana Jordan, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Seit der aktuellen fünften Staffel schlägt "Young Sheldon" eindeutig die ernsteren Töne an. Angefangen zu Beginn mit Georges Erholung vom Herzinfarkt und Missys Schuldgefühle, bis zu seiner möglichen 'Affäre' mit Brenda Sparks. Auch jetzt zum Ende der Staffel schlägt man einen Ton an, der auch deutlich anders ist und sich sicher auch durch die kommende sechste Staffel ziehen wird. Trotzdem schafft man es, Humor in das Ganze zu bringen.

"Mom's having a baby and that's none of our business?" - "Is that what you think is going on?"

Missys und Sheldons Schlussfolgerung aus der letzten Episode, dass Mary schwanger sei, zieht nun weitere Kreise. Es ist absolut verständlich, dass die Zwillinge – besonders Missy – wissen wollen, was ihnen verschwiegen wird. Allerdings wissen sie mittlerweile auch, dass sie von ihren Eltern keine Antworten bekommen, diese sind nämlich besonders nett zu ihren Kindern und gegenseitig zu sich, dass man unschwer merken kann, dass etwas ganz und gar nicht stimmen kann – außer Sheldon natürlich. Also wenden sie sich an ihre Meemaw, doch auch Connie hüllt sich ins Schweigen und macht klar, dass es sie gar nichts angeht. Ich kann aber genauso gut Sheldon verstehen, denn auch wenn Mary nicht schwanger ist, ist es doch eine Situation, die die ganze Familie belastet und das Zusammenleben der Coopers verändert und mal ehrlich: Sowohl Mary als auch George sind nicht wirklich gut darin, sich wie sonst zu benehmen. Ich finde es aber gut, dass Connie den Zwillingen so viel verraten hat, dass ihnen klar wurde, dass sie falsche Schlüsse gezogen haben.

Aber wie Connie eben so ist, überlässt sie den wichtigsten Teil eben ihrer Tochter und ihrem Mann und findet es auch noch sehr witzig. Verdenken kann man es ihr nicht, denn sie hat es vor rund 18 Jahren selbst durchgemacht und es passt auch zu dem, was Pastor Jeff geraten hat: Dass Großeltern nicht die hauptsächliche Verantwortung für ihre Enkelkinder haben. Es war für mich klar, dass Missy kurze Zeit später darauf kommen wird, dass sich dabei um Georgie handelt. Ebenso war klar, dass Mary ihren Kindern befiehlt, darüber den Mund zu haben, denn sie hat ja Angst vor Getratsche in der Stadt, was für mich sehr viel über Mary aussagt. Ich finde es auch ein bisschen schade, dass sie den Worten von Pastoren mehr Beachtung beimisst, als denen ihres Mannes. Zwar hat dieser es in seinen eigenen Worten und in einer eher desinteressierten Art und Weise gesagt, aber er hat recht. Es sollte Mary nicht interessieren, was andere sagen, immerhin hat sie ja selbst gesagt, es ist eine familiäre Angelegenheit.

"Did you keep it a secret?"

Es war aber durchaus klar, dass die Zwillinge genauso wenig wie George und Mary das familiäre Geheimnis für sich behalten konnten. George hat es seinem Freund Wayne bei einem Bier erzählt. Missy ihrer besten Freundin Heather M. in der Schule. Interessant fand ich, wem es Sheldon und Mary erzählt haben. Bei Ersterem dachte ich wirklich, dass er sich John anvertraut, doch er hat es tatsächlich Grant erzählt. Auch wenn die ganze Sache nicht lustig ist, hat mich die Kommunikation zwischen den beiden wahnsinnig gut unterhalten. Auch wenn Grant mit Sheldon seit der letzten Staffel deutlich bessere Momente hat, bemerkt man doch immer wieder, dass er mit dem Jungen nicht so kann und ihn sogar ganz 'aus Versehen' ausgesperrt hat. Nun wissen wir auch, warum Sheldon in der älteren Version keine Geheimnisse bewahren kann – wobei man das auch schon bei "Young Sheldon" in der Vergangenheit erleben durfte. Interessant war aber auch, dass sich Mary Pastor Rob anvertraut hat und dieser sogar die passenden Worte gefunden hat.

Steven Molaro verriet kürzlich, dass die beginnende Ehekrise von George und Mary zum Ende wieder thematisiert wird und seit der Enthüllung, dass Georgie Mandy geschwängert hat, macht sich auch bemerkbar, dass der Haussegen ziemlich schief hängt. Zudem dürfte es George ziemlich bitter aufstoßen, dass sich Mary Rob anvertraut hat, die er zu Beginn der Staffel bei einem vertrauten Gespräch beobachtet hat und auch die letzte Szene darauf lässt schließen, dass eine Menge Zündstoff bereitsteht.

Trotz allem ist Georgie der Leidtragende von all dem und er tut mir wahnsinnig leid. Gerade 17 Jahre alt, mit so einer kommenden Verantwortung, nicht zu wissen, was nun das Richtige ist, von Mandy weggestoßen und nun auch noch das Wissen, dass seine Familie nicht mal hinter ihm steht und das 'Geheimnis' wohl schon die Runde gemacht hat. Ich kann auch verstehen, dass das jeden in der Familie belastet, allerdings lastet das meiste eben auf Georgie und der dürfte sich ziemlich alleine fühlen. Mal wieder hat mir aber der geschwisterliche Moment zwischen Georgie und Missy gefallen, denn Georgie hat immer mehr Selbstzweifel und fühlt sich verloren, alleingelassen und womöglich nicht fähig, für irgendwas gut zu sein. Gut, dass Missy mit ihm geredet hat und ihm zu verstehen gegeben hat, dass sie ihn gerne an ihrer Seite hat. Gewissermaßen ist sie eben auch das Bindeglied der Cooper-Geschwister, denn sie stand auch schon Sheldon mehrfach bei, als dieser sich verloren fühlte.

Fazit

In meinem Fazit zum Staffel-4-Finale habe ich geschrieben, dass die fünfte Staffel von "Young Sheldon" großartig werden könnte. Ich hatte das zwar zu diesem Zeitpunkt auf den Cliffhanger von George bezogen, doch man hat es wunderbar geschafft, eine Richtung einzuschlagen, die ich zwar nicht erwartet habe, die mir aber dennoch gut gefällt und ich möchte für diese Episode gerne schon mal die volle Punktzahl geben, weil man schon jetzt die Weichen für eine ebenfalls großartige sechste Staffel gestellt haben könnte.

Daniela S. - myFanbase

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