Bewertung: 7

Review: #1.16 Killerasteroiden, Rebellion und Lampenfieber

Foto: Lance Barber, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Lance Barber, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Mit Episode #1.16 Killer Asteroids, Oklahoma, and a Frizzy Hair Machine bekommen wir zu sehen, wie Sheldon einen anderen Weg einschlägt, der nichts mit Wissenschaft zu tun hat, seinen Vater George aber dennoch nicht besonders glücklich macht.

Dinge, die zum Erwachsenwerden dazu gehören

Von klein auf ist Sheldon es gewohnt, immer als Sieger hervor zu gehen, wenn es um die Wissenschaft geht. Dieses erhofft er sich auch bei der Projektvorstellung in der Sporthalle der Schule. In seinen Augen ist kein Mitschüler für ihn eine Konkurrenz, umso entsetzter ist Sheldon, als ein Mädchen gewinnt. Zumal sie mit einer Haarmaschine gewonnen hat. Etwas, was er gar nicht nachvollziehen kann und dementsprechend auch die Nerven verliert.

So ist es auch kein Wunder, dass sein Vater ihn aus der Sporthalle tragen muss, damit er sich beruhigen kann. Doch wer Sheldon kennt, der weiß auch, dass er sich eben nicht so einfach beruhigt und eher noch ein größeres Drama daraus macht und seine Missgunst offen zur Schau trägt. Und genau das tut Sheldon. Er fühlt sich von der Schule missverstanden und drückt dieses auch in seinem respektlosen Verhalten gegenüber von Mr Givens aus, so dass er zum Schulleiter geschickt wird, der letztlich aber auch nicht verhindern kann, dass Sheldon seine Enttäuschung öffentlich macht.

Solch ein Verhalten bleibt natürlich nicht ohne Konsequenzen. Doch anders als bei seiner Furcht vor Viren und Bakterien wird Sheldon nicht von der Schule suspendiert, sondern von seiner Familie vom Abendessen ausgeschlossen und das, obwohl es sein Lieblingsessen gibt. Statt einer Entschuldigung, die seine Eltern von ihm erwarten, gibt Sheldon an, dass er sich von der Wissenschaft abwenden wird. Auch wenn man sicher weiß, dass das bei ihm nie wirklich eintreffen wird, fand ich es auch diesmal interessant, dass er nun Schauspieler werden möchte.

Ein bisschen einfallslos finde ich es mittlerweile fast schon, dass Mary bei solchen Problemen immer wieder einen Psychologen hinzuziehen will. Es wirkt etwas so, als sei sie mit Sheldons Erziehung eher überfordert. Dabei fand ich Georges Vorgehensweise sehr viel besser, seinem Sohn zu erklären, dass man auch ein fairer Verlierer sein sollte. Dass das nicht so ganz den gewünschten Erfolg einbrachte, zeigt sich hin und wieder auch beim erwachsenen Sheldon.

Sheldon, der Schauspieler

Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass Sheldon sich von dem Psychologen so einfach überzeugen lässt, in eine andere Richtung zu blicken und man ihn fast schon zu leicht davon überzeugen kann, Schauspieler zu werden. Andererseits ist das aber auch logisch. Denn Sheldon zieht gerne mal die Aufmerksamkeit auf sich, was einem Schauspieler meistens gebührt.

Dazu muss man auch noch sagen, dass Sheldon seine Sache wirklich sehr gut gemacht hat beim Vorsprechen. Er ist eben jemand, der sich voll und ganz auf etwas konzentrieren kann und dann auch durchzieht. Genau das führte Sheldon zum Erfolg, die Hauptrolle zu bekommen. Anfangs war ich auch etwas verdutzt, dass es sich bei dem Stück um "Annie" handelt, doch ich war mir sicher, dass Sheldon das nicht weiter stören wird – ganz im Gegensatz zu George. Zwar kann ich ihn verstehen, dennoch fand ich seine Reaktion fast schon ein bisschen überzogen. Dabei hat mir Sheldon sehr gut gefallen, als er meinte, dass sein Vater als Coach auch nur den Besten nehmen würde.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Sheldon am Ende Panik vor der Anzahl des Publikums hatte oder es ihm schlichtweg letztlich doch unangenehm gewesen ist, in einer Mädchenrolle aufzutreten. Wobei ich die Rede von Mr. Lundy sehr schön fand und das den Zusammenhalt noch mehr unterstreicht. Nach der letzten Szene frage ich mich aber eher, ob er sich damit selbst ermutigen wollte, als er Sheldons Part übernommen hat.

Vielleicht hat diese Theateraufführung von damals auch etwas damit zu tun, dass Sheldon auch heute noch nicht vor einem großen Publikum sprechen kann. Mir stellt sich somit wieder die Frage, ob es an der Masse der Menschen liegt oder sich noch heute als Annie sieht. Aber das wird wohl niemals geklärt werden.

Was sonst noch war

  • Ich finde es etwas fragwürdig, Georgie als Maßstab zu nehmen, um zu testen, ob Sheldon das Zeug zum Schauspieler hat. Denn Georgie glänzt nicht unbedingt mit Intelligenz.
  • Ich finde die Kommentare von Missy und Connie wirklich genial. In dieser Episode bemerkte man sehr deutlich, dass die beiden in dieser Sache aus demselben Holz geschnitzt sind.



Fazit

Sheldons Ausflug in die Schauspielerei hat mir recht gut gefallen. "Young Sheldon" hat somit aufgezeigt, dass in ihm noch andere Fähigkeiten stecken. Gleichzeitig wurde aber auch die ein oder andere Frage aufgeworfen, bei der ich hoffe, dass sie irgendwann nochmals beantwortet wird.

Daniela S. - myFanbase

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