Bewertung: 5

Review: #4.05 Eine modrige Gruft und zehn sehr lange Minuten

Foto: Montana Jordan, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Montana Jordan, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

In meiner letzten Review habe ich geschrieben, dass "Young Sheldon" einen guten Start hingelegt hat und dass ich erwartungsvolle Hoffnungen hatte, dass man dieses Niveau beibehalten wird. Allerdings musste ich dies mit der letzten Episode bereits heruntersetzen und hoffte auf einen 'Ausrutscher'. Doch weist auch Episode #4.05 A Musty Crypt and a Stick to Pee On eine Art auf, bei der ich mich frage: Geht's wirklich nicht besser?

Beziehungen und Dungeons & Dragons

Noch vor Beginn dieser Staffel wurde angegeben, dass man sich mit Sheldons College-Jahren beschäftigen wird. Bis auf die ersten beiden Episoden ist davon abrt wenig bis gar nichts zu sehen und aufgrund der noch immer bestehenden Pandemie kann man wohl davon ausgehen, dass man bestenfalls 16 Episoden in dieser Staffel sehen wird – wir sind nun bald bei der Hälfte und ich frage mich, wie man das hinkriegen will.

Statt sich nämlich tatsächlich auf die angegebene Thematik zu konzentrieren, dreht sich (mal wieder) alles um das Spiel "Dungeons & Dragons". Ich habe wahrlich nichts gegen das Spiel an sich, denn es hat in "The Big Bang Theory" eine wichtige Bedeutung für Sheldon und seine Freunde. Jedoch fand ich es fast schon ein bisschen sinnlos, einen Großteil der Episode darauf zu verschwenden. Wobei ich sagen muss, dass mir das Kostüm von Missy wirklich gut gefallen hat. Dennoch war mir das inhaltlich einfach zu wenig. Es ist zwar traurig, dass Sheldon von seinen Freunden versetzt worden ist und es ist ebenso nett von Dale gewesen, dass er und die anderen beiden (notgedrungen) mit ihm gespielt haben, aber es hat einfach auch mal wieder gezeigt, dass Sheldon seinen Willen bekommt und dann dennoch keine Kompromisse eingeht. Dabei hat man in der Vergangenheit durchaus mitbekommen, dass er es kann.

Als Zweites missfällt mir die Beziehungsdiskussion von Connie und Dale. Mal ganz davon abgesehen, dass mir diese Paarung ohnehin nicht so zusagt, bin ich ehrlich gesagt etwas frustriert über den Verlauf, den man uns jetzt geboten hat. Nachdem Dale ja nun einen Korb nach seinem Heiratsantrag bekommen hat, war er zurecht neben der Spur. Doch nach einer der letzten Episoden schien es so, als ob er ein besserer Menschen werden wollte. Sogar in den Bibelkreis zu Mary wollte er gehen. Nach dieser Episode scheint das aber alles nicht mehr wichtig zu sein. Wieder hat man den Heiratsantrag aufgewärmt und eine Diskussion angefangen, die in meinen Augen nicht sein musste. Zwar hat diese gezeigt, dass sich die beiden doch ziemlich ähnlich sind, aber mir hätte es besser gefallen, wenn man einen anderen Weg gewählt hätte, die Beziehung zu klären.

Wertschätzung und mögliche Vaterschaft

Besser haben hier definitiv Mary, George und Georgie abgeschnitten. Zugegeben bezweifle ich zwar, dass die Wertschätzungen von Mary und George von langer Dauer sein wird, aber es zeigte zumindest, dass sie sich nicht egal sind und dass sie tief berührt gewesen sind. Ich würde mir zwar wünschen, dass das ein bisschen länger anhalten würde. Aber durch Wayne und Darlene wurde ihnen auch aufgezeigt, was ihnen in ihrer eigenen Ehe abhanden gekommen ist. Und wer weiß? Vielleicht wird das Ganze doch nachhaltiger, als ich jetzt vermute und ich schätze Wayne so ein, dass er George dann und wann daran erinnern wird.

Georgie ist durchaus ein Idiot, aber ein wirklich liebenswerter Idiot, den man einfach mögen und lieb haben muss, denn er hat das Herz am rechten Fleck und oftmals eben auch das Herz auf der Zunge. Ich bin zwar nie davon ausgegangen, dass Jana tatsächlich schwanger ist, aber es war interessant zu sehen, welche Szenarien Georgie durch den Kopf geschossen sind. Letztlich haben die aber gezeigt, dass er ein verantwortungsvoller Vater wäre, für den seine Familie an erster Stelle steht. Jana fand ich dagegen doch sowohl in Georgies Vorstellungen als auch bei dem anschließenden Gespräch ziemlich anstrengend. Denn letztlich hat er nur über seine Befürchtungen gesprochen und das ist in meinen Augen nicht falsch. Demnach hoffe ich, dass man Veronica bald mal wieder zu sehen bekommt.

Fazit

"Young Sheldon" macht es mir auch mit dieser Bewertung dieser Episode nicht einfach, denn auch diesmal sind wir nicht richtig vorangekommen und traten vor allem bzgl. Sheldon eher auf der Stelle. Ich hoffe einfach mal, dass es bald eine Besserung geben wird.

Daniela S. - myFanbase

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