Bewertung: 8

Review: #4.06 Der erste Collegetag und ein Reißverschluss

Foto: Zoe Perry, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Zoe Perry, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Nachdem "Young Sheldon" vor der Winterpause einige Stolperer hatte, scheint sich das "The Big Bang Theory"-Spin-Off mit #4.06 Freshman Orientation and the Inventor of the Zipper erholt zu haben. George kann als Berater glänzen, Sheldon entzieht sich seiner Mutter etwas mehr, Mary bekommt Komplimente und wird für eine Studentin gehalten und Connie erkennt in John einen wahren Freund. Ich kann durchaus festhalten, dass ich ziemlich zufrieden war.

Der Campus und Sheldon

In einer meiner letzten Reviews habe ich mich ja darüber ausgelassen, dass man uns zu Beginn dieser Staffel versichert hat, dass man sich mit Sheldons Jahren am College beschäftigen würde. Viel davon gesehen hat man aber nicht – bis jetzt. Dass wir in dieser Episode erleben, wie Sheldon den Campus besucht, überraschte mich im ersten Moment durchaus. Denn bis auf die Tatsache, dass er am College angenommen wurde, hielten sich die Autoren über den Fortlauf doch sehr bedeckt. Deshalb freut mich dieser 'Sprung'. Ebenso freut mich, dass Sheldon doch langsam erwachsen wird und seine Mutter eben doch nicht mehr so zu brauchen scheint. Erste Anzeichen gab es ja schon, als er sich den Arm gebrochen hat und nicht mehr abhängig sein und bemuttert werden wollte.

Es war allerdings abzusehen, dass Sheldon Probleme haben wird, wenn er alleine auf dem Campus unterwegs ist. Solche Momente, wie er sie erlebt hat, sind ja nicht unbedingt selten und amüsant war es durchaus, wie er letztlich mit einem großen roten Fleck auf dem Hemd und Unmengen von Klebeband an der Hose zum Vortrag erschien. So etwas wünscht man keinem für den ersten Eindruck. Ich bin dennoch stolz auf Sheldon. Denn auch wenn er sich damit mehr als blamiert hat, hat er doch einen Ausweg aus der misslichen Lage gefunden, ohne dass Mary ihm zur Hilfe kam. Hier fallen mir Georges Worte aus einer der letzten Episoden ein. Nämlich, dass Sheldon sich selbst zu helfen wissen muss, wenn er bald aufs College gehen will. Vielleicht hat auch er sich an die Worte seines Vaters erinnert.

Studentin Mary

Dadurch, dass Sheldon alleine auf dem Campus unterwegs war, hatte seine Mutter Mary natürlich nichts zu tun und genügend Zeit für sich selbst zur Verfügung. Gut, dass sie Sam in die Arme gelaufen ist bzw. dass diese ihr in die Arme gelaufen ist. Des Öfteren habe ich ja schon angemerkt, dass Marys Verhalten mir manchmal gegen den Strich geht, weil man uns immer ein und dieselbe Seite von ihr präsentiert.

Allerdings hat man uns diesmal eine Seite von ihr gezeigt, die mir mehr als gefallen hat. Mary einmal so ausgelassen, fröhlich und vergnügt zu sehen, war eines meiner Highlights dieser Episode und ich hoffe einfach mal, die Autoren haben erkannt, dass Mary sehr viel mehr zu bieten hat, als man uns bisher von ihr zeigte. Ich hätte mir die ausgelassene Mary auf jeden Fall noch länger ansehen können und es wäre durchaus interessant gewesen, zu sehen, wie sie auf Sheldons Missgeschicke reagiert hätte. Vielleicht erfahren wir das ja noch irgendwann.

George und der Pastor – neue Freundschaft?

Gut gefallen haben mir auch die Szenen zwischen George und Pastor Jeff. Ich hatte schon Sorge, dass man den guten Jeff vollkommen vergessen hätte, nachdem er mit Robin ins Nachbarhaus gezogen ist und man nichts mehr von den beiden gehört hat. Was wir aber erfahren haben, ist zum einen, dass Mary ihren Mann zum Helfen verdonnert hat (wie überraschend), und zum anderen, dass das Baby bereits in zwei Monaten kommt. Wie die Zeit doch vergeht.

Aber mal ganz davon abgesehen, dass George zum Helfen verdonnert wurde, war es doch ganz gut, dass die beiden Männer ins Gespräch gekommen sind. Denn George hat bereits das durchlebt, was Pastor Jeff jetzt durchlebt und kann ihm mit Rat und vielleicht auch später mit Tat zur Seite stehen. Ich könnte mir zumindest vorstellen, dass sich bei den beiden eine gute Männerfreundschaft entwickeln könnte. Sollte dem so sein, sollte Mary jedoch nicht dazwischenfunken, sonst ist es schneller vorbei, als es angefangen hat.

Randnotizen

  • Ich konnte Connie durchaus verstehen, dass sie gekränkt war, weil John ihr nichts von seiner neuen Stelle erzählt hat. Letztlich hat sich aber doch herausgestellt, dass John einfach nur Angst vor ihrer Reaktion oder eben Nicht-Reaktion hatte. Und Connie wurde damit bewiesen, wie sehr sie von John geschätzt wird.
  • Billys Kommentare waren mal wieder so sinnlos wie Georgie mit dem Motorrad. Allerdings muss ich doch sagen, dass ich bei Ersterem grinsen musste.



Fazit

"Young Sheldon" hat sich aus seinem tiefen Tal wieder herausgezogen und präsentierte uns eine Episode, die zumindest für mich ein wahrer Genuss beim Zuschauen gewesen ist. Lauter charakterstarke und witzige Momente. Ich möchte bitte mehr davon sehen und hoffe, dass dieser Kurs nun beibehalten wird.

Daniela S. - myFanbase

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