Bewertung: 4

Review: #3.08 The Sin of Greed and a Chimichanga from Chi-Chi's

Foto: Zoe Perry, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Zoe Perry, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Kurz vor der Winterpause scheint auch bei den Autoren von "Young Sheldon" die Kreativität erschöpft zu sein. Zumindest weiß ich partout nicht, welchen Zweck die meisten Storys in Episode #3.08 The Sin of Greed and a Chimichanga from Chi-Chi's zum Ausdruck bringen wollten. Irgendwie ist das alles nichts Halbes und nichts Ganzes und man stellt sich letztlich nur die Frage: Was war denn das bitte?

Gehen oder bleiben

In der ersten Staffel gab es schon mal eine Episode, die darauf abzielte, Sheldons schulischen Werdegang in eine andere Richtung zu lenken. Damals scheiterte das Ganze, da sowohl die Coopers als auch Sheldon selbst noch nicht bereit dazu waren. Es war allerdings nur eine Frage der Zeit, bis dieses Thema erneut aufgegriffen wird und diesmal wird sogar Georges Talent als Coach dazu genutzt.

Mir gefiel gut, dass John sich noch einmal mit George zu einem 'Männerabend' verabredet hat. Auch wenn man natürlich sagen muss, dass John viel begeisterter davon gewesen ist. Sei es drum. Viel interessanter fand ich eher seine Aussage, dass das College in Dallas Interesse an Sheldon hat und auch für George die Möglichkeit bestanden hat, dort als Coach zu arbeiten. Seine erste Chance wurde ja von Mary und zum Wohle seiner Familie vertan. Schön, dass die Autoren diese Möglichkeit noch einmal aufgegriffen haben.

Mir war zwar von Anfang an klar, dass die beiden an der Schule bleiben, aber es war durchaus amüsant mit anzusehen, wie Direktor Petersen, Ms. Ingram, Ms. Macelroy und Mr. Givens sich ein Bein ausgerissen haben, um es George und Sheldon an der Schule so angenehm wie möglich zu machen und letztlich dafür zu sorgen, dass sie bleiben. Ein bitterer Nachgeschmack bleibt dennoch: Obwohl es so gesehen eine Wertschätzung gewesen ist, war Petersen nur auf seinen eigenen Vorteil aus. Es wäre wirklich schön, wenn man zumindest George hin und wieder einmal zeigen würde, dass er eigentlich schon ein fester Bestandteil ist.

Marys Verbot

Eigentlich hätten sich Petersen und seine Angestellten gar nicht so sehr bemühen müssen, denn Mary ist das Oberhaupt der Familie und hat entschieden, dass Sheldon und George nicht nach Dallas gehen. Auch diesmal ist Mary für mich der größte Kritikpunkt der ganzen Episode. Ich halte ihr zwar zugute, dass sie sich nichts aus viel Geld macht, aber die Art und Weise, wie sie dies auch ihrer Familie klar machen will, ist ein absolutes No-Go.

Auch wenn sowohl George als auch Georgie damit geprahlt haben, mehr Geld zu haben bzw. zu bekommen, finde ich das nicht allzu schlimm. Natürlich soll man damit nicht groß angeben, aber da die beiden dafür etwas getan haben (wenn es auch nicht in Marys Sinne war), kann man ihnen doch die Freude daran lassen und seinen Mitmenschen einen Wunsch erfüllen.

Dabei war mir vollkommen klar, dass Mary nicht nur Pastor Jeff um Rat fragt, sondern diesen auch noch in die Tat umsetzt. Und diese Umsetzung war wie gesagt ein absolutes No-Go. Schon einmal hat Mary Sheldons Comics weggepackt, aber da hat sie ihn und ihre Familie vorher wenigstens darüber in Kenntnis gesetzt. Doch diesmal hat sie alles im Alleingang gemacht bzw. hat auch noch dafür gesorgt, dass ihre Familie nur noch christliche Musik zu hören bekommt und nur noch solche Serien anschauen können. Mit dieser Aktion hat Mary mal wieder einige Sympathiepunkte bei mir einbüßen müssen.

Angst vorm Loslassen

Marys Aktion und ihr ganzes Verhalten hängt vor allem damit zusammen, dass Sheldon das Angebot bekommen hat, nach Dallas aufs College zu gehen. Mary hat einfach Angst, dass ihr Sohn viel zu schnell erwachsen wird und das ist bei einer Mutter nur allzu verständlich. Zumal sie auch zu Sheldon eine besondere (Ver)Bindung hat. Sehr gut hat mir auch gefallen, dass ein vertrauliches Gespräch zwischen Mary und Connie stattgefunden hat. Denn auch wenn sie sonst nicht so offen und ehrlich über Gefühle spricht, war doch spürbar, dass es ihr mit Mary ganz ähnlich erging.

Randnotizen

  • Dale hätte ich in dieser Episode ehrlich gesagt nicht gebraucht. Mir gefallen zwar die Szenen mit ihm und Connie ziemlich gut, aber so gesehen, war er diesmal nur nettes Beiwerk, was in meinen Augen nicht hätte sein müssen.
  • Manchmal frage ich mich, wie ernst man Pastor Jeff tatsächlich nehmen kann. Dass er dem Drang nicht widerstehen konnte, sich einen neuen Toaster zu kaufen, fand ich dennoch zum Schmunzeln, weil es einfach auch seine Menschlichkeit zeigt.



Fazit

Den guten Lauf in der letzten Zeit haben die Autoren mit dieser Episode so ziemlich erstickt. Obwohl die Ansätze wirklich gut und die Gedanken hinter den Handlungen der einzelnen Charaktere verständlich waren, konnten die Handlungen derer gar nicht oder eben nur geringfügig punkten. Ganz besonders trifft dies eben auch auf Mary zu und ich frage mich dabei, ob man aus den Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt hat?

Daniela S. - myFanbase

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