Bewertung: 7

Review: #3.09 Gemischte Gefühle und ein Außerirdischer im Hühnerstall

Foto: Zoe Perry, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Zoe Perry, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Nachdem die letzte Episode von "Young Sheldon" alles andere als gut war, hatte ich die Hoffnung, dass die neunte Episode besser abschneiden würde. Obwohl Mary mal wieder ihren Willen durchsetzen konnte, muss ich sagen, dass mir das Ergebnis ganz gut gefällt.

Geburtstagsparty und die Folgen

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich Kind gewesen bin und eine Geburtstagsparty gegeben habe. Man musste zwangsweise die ganze Klasse einladen, weil es sich so gehörte. Eine ganz ähnliche Thematik wird auch bei "Young Sheldon" aufgegriffen, als Billy eine Geburtstagsparty gibt und letztlich von den Coopers aber nur Missy eingeladen wird, Sheldon nicht. Bereits hier kann man sich denken, dass Mary das nicht gut findet. Immerhin ist es ihr Sohn, bei dem sie möchte, dass dessen soziales Leben aktiver ist. Wie aber soll das funktionieren, wenn er nirgendwo eingeladen wird. In diesem Punkt kann ich Mary sehr gut verstehen. Auch fand ich es gut, dass sie die Sache zunächst selbst klären wollte.

Wobei ich mir auch hier denken konnte, dass Brenda sich einen Spaß daraus macht. Schon viel zu oft hat sie bereits betont, dass sie die (Welt)Ansichten ihrer Nachbarin alles andere als interessant findet. So ganz konnte ich ihre Begründung allerdings nicht verstehen. Immerhin lässt sie Billy mit Sheldon spielen, worüber sicher auch einige Leute Bescheid wissen, wieso also darf das bei einer Party keiner sehen? Klar hat Sheldon gewisse Anwandlungen, die bei manchen nicht unbedingt positiv aufgenommen werden. Andererseits sind es in erster Linie aber Kinder und die machen nun mal verrückte Sachen, in diesem Punkt ist Sheldon keine wirkliche Ausnahme. Daher fand ich es gut, dass Mary weiter darum gekämpft hat, auch wenn ihre Methoden mal wieder ihren eher unschönsten Charakterzug gezeigt haben. Andererseits lässt sich dabei allerdings auch erkennen, dass Mutter und Sohn sich doch nicht ganz unähnlich sind, wenn es darum geht, sich durchzusetzen.

Marys Methode, Pastor Jeff in viele Angelegenheiten einzuschalten, hat für mich immer einen komischen Beigeschmack. Und auch diesmal war ich mir nicht ganz sicher, ob ihre Taktik aufgeht bzw. welche Auswirkungen diese im Endeffekt haben wird. Denn eines steht mal fest: Brenda war nicht begeistert, dass der Pastor darüber auch noch eine Predigt gehalten hat und ganz ehrlich? Wer widersetzt sich schon einem Pastor? Richtig, nicht einmal Brenda Sparks.

Glücklicherweise muss man aber sagen, dass es eine schöne Wendung gegeben hat, bei der ich mir irgendwie erhoffe, dass die Autoren mehr daraus machen. Bereits in einer Review aus der ersten Staffel hatte ich geäußert, wie schön es doch wäre, wenn auch Brenda und Mary Freundinnen werden würden. Natürlich sind sie vom Charakter sehr verschieden und es würde hin und wieder sicherlich auch den ein oder anderen Streit geben. Aber im Grunde wünschen sie sich beide, dass ihre Söhne im Erwachsenalter ein sozialeres Leben als jetzt haben. Dabei könnte sicher das ein oder andere Gespräch entstehen. Warten wir mal ab, was diese Staffel noch so bringen wird.

Randnotizen

  • Ich frage mich, warum Georgie sich keinen eigenen Fernsehen kaufen kann. Immerhin hat er jetzt sogar zwei Jobs und konnte sich bereits Kabelfernsehen von seinem Geld kaufen. Was spricht also dagegen, einen Fernsehen zu kaufen?
  • Irgendwie war es süß, als George Einsicht gezeigt hat und John doch zu einem Männerabend eingeladen hat, nachdem Mary ihn unbewusst darauf aufmerksam gemacht hat, Sheldon könne im Alter wie John werden.
  • Ich bin mir ziemlich sicher, dass John und Connie in dieser Staffel wieder zusammenkommen werden. Auch wenn ihr Verhältnis momentan eher etwas peinlich-berührt dargestellt wird, merkt man ihnen doch an, wie sehr sie sich noch immer mögen und sich gegenseitig vermissen. Vielleicht ist ja diesmal George der Vermittler, auch wenn er dies wahrscheinlich nicht gerne ist.



Fazit

Obwohl man auch diesmal einen Charakterzug an Mary gesehen hat, der sie nicht sympathisch macht, hat mir die Entwicklung diesmal viel besser gefallen als in der Vergangenheit. Somit erhoffe ich mir auch, dass die Autoren etwas daraus machen werden, damit Mary vielleicht doch so etwas wie eine Freundin bekommt. Zu wünschen wäre es ihr zumindest.

Daniela S. - myFanbase

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