Bewertung: 9

Review: #2.17 Einstein, die Geige und eine Gehaltserhöhung

Foto: Zoe Perry, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Zoe Perry, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Bei einer Comedyserie weint man vor allem vor Lachen. Aber selbst solche Formate haben durchaus ihre Momente, die so rührend und emotional sind, dass man Tränen in die Augen bekommt. "Young Sheldon" gelingt dieses mit Episode #2.17 Albert Einstein and the Story of Another Mary und kann vor allem durch die tollen Momente zwischen George und Mary, sowie zwischen Mary und Connie überzeugen.

"Baby on the way..."

Ich möchte gerne mit der Storyline beginnen, die sozusagen eine Achterbahnfahrt der Emotionen war und vor allem gezeigt hat, dass die Ehe von George und Mary doch nicht so ernüchternd ist, wie sie aber oftmals daherkommt. Grund für diese Wendung ist Marys erneute Schwangerschaft, die mich selbst überrascht hat. Wahrscheinlich liegt es tatsächlich daran, weil die beiden nicht gerade den Anschein machen, als würden sie besonders gut miteinander harmonieren. Umso wichtiger fand ich es, dass die Ehe einmal in den Fokus gerückt wird, der aber nicht darauf abzielt, dass sie sich mal wieder wegen irgendetwas streiten. Viel mehr spürt man endlich einmal, wie sehr sich die beiden lieben und brauchen.

Allerdings ist George nicht der einzige, den Mary braucht. Zu meiner Überraschung hat Mary nämlich zuerst ihre Mutter Connie in ihre Schwangerschaft eingeweiht. Mir gefällt diese Entscheidung wirklich gut. Immerhin wird uns auch bei den beiden hin und wieder präsentiert, dass sie nicht das allzu gute Verhältnis haben. Zudem lässt sich Connie auch sehr oft über die Glaubensrichtung ihrer Tochter aus, was diese natürlich nicht lustig findet. Umso schöner finde ich es, dass sie Mary in dieser Situation zur Seite steht und ihr zusichert, dass dies so bleiben wird. Zwar werden Mutter und Tochter wahrscheinlich nie ein wirklich inniges Verhältnis haben. Aber es ist einfach schön mit anzusehen, dass Connie ihrer Tochter immer beisteht.

Aber wie schon gesagt, glaubt Mary an Gott und da ist ihre Mutter weißgott die völlig falsche Ansprechperson. George fällt dabei auch aus dem Raster, der ja sowieso noch gar nichts von seinem Glück ahnt, also bleibt nur Pastor Jeff. Wobei man diesen in meinen Augen nicht allzu ernst nehmen kann, wenn er gleich lauthals seine Glückwünsche ausspricht, die sicherlich die halbe Kleinstadt mitbekommen hat und dann auch noch prompt eine Geschichte einer anderen Mary erzählt, als würde das alle Probleme lösen. Aber sei es drum. Wahrscheinlich war das alles wichtig, damit wirklich Mary und George den emotionalsten Teil dieser ganzen Storyline miteinander teilen konnten.

Mittlerweile ist fast die zweite Staffel der Serie zu Ende und ein sehr heikles Thema spielte dabei immer das Geld. Dieses wird natürlich mit einem vierten Kind noch viel geringer und entsprechend ist das die Hauptsorge von George und Mary. Ganz besonders für George, dem es ohnehin wichtig ist, seine Familie versorgen zu können. Schön, dass man dadurch einen schönen Moment zwischen ihm und Herschel geschaffen hat, der dafür sorgt, dass George eine wichtige finanzielle Entscheidung trifft. Das gefiel mir unglaublich gut, da ich ja in einer der letzten Episoden bemängelt hatte, dass George immer den Weg des geringsten Widerstands geht. Umso tragischer ist dann natürlich auch der Ausgang des Ganzen, da Mary das Baby verloren hat. Es hat mich durchaus zu Tränen gerührt und emotional gepackt, da man gemerkt hat, wie sehr sie sich eigentlich auf ein weiteres Kind gefreut hat. Georges Reaktion auf diesen Verlust fand ich ebenso emotional. Es zeigte aber auch, dass er tief in sich seine Kinder und seine Frau liebt und ihm der Verlust genauso sehr schmerzt.

Zudem erweist sich George als ehrenhafter Mann, der seine Gehaltserhöhung nach dieser schrecklichen Nachricht zurückgeben möchte. Auch in diesem Zusammenhang gab es eine wunderbare Szene, die nicht mal Worte bedurfte, um emotional zu sein.

Be like Albert Einstein

Neben der emotionalen Achterbahnfahrt gab es dann noch Sheldon, der der Überzeugung war, er müsse das Geige spielen erlernen um genauso ein erfolgreicher Wissenschaftler wie Albert Einstein zu sein bzw. zu werden. Ich bin wirklich froh, dass er diese Idee noch in dieser Episode verworfen hat. Sein Spiel war nicht schön anzuhören, auch wenn die Hühner von Herschel mehr Eier gelegt haben.

So nervig das Ganze auch gewesen sein mag, wie Sheldon seine Lehre daraus gezogen hat, gefiel mir sehr gut. Zwar hat er bemerkt, nicht wirklich musikalisch in Bezug auf die Geige zu sein, doch das hat ihn nicht von seiner Idee abgebracht, wie sein Vorbild zu werden. Ich bin auch in diesem Punkt froh, dass man Sheldon von dieser Idee abbringen konnte. Doch diesmal war es nicht Connies Bekannter Ira, sondern ein Rabbi, der Sheldon erklärt hat, dass er seine eigene, angesehene Persönlichkeit entwickeln sollte. ZDer Rabbi hat damals noch nicht gewusst, dass diese Persönlichkeit hin und wieder mal an den Nerven zerren kann. Vielleicht hätte er sonst einen anderen Ratschlag erteilt.

Randnotizen

  • Ich liebe Missys Art, wie sie ihr Desinteresse zeigt und Sheldon damit jedes Mal überfordert ist.
  • Ich habe bei der Szene zwischen Brenda und Connie in der Drogerie sehr gelacht. Es ist immer wieder herrlich und erfrischend, wie sie gewisse Dinge darstellt, bei denen man aber weiß, dass sie niemals stimmen können.



Fazit

"Young Sheldon" liefert eine großartige Episode ab, die für mich alles beinhaltet, was ein Serienfan sich wünscht. Besonders toll sind die vielen kleinen Momente, die zeigen, wie stark die Charaktere doch sind.

Daniela S. - myFanbase

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