Bewertung: 8

Review: #2.16 Das Toastbrot, der Kommunismus und die Flagge

Foto: Iain Armitage, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Iain Armitage, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Mit dieser Episode lässt sich wieder einmal erkennen, dass Sheldon bereits als Kind sehr darauf bedacht war, seine Meinung kund zu tun und damit sämtliche Leute gegen sich aufbringt. Im Gegensatz dazu, kommt Georgie seiner Traumfrau Veronica ein Stückchen näher.

Brot, Channel 7 und die Kommunisten

Sheldon hasst Veränderung und kann verdammt schlecht damit umgehen. Aus Erzählungen von Leonard wissen wir bereits seit Jahren, dass Sheldon es seinen Mitmenschen wahrlich nicht leicht macht. Aber ehrlich gesagt hätte ich nie gedacht, dass er es sogar fast fertig bringt, die Jobs seiner Eltern so zu gefährden und der Auslöser dafür der veränderte Geschmack seines Lieblingsbrotes ist.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich Sheldon durchaus verstehen kann. Um Geld zu sparen ändern die Hersteller einfach mal das Rezept, lassen die Kunden aber noch immer im Glauben, dass sich nichts geändert hat. Ja, ich kann Sheldon verstehen und kann auch nachvollziehen, dass er dagegen etwas unternehmen will. Allerdings kennt er da nur selten eine Grenze und diese Grenze hat er diesmal sehr weit überschritten. Natürlich hat er das Recht, seine Meinung zu äußern, aber er ist kein Kommunist, so wie er es in dem Interview sagte. Wobei Sheldon wahrlich kein Blatt vor den Mund nimmt und sehr offen und sehr ehrlich seine Meinung sagt. Aber wahrscheinlich hat man beim Sender angenommen, dass es sich bei Sheldon um einen kleinen süßen Jungen handelt, der gar nicht richtig weiß, was das Wort Kommunist bedeutet. Ich denke schon, dass er das weiß. Allerdings kann Sheldon bis heute nicht erkennen, wann es besser ist, mit seiner Meinung etwas weniger offen umzugehen.

Ebenso wenig hat er erkannt, was seine Aussage in seiner Umgebung ausgelöst hat und dass ihm dadurch zeitweise der Kontakt mit Billy und Tam untersagt wurde. Sowohl Mary als auch George mussten um ihre Jobs bangen und bei George ist es tatsächlich das zweite Mal, dass Sheldon dafür der Auslöser gewesen wäre. Ich muss aber zugeben, dass ich ziemlich stolz auf ihn bin. George ist sonst nicht der Typ, der Dinge einfach mal selbst in die Hand nimmt und das lieber seiner Frau überlässt. Allerdings ging es dieses Mal um seinen Job und es hätte mich sehr geärgert, hätte er nicht genug Rückgrat gehabt, um selbst dafür zu sorgen, seinen Job behalten zu können. Aber auch bei Mary hat man deutlich mehr Rückgrat erkannt. Sonst hat sie Sheldon immer verhätschelt und ihm vieles durchgehen lassen, doch diesmal hat sie ihrem Sohn deutlich gemacht, dass er einen Schritt zu weit gegangen ist, weswegen sie und die restliche Familie eine gewisse Zeit nicht mit Sheldon kommunizieren wollen. Eigentlich ist es schade, dass er durch diesen Vorfall für seine spätere Zukunft nicht wirklich etwas daraus gelernt hat.

"I'm still here"

Georgie gehört nicht unbedingt zu meinen Favoriten der Serie, aber es freut mich, dass er nicht mehr das fünfte Rad am Wagen ist und endlich seine eigene Geschichte bekommt. Mit der Einführung von Veronica hätte ich zum damaligen Zeitpunkt nicht erwartet, dass sie doch eine erhebliche Rolle einnehmen wird. Spätestens als Georgie beschlossen hat, um sie zu kämpfen, war mir klar, dass es ihm äußerst ernst damit ist. Und ich muss sagen, dass mir seine süße, witzige Art unglaublich gut gefällt.

Ich glaube zwar schon, dass Georgie sich deutlich mehr bei Veronica erhofft, aber eben auch sehr vorsichtig ist, weil ihm wirklich etwas an ihr liegt und er ihr nach der Trennung von Dustin Zeit geben will. Mir haben die Gespräche zwischen den beiden sehr gut gefallen. Georgie ist vielleicht nicht der Hellste, aber er hat definitiv Empathie, ein gutes Herz und einen guten Sinn für Humor. Umso schöner fand ich es, als Veronica trotz Sheldons Interview den Kontakt zu Georgie gesucht hat. Ich bin sehr gespannt, was uns bei dieser Verbindung noch erwarten wird. Es ist auf jeden Fall schön, dass man dem ältesten Cooper-Kind eine schöne Geschichte gegeben hat.

Randnotizen

  • Ich liebe die Kommentare von Missy so sehr. Es ist immer wieder amüsant, wie sie etwas auf ihre trockene Art kommentiert und so Sheldon zeitweise sprachlos macht.
  • War es nicht amüsant und erstaunlich, wie Connie sich ins Zeug gelegt hat, um die Nachbarschaft davon zu überzeugen, stolz auf Amerika zu sein. Bitte mehr solche Szenen!



Fazit

Eine Episode von "Young Sheldon", die sich erneut vorwiegend auf Sheldon konzentrierte, aber auch einige interessante Eigenschaften der weiteren Charaktere hervorgebracht hat. Es kann gerne so weitergehen.

Daniela S. - myFanbase

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