This Is Goodbye - Das Finale

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"How do I honor my father's legacy? I realized, I honor his legacy by taking what I learned from the way he lived his life and use it to shape the way I go on living mine."

Das Ende war lange absehbar, denn frühzeitig wurde bekannt gegeben, dass "This Is Us" mit Staffel 6 enden würde. Auf das Finale arbeitete man daher zielgerichtet hin, doch ist dieses Ende auch das, was wir uns gewünscht haben? Zum Schluss unseres Abschiedsspecials "This Is Goodbye" zeigen wir auf, ob wir mit dem Serienfinale zufrieden sind. Was haltet ihr von #6.18 Us?


Foto: Chris Sullivan & Chrissy Metz, This Is Us - Copyright: 2018 Twentieth Century Fox Home Entertainment
Chris Sullivan & Chrissy Metz, This Is Us
© 2018 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Immer wenn es heißt, dass die finale Staffel einer Serie ansteht, kommt mir ein Gedanke: Hoffentlich wird es gut, rund und zufriedenstellend. Bei "This Is Us" kam nach Staffel 3 die Verlängerung um drei weitere Staffeln und die Aussage, dass dann die Serie enden würde. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch gar nicht die Vorstellung, wie das Serienende aussehen könnte, denn immerhin war es noch ein Weilchen hin. Mit dem Staffel-5-Finale und der Offenbarung, dass Kate noch einmal heiraten würde, hatte ich dann einen weiteren Gedanken: Wie will man denn bitte alle angebrochenen Handlungen in der Gegenwart und Zukunft so machen, dass es ein Ende nimmt, mit dem man als Fan und möglicherweise auch Darsteller*innen zufrieden sein konnte? Ich muss auch gestehen, dass es sich für mich erst mit Episode#6.06 Our Little Island Girl (2) so angefühlt hat, dass "This Is Us" auf dem richtigen Weg war und spätestens mit #6.14 The Night Before the Wedding war ich mir dann sicher, dass jeder sein verdientes Happy End bekommen sollte und würde.

Foto: Mandy Moore, This Is Us - Copyright: 2022 20th Television; Ron Batzdorff/NBC
Mandy Moore, This Is Us
© 2022 20th Television; Ron Batzdorff/NBC

Die drei nachfolgenden Episoden fand ich richtig emotional und ich glaube, ich habe noch nie so viel Tränen vor Rührung, Freude, Traurigkeit geweint, aber auch mit dem Gefühl gehabt, dass "This Is Us" ein wirkliches Herzensstück von Cast, Crew und Macher*innen gewesen ist. Man hat gespürt, wie viel Liebe und auch Liebe zum Detail in den Dingen steckt und dass uns Fans das gegeben worden ist, was man sich selbst gewünscht hat. Das endgültige Serienfinale mit #6.18 Us war dann doch irgendwie ein kleiner Dämpfer, weil man wahrscheinlich auch mehr Blick in die Zukunft haben wollte und diese Episode dann doch so wirkte, als hätte sie auch in eine andere Staffel gepasst. Wenn ich jetzt aber nochmals drüber nachdenke, wollte man wohl eher damit aussagen, dass man jeden Moment genießen sollte und genau das habe ich bei "This Is Us" immer getan. | Daniela S.

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Foto: This Is Us - Copyright: 2022 20th Television; Ron Batzdorff/NBC
This Is Us
© 2022 20th Television; Ron Batzdorff/NBC

Ich bin in den letzten Jahren ein immer größerer Fan von früh angekündigten Serienenden geworden, weil es viel zu vielen tollen Produktionen leider verwehrt bleibt, ein schönes und rundes Ende zu bekommen. Daher fand ich das rechtzeitig angekündigte Ende bei "This Is Us" hoffnungsmachend. Dann ging die sechste Staffel los und gemächlich plätscherte die Handlung in der Gegenwart herum, obwohl uns doch allen klar war, dass wir weit in der Zukunft landen müssen. Das hat mir ehrlich gesagt etwas Sorgenfalten auf die Stirn getrieben, weswegen ich auch immer mal wieder eine Nachfrage meiner Kollegin Dani stellte: Sie werden es doch noch nicht versemmeln, oder? Diese war aber durch und durch zuversichtlich und hat damit auch recht behalten, denn die Staffel wurde besser und besser und mein persönliches Serienfinale wurde dann mit #6.15 Miguel eingeläutet. Wir waren nun endgültig in der Zukunft und ein Rädchen griff ins andere, um uns ein zufriedenstellendes Ergebnis zu liefern. Wenn man bedenkt, dass auch die Episoden kurz davor und kurz danach alle verdammt gut sind, dann ist das schon beeindruckend, auch weil die Serie bis dato so einen qualitativen Lauf noch nicht hatte.

Foto: Chrissy Metz & Justin Hartley, This Is Us - Copyright: 2018 Twentieth Century Fox Home Entertainment
Chrissy Metz & Justin Hartley, This Is Us
© 2018 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Natürlich ist das Empfinden von Qualität subjektiv, aber ich stimme den bei uns veröffentlichten Reviews allesamt zu. Aber unabhängig davon, wie man es empfunden hat, es ist nicht zu leugnen, dass die finalen Folgen unterstreichen, wie durchdacht diese Serie war, vor allem in ihrem Ende. Deswegen ein riesiges Kompliment an Serienmacher Dan Fogelman und alle weiteren Beteiligten, die so viele Details, die so viel Liebe und so viel Leidenschaft in dieses Projekt gesteckt haben, so dass ich am Ende aus dem Tal der Tränen gar nicht mehr herauskam. Die wirklich aller letzte Episode bricht dann ein wenig mit den Emotionen und auch Wochen später habe ich für mich noch nicht entscheiden können, was diese Episode für mich aussagt, aber vielleicht macht genau das es so passend, denn der deutsche Untertitel heißt bekanntlich "Das ist Leben" und das echte Leben hat nicht immer alle Antworten parat oder offenbart sie erst deutlich später. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf, dass die Rädchen vielleicht in der Zukunft noch einmal einrasten werden, kann ich die Serie gut verabschieden, denn begleiten wird sie mich ohnehin für immer. | Lena Donth

Foto: This Is Us - Copyright: 2019 Twentieth Century Fox Home Entertainment
This Is Us
© 2019 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Über die Jahre hinweg hat "This Is Us" uns oft zu Tränen gerührt und das mit den vielen kleinen und großen Geschichten, die erzählt wurden. Als dann die finale Staffel startete, hatte man als Zuschauer ein ungefähres Ziel vor Augen, denn durch die Flashforwards wurde uns in groben Zügen gezeigt, worauf die Serie hinauslaufen wird. So kam nun immer und immer wieder die Frage auf, wie sich der Weg zu diesem Finale gestalten wird und ob man es schafft, die altbekannte Emotionalität an den Tag zu legen und gleichzeitig viel Handlung unterzubringen. Zu Beginn der Staffel war ich mir unsicher, ob man tatsächlich noch alle offenen Fragen beantworten könnte und würde, besonders geknickt war ich nach #6.04 Don't Let Me Keep You, einer Episode, die so gar nicht in die finale Staffel passte und die wohl nur eingefügt wurde, um Milo Ventimiglia zum Ende hin noch einmal Tribut zu zollen. Rückblickend betrachtet war es eine schöne Geste, Jack noch einmal so viel Aufmerksamkeit zu schenken, da man ab diesem Zeitpunkt dafür sorgte, dass alle Charaktere von "This Is Us" vor dem großen Finale noch einmal glänzen konnten. Denn neben den bereits bekannten Episoden, in denen die Big Three im Vordergrund stehen, wurden in der finalen Staffel auch Jack, Beth, Miguel und Rebecca mit eigens auf sie zugeschnittenen Episoden bedacht. Ich muss sagen, dass ich beim Gedanken an das Finale von "This Is Us" somit nicht nur die letzte Episode im Sinn habe, sondern dass ich eher an all die kleinen Details denke, mit denen man die Serie in den letzten Episoden hat ausklingen lassen. Es wurde versucht, jeder Figur ein Happyend zu geben, jeder durfte sich schauspielerisch noch einmal beweisen. Dadurch entstanden zum Ende hin viele wunderschöne Episoden, die allesamt dazu beigetragen haben, dass sich das Ende der Serie sehr rund angefühlt hat.

Foto: Asante Blackk & Lyric Ross, This Is Us - Copyright: 2022 20th Television; Ron Batzdorff/NBC
Asante Blackk & Lyric Ross, This Is Us
© 2022 20th Television; Ron Batzdorff/NBC

Mit dem Blick auf die finale Episode kann ich meinen Vorrednerinnen nur zustimmen, denn sie konnte nicht ganz an die hohe Qualität der vorletzten Folgen anknüpfen. Das lag in meinen Augen vor allen darin, dass bis #6.17 The Train ein wunderbares Gleichgewicht erreicht war, da man jedem noch einmal Aufmerksamkeit schenkte und dieses wurde durch das Serienfinale dann doch wieder ins Wanken gebracht. Hier lag ein zu großer Fokus auf Randall, während seine Geschwister in den Hintergrund gedrängt wurden. Außerdem ließ man die Chance verstreichen, noch einmal ein paar schöne Flashforwards einzubauen und uns zu zeigen, was aus Jack und Hailey, Nicky und Franny sowie Tess, Annie und Déjà geworden war. Dieses Ungleichwicht ließ auch mich ein wenig murren, daher versucht ich mich lieber auf die positiven Aspekte des Finales zu konzentrieren, um die letzte Folge in guter Erinnerung zu behalten. Ich habe mich nach einer langen Durststrecke sehr gefreut, dass in den finalen Flashbacks noch einmal Parker Bates, Mackenzie Hancsicsak und Lonnie Chavis als Kevin, Kate und Randall zu sehen waren, da die Kindheitsgeschichte der Big Three mit den dreien begann und passenderweise nun auch mit ihnen beendet wurde. Außerdem dienten die Szenen mit ihnen sehr gut dazu, Rebeccas Angst, sich am Ende nur noch an die großen und nicht mehr an die kleinen Dinge erinnern zu können, zu entkräften. Denn im Finale zeigte man uns einen ganz belanglosen Tag im Hause Pearson, der dennoch ewig in Erinnerung bleiben wird. Somit stimmt mich das Serienende von "This Is Us" glücklich, weil es mit dem gewohnten Fingerspitzengefühl für hochemotionale Momente gezeigt hat, dass das Leben weitergeht. | Marie Müller

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