Bewertung: 8

Review: #7.14 Die neue Freundin

Sollte sich jemand gefragt haben, was der gute Thatcher Grey eigentlich mit der neuen Leber anstellt, die er von seiner ältesten Tochter Meredith erhalten hat, hier die Antwort: er führt ein glückliches Beziehungsleben mit einer wesentlich jüngeren Frau. Als er wegen Beschwerden, die sich letztlich als nicht gravierend herausstellen, wieder ins Seattle Grace/Mercy West muss, lernen Meredith und Lexie ihre Stiefmutter in Spe kennen und reagieren sehr gegensätzlich. Während Meredith die Sache ganz locker sieht und der Meinung ist, dass ihr Vater, nachdem er sich fast zu Tode gesoffen hat, ein bisschen Glück verdient, zeigt sich Lexie entsetzt und würde Thatchers Herzensdame am liebsten die Augen auskratzen ... oder sie zumindest chirurgisch entfernen. Am Ende nimmt sich Lexie jedoch Merediths Aufforderung, erwachsen zu werden, zu Herzen und schließt eine Art Waffenstillstand mit Thatchers Freundin.

Es fällt schon auf, dass diese Episode einen leichteren und positiveren Ton hat als die meisten anderen Folgen dieser Staffel. Die wenigen Szenen zwischen Meredith und Derek sowie zwischen Cristina und Owen sind sehr fröhlich und liebevoll, was dem oft leidgeprüften Fan schon ein bisschen das Herz aufgehen lässt. Auch Meredith und Cristina wirken wieder, als hätte es zwischen ihnen nie einen wochenlangen Konflikt gegeben. Überhaupt betont diese Folge Merediths positive Entwicklung. Sie kann inzwischen sehr viel besser mit ihrem Vater umgehen als früher. Sie bleibt zwar auf Distanz zu ihm, aber sie gönnt ihm sein Glück und lässt sich nicht mehr von ihrer Wut und Enttäuschung über sein Versagen als Vater beherrschen. Sie sagt Lexie auch ganz nebenbei, dass sie sie liebt. So etwas war bei Meredith früher undenkbar, in dieser Hinsicht ist sie ebenfalls reifer und offener geworden. Natürlich wissen wir als jahrelange Zuschauer dieser Serie, dass solche helleren Phasen gerne auch mal die Ruhe vor dem Sturm sind. Es wird auch wieder Drama rund um Meredith, Derek, Cristina und Owen geben. Gerade deshalb sollte man die schönen Momente genießen.

Da Mark von Lexie gemieden wird, hat er sich den Plan ausgedacht, Jackson zu seinem Spion und Gehilfen in allen Angelegenheiten, die Lexie betreffen, zu machen. Dieses Manöver könnte Mark allerdings schon bald bitter bereuen, denn Lexie gefällt die Zuwendung, die ihr Jackson zuteil werden lässt, und auch Jackson fühlt sich in Lexies Nähe wohl. Oh, oh! Schon in der sechsten Staffel gab es ganz zarte Andeutungen eines Flirts zwischen Lexie und Jackson. Daraus könnte nun dank Marks unbedachter Beihilfe mehr werden.

Gleichzeitig versuchen Mark und Arizona, eine gemeinsame Front gegen Callie zu bilden und sie zu einer gesunden, aber nicht gerade appetitlichen Ernährung zu zwingen. Doch in einer Zeit, in der die Menschen auf die Straße gehen, um für Demokratie zu kämpfen, weiß sich auch Callie zu wehren und fordert für sich drei Stimmen statt nur einer Stimme ein, schließlich ist sie diejenige mit dem Baby im Bauch. Auch das ist eine eher unbeschwerte Storyline.

Derweil wird uns das erwartete Wiedersehen mit der Gynäkologin Dr. Lucy Fields nicht lange vorenthalten und tatsächlich greift sie als möglicher Love Interest für Alex ins Spiel ein. Zwar sind sich die beiden erst einmal überhaupt nicht grün, aber das Eis beginnt bereits gegen Ende der Folge zu schmelzen und gerade Alex ist ja ein Experte für Romanzen, die aus Antipathie erblühen. So war es bei ihm und Izzie schließlich auch.

Maret Hosemann – myFanbase

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