Bewertung: 7

Review: #7.01 You Can't Always Trust What You See

"Chicago Med" ist aus der Pause zurück und geht in seine siebte Staffel, von der ich denke, dass sie uns hoffentlich weniger Nerven kosten wird, als es die vergangenen getan haben. Mit dem Ausstieg von Yaya DaCosta und Torrey DeVitto sowie der Beförderung von Steven Weber und den beiden Neuen im Team dürften uns einige Veränderungen bevorstehen...

Die zwei Neuen im Med

Gerne möchte ich diese Review mit dem Cast-Zuwachs beginnen. Mit Kristen Hager als Stevie Hammer und Guy Lockard als Dylan Scott haben wir zwei Neue im Med, mit denen es sicher in dieser Staffel interessant sein wird. Zumindest stehen die Zeichen dafür wirklich gut, denn alleine ihre Backstory gefällt mir gut.

Dylan Scott als ehemaliger Polizist und jetziger Arzt erinnert mich zwar sehr an Alex Park aus "The Good Doctor", mit dem ich heute noch nicht wirklich warm geworden bin, aber bei Dylan sieht das anders aus. Vielleicht liegt es daran, dass man ihn zuerst mit einem kleinen Jungen als Patienten erlebt hat, bei dem er sehr einfühlsam gewesen ist. Ich fand vor allem seine Schlussfolgerung, wie und wodurch Malik von der Klapperschlange gebissen worden ist, einnehmend.

Ich würde mich auch sehr freuen, wenn es zwischen Dylan und Jay Halstead zu einer Begegnung kommen würde, da diese in meinen Augen sehr interessant sein und werden könnte. Zumal wir dadurch sicher auch erfahren würden, weswegen Dylan nun umgesattelt und Arzt geworden ist. Ich denke zumindest bis jetzt, dass er ein großer Gewinn fürs Med ist.

Ein großer Gewinn ist auch Stevie. Zwar stößt es mir ein bisschen bitter auf, dass sie eine Verbindung zu Will Halstead hat bzw. ihn vom Studium kennt, denn irgendwas sagt in mir, dass sie ein neuer bzw. nächster Love Interest für Will ist, nachdem er nun wohl auch Sabeena Virani vergrault hat und auch Natalie Manning weg ist. Allerdings habe ich auch im Gefühl, dass Stevie sich nicht so leicht beeindrucken lässt von ihm. Sie hat durchaus eine gewisse Coolness, die sicher noch für die ein oder andere Überraschung sorgen wird.

Überrascht hat sie mich auf jeden Fall, wie gut sie Diagnosen stellen kann und ich habe mich bei ihrem Fall rund um die junge Jasmine und ihre Mutter Aleesha gefragt, ob hinter ihrer guten Beobachtungsgabe und guten Diagnostiken nicht doch noch mehr steckt. Letztlich war ich doch sehr getroffen, dass ihre eigene Mutter Terri obdachlos ist und das womöglich nicht einmal sein müsste. Gerade deswegen finde ich diese Einführung von Stevie und ihrer Mutter sehr spannend, weil sich dahinter sicher ein Drama verbirgt, mit dem wir jetzt noch nicht rechnen. Sollte dem wirklich so sein, hoffe ich, dass es das einzige Beziehungsdrama um sie bleiben wird.

"Sie machen einen guten Job"

Habe ich schon erwähnt, dass ich es liebe, Dean Archer zu hassen? Nein? Dann habe ich es hiermit nachgeholt. Für mich ist Archer wirklich ein sehr interessanter Charakter, der wunderbar von Steven Weber gespielt wird.

Vor allem weiß man bei ihm nie, was er tatsächlich bezweckt mit seinen Äußerungen, die er so tätigt. Daher hat mich das Gespräch mit Daniel Charles auf dem Parkplatz sehr fasziniert, denn es war zu offensichtlich, dass er nichts mit Daniels Fachrichtung am Hut hat und diese auch nicht ernst nimmt. Gerade deshalb war es wichtig, dass sie quasi einen gemeinsamen Fall und ein wunderbares Wortgefecht haben.

Es ist zwar bekannt, dass Zwillinge eine ganz besonders Bindung zueinander haben, bei Emma und Gemma liegt der Fall dann doch etwas anders. Es ist wirklich krass, was sie von Archer verlangt bzw. erwartet haben und es ist ehrlich gesagt auch ein bisschen verwunderlich, dass er dem nicht nachgekommen ist, wenn man mal sein Verhalten aus der vergangenen Staffel Revue passieren lässt.

Umso besser war es daher, dass er Daniel letztlich zugestehen musste, einen guten Job zu machen. In diesem Zuge fände ich es auch interessant, Archer einmal bei einem der Meetings, die er ja regelmäßig besucht, zu erleben. Vielleicht bekommen wir es ja in dieser Staffel geboten.

Will ist wieder da

Nachdem Natalie Sharon Goodwin gestanden hat, dass sie die Medikamente der Studie entwendet hat, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis man Will wieder ins Med holen würde. Allerdings bin ich mir nicht sicher, was ich zu der Art und Weise sagen soll.

Vor allem dass Sharon es ist, die Will zum Spitzeln 'anheuert' überrascht mich doch sehr. Jedoch: Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen und Matt Cooper scheint einer von der ganz besonderen Sorte zu sein. Ich könnte mir vorstellen, dass es nicht leicht sein wird, ihn dingfest zu machen, zumal er zu wissen scheint, was er tun muss.

Bei dieser ganzen Sache musste ich doch herzlich über Will lachen, als er meinte, er würde nie lügen. Er scheint somit irgendwelche Gedächtnisprobleme zu haben und sollte vielleicht demnächst an solch einer Studie teilnehmen – als Patient. Denn Will hat schon öfter mal die Wahrheit zu seiner und der Gunst der anderen verdreht oder ausgedehnt und das weiß auch Sharon, denn Will geht es dabei immer um Gerechtigkeit und genau hier, setzt auch Sharon an. Dennoch hoffe ich, dass man das Ganze nicht allzu weit ausdehnt, denn solche Stories rund um Will hatten wir nun doch schon mehr als genug.

Randnotizen

  • Mir hat es gut gefallen, dass man Will und Natalie eine Abschiedsszene gegeben hat und die nochmals unterstrichen hat, wie gut sie als Freunde funktionieren.
  • Durch den Weggang von Natalie könnte ich mir auch vorstellen, dass sich nun eine Männerfreundschaft zwischen Will und Crockett Marcel entwickelt, zumindest haben mir die Ansätze gut gefallen.
  • Ein bisschen schade finde ich es, dass der Weggang von April Sexton nur so am Rande erwähnt wurde.
  • Ich bin mal gespannt, wie lang die Genesung von Ethan Choi dauert und ob er danach wieder völlig geheilt ist.
  • Ich freue mich auch, wie es in der Mutter-Tochter-Beziehung mit Maggie Lockwood und Vanessa Taylor weitergeht.



Fazit

"Chicago Med" ist unter den drei Chicago-Serien schon seit einigen Jahren in meinen Augen das Sorgenkind, jedoch muss man bei diesem Auftakt zugeben, dass das Medizindrama einen guten Start hingelegt hat und ich hoffe, dass Staffel 7 stabil sein wird.

Daniela S. - myFanbase

Diese Serie ansehen:


Vorherige ReviewÜbersichtNächste Review

Diskussion zu dieser Episode

Du kannst hier mit anderen Fans von "Chicago Med" über die Folge #7.01 You Can't Always Trust What You See diskutieren.