Bewertung: 7

Review: #2.01 Ein Kühlschrank, viele Zeitungen und Stützräder

Foto: Lance Barber, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Lance Barber, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

"Young Sheldon" meldet sich aus der Pause zurück und stellt wieder Sheldon verstärkt in den Vordergrund. Das ist aber in keinem Fall negativ gemeint, denn #2.01 A High-Pitched Buzz And Trainig Wheels schafft es sehr gut, dass die anderen Hauptcharaktere wunderbare Momente mit Sheldon haben.

Das Summen

Nach dem Finale der ersten Staffel hatte ich zwar gehofft, dass man im Auftakt etwas darüber erfährt, ob sich Sheldon und John an die Beziehungsrahmenvereinbarung halten oder nicht. Stattdessen wurde uns eine Episode präsentiert, in der wir erneut erleben, dass Sheldon sehr speziell ist und damit seine Familie in den Wahnsinn treibt. Das hat man zwar schon des Öfteren erlebt, doch noch nie war es so schlimm, dass George seinem Sohn sagt, wie enttäuscht er von ihm ist und diesen damit zum Weinen bringt.

Der Auslöser dafür ist Sheldons Sensibilität auf Geräusche und ein Summen, welches er zunächst nicht orten kann. Jeder von uns kennt das, wenn Geräusche einen in den Wahnsinn treiben können, doch die meisten akzeptieren und ignorieren es dann. Auch Sheldon bekommt diesen Tipp von seinem Vater, den er aber nicht annehmen möchte oder vielmehr nicht annehmen kann.

Logischerweise geht er der Sache auf den Grund und nimmt dafür den ganzen Kühlschrank auseinander, obwohl George das Ganze überprüft und nichts festgestellt hatte. Dazu muss man allerdings auch sagen, dass Sheldon sich von nichts abbringen lässt. Zudem ist er ein bisschen zu sehr von sich selbst überzeugt und möchte seiner Mutter klar machen, den Kühlschrank auch wieder zusammenbauen zu können. Als dieses jedoch nicht gelingt, muss ein Handwerker her und die Coopers müssen die Rechnung bezahlen.

Sheldon und sein Job

Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass man George einmal so aufgebracht sehen würde. Zugegeben hat er manchmal deutlich gemacht, dass Mary Sheldon zu sehr bemuttert und er seinem Sohn selbst auch schon mal klar gemacht hat, dass sein Verhalten nicht in Ordnung ist – doch immer in einem ruhigen Ton. Diesmal wurde er nicht nur laut, sondern hat Sheldon auch gesagt, wie enttäuscht von ihm ist. Daraus entstand aber auch eine wunderbare und rührende Szene zwischen den Zwillingen, die mir sehr gut gefallen hat.

Wie sehr es Sheldon weh getan hat, dass sein Vater von ihm enttäuscht ist, zeigte sich auch darin, dass er sich einen Job gesucht hat, um ihm das Geld schnell zurückzahlen zu können. Ehrlich gesagt hatte ich auch Zweifel, ob Zeitung austragen das Richtige für Sheldon ist. Wenn wir an die allererste Folge zurückdenken, war er nicht gerade erfreut, als Mary ihn zum Spielen nach draußen geschickt hat und Rad fahren gehört meiner Meinung auch nicht zu den Dingen, die Sheldon besonders mag.

Allerdings hat Sheldon auch Stolz und möchte mit George wieder im Reinen sein. Auch Mary weiß das, weswegen sie ihren Sohn (an seinem ersten Tag) nicht aus den Augen lässt und mit ansehen muss, wie ein Misserfolg den anderen jagt. Denn wie wir bereits aus "The Big Bang Theory" wissen, ist Sheldon sportlich total unbegabt, was sie auch beim Verteilen der Zeitung sehr deutlich wird.

Somit konnte man aber auch darauf warten, dass Sheldon früher oder später die Nerven verliert und sowohl seinen Mitschülern als auch seiner Familie deutlich macht, wie anstrengend die letzten Tage für ihn waren.

Sehr gut hat mir gefallen, dass George es war, der das Gespräch mit seinem Sohn gesucht und ihm klar gemacht hat, dass jeder manchmal lange Tage hat. Bereits in der ersten Staffel gefiel mir das Vater-Sohn-Gespann sehr gut und bei diesem Gespräch war George wieder einmal der ruhige Vater, wie man ihn seit dem Start kennt und ich denke, dass Sheldon genau diese Ruhe bei diesem Gespräch gebracht hat.

Randnotizen

  • Nachdem Sheldon feststellen musste, dass seine Finger nach dem Zusammenlegen der Zeitung vollkommen schwarz waren, hatte ich eigentlich gedacht, dass er seinen Job gar nicht erst antreten wird.
  • Neben den amüsanten Kommentaren von Georgie, Missy und Mrs. Macelroy fand ich die gemeinsame Szene von Sheldon und Connie sehr gelungen, als er unbemerkt in ihr Bett gekrochen kam, weil er durch das Summen nicht schlafen konnte.
  • Brenda Sparks habe ich kein bisschen vermisst. Auch in dieser Episode lässt sie durchblicken, Sheldon nicht besonders zu mögen. Daraus könnte man auch schließen, dass Bobbi ihre Boshaftigkeit von ihrer Mutter geerbt hat.



Fazit

Der Auftakt der zweiten Staffel des "The Big Bang Theory"-Spin-Offs kann eine gute Leistung hervorbringen. Als Zuschauer konnte man vor allem die Umarmung von Sheldon und Missy genießen. Auch bei George hat man in dieser Episode einen anderen, sehr überraschenden Charakterzug gesehen, der ihn aber durchaus interessant macht. Ich bin gespannt, was uns die zweite Staffel von "Young Sheldon" bieten wird!

Daniela S. - myFanbase

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