Bewertung: 6

Review: #2.02 Das andere Wunderkind, seine Eltern und noch ein Bier

Foto: Iain Armitage, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Iain Armitage, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Mit der Einführung von Paige lernen wir ein weiteres Genie kennen. Durch sie reagiert Sheldon sehr eifersüchtig und auch die Coopers erkennen, dass ihr Sohn spezieller als Paige ist und müssen akzeptieren, wieder niemanden zum Reden zu haben.

Paige das Genie

In der ersten Staffel von "Young Sheldon" entschied sich Sheldon dazu, die Vorlesungen am College von Dr. John Sturgis zu besuchen. Zu diesem Zeitpunkt war mir zwar klar, dass außer Sheldon kein anderes Kind an den Vorlesungen teilnehmen wird, doch ich war mir auch sicher, dass diese Situation zur gegebenen Zeit eintreten wird.

Mit dieser Episode ist es so weit und wir lernen Paige kennen, die mich optisch sehr an Bobbi Sparks erinnert. Doch anders als diese ist Paige nett, liebenswert und nicht nur so alt wie Sheldon, sondern auch so klug wie er. Eigentlich passen die beiden perfekt zusammen, oder? Nicht wenn es nach Sheldon geht. Schließlich ist er auch später dafür bekannt, dass er es nicht gerne sieht, wenn jemand anderer auch nur ansatzweise genauso intelligent ist wie er. Kein Wunder also, dass er ziemlich eifersüchtig reagiert, als er das Gefühl bekommt, John bevorzuge das Mädchen. Damit ist der Plot für diese Episode geschaffen und man konnte bereits in den ersten Minuten erahnen, dass das Aufeinandertreffen von den beiden kein allzu gutes Ende nehmen wird.

Logisch auch, dass Connie die erste ist, die eine Ladung von Sheldons Unmuts abbekommt, da sie ihn noch immer zu den Vorlesungen fährt. Mir hat die Szene dennoch sehr gut gefallen, weil nochmals unterstrichen wurde, dass Connie anscheinend wirklich diejenige ist, die ihren Enkel am besten versteht. Sie kann nachvollziehen, dass er vielleicht nicht mal etwas gegen Paige als Person hat. Sheldon hat es meiner Meinung nach vielmehr gewurmt, dass John sie bevorzugt hat. Schön, dass Connie das erkannt hat und dadurch auch nachvollziehen konnte, warum ihr Enkel nicht darüber erfreut war, dass Mary und George Paige samt ihrer Eltern zu sich eingeladen haben.

Neue Bekanntschaften?

Nach dieser Botschaft wäre ich am liebsten mit Connie gegangen. Denn man konnte schon erahnen, dass es bei diesem einmaligen Treffen bleiben würde. Zum einen weil Paige viel offener als Sheldon ist, was körperliche Nähe angeht und man dies schon bei der Begrüßung ausmachen konnte. Zum anderen, da Mary und George sich gewissermaßen selbst ins Aus geschossen haben. Aber der Reihe nach.

Eigentlich fand ich es toll, dass Paige sich anfangs gut mit Sheldon verstanden hat. Vielleicht wäre er auch über einen längeren Zeitraum mit ihr ausgekommen, hätte sie nichts Negatives über Sheldons Idol Professor Proton gesagt. Allerdings war das nur die Spitze des Eisbergs, denn wie wir wissen, hasst es Sheldon, wenn jemand besser ist als er. Da er damit nun mal absolut nicht umgehen kann, war abzusehen, dass er bald die Nerven verlieren würde. Eigentlich schade, denn ich hätte gerne noch gesehen, ob die beiden nicht doch eine Freundschaft zueinander aufgebaut hätten.

Ähnliches gilt auch für die Coopers und die Eltern von Paige. Ich hätte es interessant gefunden, ob die Eltern der beiden nicht doch noch mehr Gemeinsamkeiten bei ihren Kindern und letztlich nicht auch bei sich hätten feststellen können. Doch auch hier hat man einen Weg gewählt, der sehr schnell deutlich gemacht hat, dass es keine Freundschaft zwischen den Elternpaaren geben wird. Man hat aber hier gemerkt, dass die Eltern von Paige eher unwohl fühlen und sich in meinen Augen künstlich gegeben haben und dadurch einfach nicht authentisch wirkten.

Im Gegensatz zu Paige und deren Eltern hatte die ältere Tochter der Familie eine richtig tolle Chemie zu Georgie und Missy. Offenbar ist der Grund, dass sich die drei durch die Intelligenz ihrer Geschwister benachteiligt fühlen. Man hat mit jeder weiteren Szene zwischen ihnen bemerkt, wie ähnlich sie sich sind. Genau deswegen finde ich es bedauerlich, dass man aus dieser Handlung offenbar nicht mehr macht.

Denn Sheldon hat in Tam einen Freund und auch George hat in Herschel einen Freund. Wie Mary bereits zu Sheldon sagte, hat sie keine wirklichen Freunde und ähnlich scheint es auch Georgie und Missy zu ergehen, was ich schade finde und hoffe, dass sich dies in dieser Staffel noch ändern wird.

Randnotiz

  • Ich fand es toll, dass Connie John ins Geswissen geredet hat, damit Sheldon nicht mehr eifersüchtig auf Paige ist und jener es auch umgesetzt hat. Bitte mehr von solchen Szenen, die unterstreichen, wie aufmerksam John ist.



Fazit

Diese Episode hatte gute und wichtige Ansätze, doch leider haben die Autoren von "Young Sheldon" einiges an Potenzial verschenkt. Durch das Auftauchen von Paige und ihrer restlichen Familie hätte man wunderbare Bekanntschaften und sogar Freundschaften knüpfen können. Doch das wiederkehrende Verhaltensmuster von Sheldon machte das nicht möglich. Schade.

Daniela S. - myFanbase

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