Bewertung: 6

Review: #3.15 Auf die Kinder der Nacht

Mit Episode #3.15 Auf die Kinder der Nacht scheint sich "Shadowhunters" langsam von seinem Tief zu erholen und konzentriert sich mehr auf die wichtigen Dinge, die bis zum großen Serienfinale noch aufgearbeitet werden sollten.

Vernichtung von Heidi

Ganz sicher bin ich mir noch nicht, was ich über das Ableben von Heidi denken soll. Zum einen bin ich natürlich froh, dass sie endlich und ein für alle Mal von der Bildfläche verschwunden ist. Auf der anderen Seite fand ich den Abschluss des Handlungsbogen übereilt und leider auch zu vorhersehbar.

Mir war bereits zum Ende der letzten Episode klar, dass Heidi sich noch nicht geschlagen geben würde, als sie den Mord an den Werwölfen organsiert hat. Dafür war sie in meinen Augen viel zu sehr auf ihre Rache fixiert, als dass sie sich 'nur' mit diesem Massenmord zufrieden gegeben hätte. Zudem ist Heidi ziemlich manipulativ, was sich auch in dieser Episode zeigt. Dabei hat es mich weniger erschreckt, dass sie Griffin und die anderen an die Shadowhunters ausgeliefert hat oder den anderen Vampiren weismachen wollte, dass sich in ihren Reihen ein Verräter aufhält. Viel schockierender fand ich hier Alecs Naivität. Mir ist klar, dass er auch bei Heidi einen Beweis gebraucht hätte, um sie in den Gard zu schicken. Aber mal ehrlich: Es gab doch genug Hinweise, dass man ihr nicht trauen konnte und Alec lässt sie einfach davon kommen, sobald sie ihm die 'Schuldigen' genannt hat? Das hat mich ziemlich geärgert, da ich Alec nie für leichtgläubig gehalten habe. Wenn ich mich an die Anfänge der Serie zurückerinnere, als er Clary zunächst nicht vertraut hat, da sie Valentines Tochter ist und bei Heidi schien er nicht einmal einen leisen Hauch von Zweifel zu hegen. Hier hat mir Isabelle sehr viel besser gefallen.

Auch Simon konnte in meinen Augen bei dem Handlungsbogen punkten. Er hatte bisher eigentlich am meisten unter Heidi zu leiden und ich fand es gut, dass er versucht hat, Heidi mit Hilfe von Noras Aussage zu überführen. Allerdings war es mir auch hier viel zu offensichtlich, dass sie ihm und Maia einen Schritt voraus sein und Nora erneut Leid zugefügen würde, damit sie nicht auffliegt und somit auch nicht für ihre Taten bestraft wird. Da es Simon durch Magnus gelingt, doch noch eine Ausage von Nora zu erhalten, wäre sie letztlich für ihr Handeln zur Rechenschaft gezogen worden. Allerdings kann ich auch Maia verstehen, die ihr Rudel rächen wollte. Der Kampf zwischen Maia und Heidi ging mir aber zu schnell, ebenso wie deren Ableben. Hier hätte ich mir definitiv noch mehr gewünscht. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass Maias Genugtuung über den Mord nicht ewig anhalten wird. Zumal sie auch die Freundschaft zu Simon mit diesem Alleingang aufs Spiel gesetzt hat und ich frage mich, ob ihr dieser Preis dafür am Ende nicht doch zu hoch gewesen ist. Simon wirkte auf mich nämlich nicht so, als würde er ihr ihr Handeln so schnell vergeben.

Zwangsvereinigung?

Bereits in meiner letzten Review hatte ich die Vermutung, dass es bald zu einer Zusammenkunft von Clary und Jonathan kommen würde und die Episode macht den ersten Schritt in diese Richtung. In der letzten Episode hatte Clary die Chance, ihren Bruder vorübergehend auszuschalten und hat es nicht getan. Dass der Grund dafür ihre geschwisterlichen Gefühle für Jonathan sein könnten, halte ich allerdings nach wie vor für absolut absurd. Dann hätte Clary in meinen Augen auch beim Mord an Valentine Bedenken haben müssen, da er ihr Vater ist. Vielmehr wird für mich immer deutlicher, dass die Verbindungsrune dafür verantwortlich ist. Vielleicht hat Lilith dafür gesorgt, dass die Rune nicht nur dafür da ist, dass die beiden den Schmerz des jeweils anderen fühlen, sondern dass besonders Clary daran erinnert wird, dass sie Valentines Tochter ist und somit zu Jonathan gehört. Auch könnte ich mir vorstellen, dass die Rune aktiver wird, je länger die Geschwister von einander getrennt sind und sie auf diese Art zusammenführen möchte.

Leider habe ich auch Zweifel daran, dass die Stillen Brüder etwas an Clarys Zustand ändern können. Vielmehr vermute ich, dass Clary Jonathan in seinem Verhalten ähnlicher wird und dass sie letztlich vielleicht gar keine Kontrolle mehr darüber haben wird, was sie tut. Somit könnte es tatsächlich passieren, dass sie von Aline doch noch dem Rat gemeldet wird.

Was sonst noch war

  • Ich habe ein bisschen Angst, dass Luke aufgrund seiner Schuldgefühle gegenüber dem Rudel eine falsche Entscheidung treffen könnte und diese dann nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, so dass Clary dadurch eine weitere Person in ihrem Leben verliert, die ihr wichtig ist.
  • Mir gefiel es recht gut, dass wir Magnus einmal eifersüchtig erlebt haben. Das macht ihn nicht nur umso sympathischer, es zeigt auch, wie wichtig ihm Alec ist.
  • Ich bin gespannt, wer Magnus jetzt helfen kann. Dass seine Probleme mit der Magie immer größer werden, war schon lange abzusehen. Ich hätte aber nicht gedacht, dass es tatsächlich so schlimm wird.
  • Ich denke, wir haben Raphael zum letzten Mal gesehen. Irgendwie ist es schade. Zwar konnte ich mit ihm und Isabelle als Liebespaar nie viel anfangen. Aber die abschließende Szene hat dennoch sehr schön ihre enge Verbindung unterstrichen und zeigte, wie wichtig und emotional dieser Abschied für beide gewesen ist.



Fazit

"Shadowhunters" kommt mit sehr sehr kleinen Schritten aus seinem Tief zurück und kann zumindest mit schönen Momenten punkten. Sehr spannend bleibt es auch um Clary und Jonathan und ich hoffe, dass uns die Auflösung nicht enttäuschen wird.

Daniela S. - myFanbase

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