Bewertung: 7

Review: #5.11 Die Stadt der Engel

Foto: Amber Riley, Mike O'Malley & Romy Rosemont, Glee - Copyright: 2014 Fox Broadcasting Co.; Adam Rose/FOX
Amber Riley, Mike O'Malley & Romy Rosemont, Glee
© 2014 Fox Broadcasting Co.; Adam Rose/FOX

Episode #5.11 Die Stadt der Engel von "Glee" stellt die Nationals in den Vordergrund. Durch das Andenken von Finn wirkt das Ganze wie ein Serienende und als Ende kann man es durchaus bezeichnen, denn es ist ein Abschied vom Glee Club, der schön emotional dargestellt wird.

Die Nationals in Los Angeles

Neben den Regionals sind auch die Nationals immer ein besonderes Highlight bei "Glee". Allerdings sind sie diesmal sehr viel emotionaler. Denn Sue hat damit gedroht, sollten die New Directions nicht gewinnen, wird sie den Club schließen. Man muss wohl nicht betonen, dass dadurch enormer Druck auf die Kids ausgeübt wird. Allerdings ist für mich diesmal das Besondere, dass man sowohl Burt als auch Carole einbezieht, um so noch einmal Finn zu ehren bzw. zu gedenken. Berührt haben mich vor allem Caroles Worte. Natürlich kennt eine Mutter ihr Kind sehr genau, doch ich hatte nie wirklich das Gefühl, Carole hat viel mit dem Glee Club zu tun. Abgesehen von den Erzählungen ihres Sohnes und der Hochzeit mit Burt kam da nie viel bei mir an.

Umso schöner fand ich es, dass Carole die Truppe genauso motiviert hat, wie es eben auch Finn getan hätte. Ich denke, dass es auch besonders wichtig für Sam gewesen ist, eine solch motivierende Rede zu hören. Denn seien wir doch einmal ehrlich: Finn hatte gute Anführerqualitäten, wurde von allen geliebt und wird nach wie vor vermisst. Es ist also kein Wunder, wenn Sam Zweifel hat. Mir gefiel auch gut, dass Will das Potenzial in ihm sieht und Sam das auch vermittelt hat, indem er ihn nochmals erinnert hat, wer ihn eigentlich in den Club geholt hatte. Somit konnte die Gruppe gut gelaunt nach Los Angeles zu den Nationals fahren, was sich auch im Song schön widergespiegelt hat und für mich durchaus zum Ohrwurm wurde.

Ehrung und Entscheidungen

Seit dem Start der Serie ist es ja so, dass, egal wie tragisch alles im Vorfeld gewesen ist, die New Directions bei den Regionals und Nationals meistens eine gute Platzierung bekamen oder als Sieger hervorgingen. Sues Drohungen sind nichts Neues, denn Sue nutzt sie eben seit dem Start der Serie. Allerdings hat sich das Blatt nun doch gewandelt, schließlich ist sie nun Direktorin und kann Entscheidungen selbst treffen und letztlich auch zu ihnen stehen.

Somit verwunderte mich auch nicht, dass die New Directions nicht gewonnen haben und dadurch auch klar ist, dass der Club geschlossen wird. Sicher ist das Ganze traurig, denn der Club ist der wichtigste Bestandteil der Serie. Allerdings finde es auch gut, dass vor allem Sue hier konsequent vorgegangen und nicht eingeknickt ist und so den Kids neue Möglichkeiten für ihre Zukunft offenstehen.

Letztlich hat sie auch das ausgesprochen, was Will all die Jahre eigentlich nur von seiner Emma gehört hat: Er kann stolz auf das sein, was er in den vergangenen vier Jahren geschafft hat. Recht hat sie. Immerhin hat Will durch die wöchentlichen Treffen mit den Kids erreicht, dass diese mehr Selbstbewusstsein entwickeln und an ihre Träume glauben und einfach für das eintreten, was ihnen wichtig ist.

Genau deswegen fand ich es auch sehr schön, dass die Kids drei Lieblingssongs von Finn gesungen haben, die einfach auch unterstreichen, dass er immer ein Teil des Clubs bleiben wird und sie ihm dankbar sind und er ihnen immer wichtig sein wird. Ebenso gut konnte ich auch Carole verstehen, der es zeitweise enorm schwer fiel, Zeit mit den Kids zu verbringen, weil es auch deutlich macht, dass Finn nicht mehr da ist und ihr das noch immer unglaublich weh tut. Dadurch konnte ich auch gut nachvollziehen, dass sie Tina an den Kopf warf, dass sie noch ein Leben hat. Denn auch wenn Tina im Moment keine Glücksphase hat, sollte ihr bewusst sein, dass auch wieder bessere Zeiten kommen werden. Ich hätte es Carole und Burt auch nicht verübelt, wären sie nicht zurückgekommen. Dass sie sich anders entschieden haben, zeigt, wie stark besonders Carole ist. Als sehr emotional empfand ich es dann auch, wie leid es den Kids tat, nicht gewonnen zu haben. Für sie ging es nicht ums Gewinnen, sondern dass sie Carole und Burt ein Andenken an Finn überreichen hätten können. Wenn ich mir diese Szene noch einmal ins Gedächtnis rufe, steigen mir schon wieder Tränen in die Augen, weil es so berührend ist.

Eine herbe Entscheidung hat auch Marley getroffen. Sie wird den Glee Club verlassen. Diese Entscheidung hängt eben auch vor allem damit zusammen, dass Melissa Benoist für "Supergirl" verpflichtet wurde; dennoch fand ich ihre Entscheidung und vor allem ihre Begründung deswegen sehr überraschend. Sie hat mehrere Tapes eingeschickt und nicht einmal eine Antwort erhalten, was natürlich frustrierend ist. Allerdings hat Marley einmal zu ihrer Mutter gesagt, dass sie gar kein Star werden möchte, sondern dass ihre Songs im Radio gespielt werden sollen. Irgendwie ist es schade, dass jetzt der Eindruck entsteht, dass genau das nicht mehr ausreichend zu sein scheint.

Diese Entscheidung nutzte man gleich in zwei Punkten sehr gut. Zum einen ziehen Ryder und Jake wieder an einem Strang. Mir hat die Freundschaft der beiden schon immer gut gefallen, umso trauriger fand ich es, dass sie wegen Marley in Streit geraten sind, zumal sie ohnehin klar gemacht hat, erst einmal Single bleiben zu wollen. Der zweite Punkte ist natürlich die Einbindung von Mercedes in die ganze Sache. Mercedes ist sowieso das beste Beispiel dafür, dass man nicht aufgeben sollte. Ich hoffe, dass es bei Marley geholfen hat und sie dadurch wieder an sich und ihr Gesangstalent glauben kann.

Randnotizen

  • Obwohl Throat Explosion tolle Kostüme hatte, hat mich das nicht vom Hocker gerissen.
  • Ich bin gespannt, ob sich Rachel und Santana nach dieser Nachricht versöhnen werden. Auch wenn man die beiden und Kurt nur kurz gesehen hat, wurde doch deutlich, dass immer noch dicke Luft herrscht.
  • Schön, dass man bei den Lieblingssongs von Finn auch entsprechende Aufnahmen eingeblendet hat. Dadurch wurde umso deutlicher, dass sie ihm gewidmet sind. Ebenso wie die zwei Drumsticks.



Fazit

Diese Episode hat wieder einmal gezeigt, warum ich "Glee" nach wie vor mag. Selbst wenn die Story den ein oder anderen Schnitzer aufzeigt, so kann die Serie noch immer gut die Balance zwischen Drama, Unterhaltung und Emotionen halten. Die Episode unterstrich noch einmal, dass Finn niemals in Vergessenheit geraten wird.

Daniela S. - myFanbase

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