Bewertung: 5

Review: #4.02 When To Let Go

Mit #4.02 When to Let Go von "Chicago Med" wird das große Crossover-Event fortgesetzt und zeigt uns den Kampf ums Überleben von Pat Halstead und Stella Kidd.

Wir sind ihre Familie

Ehrlich gesagt hatte ich Stellas Zustand als gar nicht so gefährlich und lebensbedrohlich eingeschätzt, wie er uns in dieser Episode präsentiert wird. Nachdem ihr Sauerstoff zur Neige ging und sie letztlich ohnmächtig wurde, hatte ich nicht damit gerechnet, dass sie auch noch eine schwere Blutung hat, die ihre Lunge schädigen kann.

Trotzdem war ich mir von Anfang an sicher, dass sie überleben wird. Die Frage war nur noch, wie körperlich fit Stella danach noch ist. Denn durch die schwere Blutung steht für Connor Rhodes und Ethan Choi fest, dass sie ihr einen Lungenflügel entfernen müssen und nur damit das Überleben Stellas sichern können. Mich hat diese Möglichkeit sehr erschreckt, denn wie Kelly Severide schon richtig gesagt hat, ist Stella mit Leib und Seele Feuerwehrfrau. Oder könnt ihr euch vorstellen, dass sie bei keinem der nächsten Einsätze mehr dabei ist? Ich mir nicht. Als Hope in der vergangenen Staffel versucht hat, Stella an den Schreibtisch versetzen zu lassen, war dies schon nicht gut, deshalb fand ich es richtig, dass Kelly und die anderen für sie gekämpft haben, denn sie sind nun mal Stellas Familie.

Gut gefallen hat mir auch, dass Connor dadurch ins Grübeln kam und seine Meinung nochmal revidiert und sich dazu entschlossen hat, alles dafür zu tun, damit Stella überlebt und ihren Beruf weiterhin ausüben kann. Zugegeben hatte ich in der Szene, als ihr Blutdruck so abgesackt ist, etwas Bedenken, ob alles gut gehen wird. Ich finde es aber immer wieder toll, wenn Connor über sich hinauswächst, auch wenn Ava Bekker nicht allzu sehr darüber erfreut war und das Ganze als Glückssache angesehen hat. Daumen hoch für Connor!

Allerdings gibt es einen Daumen nach unten für Ethan! Seine plötzliche Eifersucht auf Kelly missfiel mir sehr. Er hat überhaupt keinen Grund zur Eifersucht. Ihm müsste ja klar sein, dass April Sexton Mitgefühl für Kelly hat, da sie ihn schon lange kennt und auch weiß, dass er schon einmal einen herben Verlust erlitten hat. Mir hat sehr gut gefallen, dass sie für Kelly da war und ihm beigestanden hat, denn ein zweites Mal hätte er so einen Verlust wohl nicht überstanden. Vielleicht bilde ich es mir ein, aber die Szene zwischen Kelly und Stella wirkte auf mich dann so, als wolle er ihr einen Heiratsantrag machen. Oder er war wirklich nur unheimlich froh, dass sie alles überstanden hat.

Ich war kein guter Sohn und kein guter Bruder

In meiner Review zu #7.02 Going to War von "Chicago Fire" hatte ich schon die Vermutung geäußert, dass mit Pat noch etwas passieren wird. Dabei hatte ich aber absolut nicht damit gerechnet, dass er hirntot sein würde! Das war wirklich ein Schock, auch weil meine Gedanken sehr viel weitergingen. Denn durch Pats Hirntod, haben die Halstead-Brüder wieder ein Thema, bei dem sie verschiedene Meinungen haben, die zum Streit führen. Denn anders als Will Halstead, will Jay Halstaed den Tod seines Vaters noch nicht akzeptieren. Mir taten beide Brüder sehr leid, nicht nur weil sie sich gegenseitig Vorwürfe gemacht haben, sondern weil sie beide einen Verlust zu verkraften haben.

Gerade deswegen fand ich das Verhalten von Gwen Garrett unfassbar. Im Finale der dritten Staffel fand ich sie wirklich toll, doch mit jedem weiteren Auftritt wird sie mir unsympathischer. Vielleicht handelt sie in erster Linie im Sinne des Krankenhauses, aber ihre Art und Weise, wie sie Verständnis und ihre Hilfe angeboten hat und damit eigentlich nur erreichen wollte, dass zumindest Jay noch weiter um das Überleben seines Vaters kämpft, finde ich nicht in Ordnung, denn letztlich ging es nur darum, dass man dem Krankenhaus im Fall des Todes nichts vorwerfen kann. Ich bin froh, dass Jay noch ein Einsehen hatte und bin gespannt, ob sich Sharon Goodwin wegen der Vorkommnisse noch mit Gwen anlegen wird. Da die beiden sich ohnehin nicht grün sind, könnte das im weiteren Staffelverlauf noch interessant werden.

Randnotizen

  • Ich finde es gut, dass die Autoren offenbar etwas daraus machen, dass der Tod der jungen Mutter und ihres Babys Brian 'Otis' Zvonecek noch lange beschäftigen wird. Zumal Otis immer derjenige ist, der eher unwichtige Handlungen bekommt.
  • Mir hat auch gefallen, dass Daniel Charles erkannt hat, dass Otis (vorerst) in guten Händen bei seiner Truppe ist.
  • Der Patientenfall von Sharon und Natalie Manning hat mich sehr berührt. Ich konnte die Bedenken bzw. die Entscheidung der Eltern durchaus nachvollziehen. Wer will seinem Kind noch einmal zumuten, dass es aufgrund der Verbrennungen gemobbt wird? Ich wünschte, wir könnten diesen Fall länger begleiten, damit wir erfahren, welchen Kampfgeist das Mädchen entwickelt.
  • Sehr schade finde ich, dass Natalie ihr Beileid über Pat an Will praktisch zwischen Tür und Angel ausgesprochen hat. Ich meine, die beiden sind verlobt und bekommen gerade mal zwei kurze Szenen zusammen?!
  • Es scheint so, als wäre Jane Doe die wichtigste Person bei diesem Crossover. Die Frage ist nur: Wurde sie entführt oder ist sie geflüchtet? Und was hat dieser mysteriöse Typ damit zu tun?



Fazit

Der zweite Teil des Crossover-Events lässt in meinen Augen eher zu wünschen übrig. Denn obwohl wir uns nun bei "Chicago Med" befinden, gingen die meisten Charaktere eher unter und wenn sie dann doch zu sehen waren und Handlungsstränge hatten, wirkten diese eher lieblos und deplatziert. Sehr schade, denn die Autoren können es sonst besser. Ich bin mal gespannt, welcher Abschluss uns in "Chicago P.D." geboten wird.

Daniela S. - myFanbase

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