Bewertung

Review: #14.12 Coming in Hot

Foto: Joe Minoso, Chicago Fire - Copyright: 2025 Open 4 Business Productions LLC. All Rights Reserved.; Peter Gordon/NBC
Joe Minoso, Chicago Fire
© 2025 Open 4 Business Productions LLC. All Rights Reserved.; Peter Gordon/NBC

Vor Beginn der zwölften Staffel wurde für OneChicago angekündigt, man wolle sich mehr auf die mentale Gesundheit konzentrieren. Viel gesehen hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht bzw. man hat da ziemlich wenig gemacht, wenn ich an Derrick Gibson denken. Nun haben wir die Hälfte von Staffel 14 bei "Chicago Fire" erreicht und siehe da. Wir beschäftigen uns nicht nur mit mentaler Gesundheit, wir erleben auch mit, welche körperlichen Folgen der Beruf eines Feuerwehrmanns hat und das könnte der Anfang der Handlung sein, warum Dermot Mulroney alias Dom Pascal sich eine längere Auszeit nimmt.

Es ist schon einige Episoden her, seit das Haus von Christopher Herrmann und seiner Familie abgebrannt ist und wir hatten auch eine kleine Pause, bevor man die Handlung weiter voran getrieben hat bzw. treibt. Es wird zwar noch eine Weile dauern, bis die Familie wieder ihr altes Grundstück erneut bebauen kann, ich fand es aber sehr spannend, wie man Annabelle Herrmann immer mehr in den Fokus rückt. Von den Herrmann-Kindern ist sie diejenige, die das meiste Profil bisher bekommen hat. Ich fand es auch logisch, dass sie nach den Geschehnissen an Angstzuständen leidet. Immerhin wollte sie an dem Tag des Brandes eigentlich zuhause bleiben. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das bei ihrer Angst ein wesentlicher Faktor ist, von dem sie weiß, dass sie dagegen etwas tun muss. Ebenso logisch fand ich die Besorgnis beider Elternteile, die wollen, dass es ihrer Tochter besser geht. Erschreckend fand ich hier auch die Erwähnung von ChatGPT, was mittlerweile in aller Munde ist. Ich denke, für Annabelle war es ebenso wichtig, dass sie sich erst einmal an die KI wendet, um das Geschehen für sich selbst zu verarbeiten. Ich denke, ihre Eltern sind da die nicht ganz richtige Anlaufstelle. Zum einen, weil es eben die Eltern sind und damit einen ganz anderen Stand haben, wie beispielsweise Violet Mikami, die echt cool hier agiert hat, und zum anderen sind Annabelles Eltern eben auch noch beim 'stillen' Verarbeiten und Kinder, besonders Teenager, haben die Angewohnheit, ihren Eltern nicht noch mehr Kummer machen zu wollen, und dennoch wollen sie ihrem Kind helfen.

In gewisser Weise wurde in dieser Episode auch noch einmal unterstrichen, wie familiär "Chicago Fire" ist. Ich habe mich zwar im ersten Moment gewundert, weswegen man Stella Kidd in diese Storyline mit einbaut, es aber mit 'Girls on Fire' zu verbinden, gefiel mir gut. Für mich kommt das eh zu kurz, allerdings fand ich diesmal auch Kylie Estevez etwas überflüssig. Ich würde sie ja lieber als Feuerwehrfrau im Einsatz sehen, zumal sie ohnehin nur hin und wieder vorbeischaut. Durch Annabelles Ängste hat man 'Girls on Fire' gleich auch noch eine neue Facette gegeben. Bei der Einführung des Programms ging es anfangs lediglich darum, dass auch Frauen mehr in den Beruf eingegliedert werden. Zum ersten Mal kam für mich diesmal zur Sprache, dass es auch darum geht, das Selbstbewusstsein zu stärken. Genau das brauchte auch Annabelle, da Angst bekanntermaßen kein guter Ratgeber ist. Ich habe aber nicht erwartet, dass sich Annabelle gleich einschreiben würde. Herrmann war nicht begeistert und von Cindy Herrmann will ich erst gar nicht anfangen. Ich bin gespannt, wie sie letztlich reagieren wird. Vielleicht werden wir dahingehend ja sogar überrascht. Ich hoffe, wir werden Annabelle öfters sehen, da damit auch die Dynamik auf der Wache geändert wird und ich bin zu gespannt auf Herrmanns weitere Reaktionen.

Neben der mentalen Gesundheit wurde diesmal auch angesprochen, welche körperlichen Schäden Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen durch den Job haben können. Nicht nur, dass sie bei Einsätzen umkommen könnten, man muss auch mögliche Folgeschäden bedenken. In den Anfangsstaffeln haben wir erfahren, dass Chief Boden zum Lungentest musste. In Staffel 13 befürchtete Jack Damon, nicht mehr als Feuerwehrmann arbeiten zu können und auch diese Episode befasst sich mit einer ähnlichen Thematik und es sieht ganz so aus, als würde man die Begründung dafür einleiten, weswegen Dermot Mulroney als Pascal für den Rest der Staffel – bis auf das Finale – nicht mehr zu sehen sein wird. Bei einem Einsatz wird Tony schwerer verletzt, als im Textilmarkt Feuer ausbricht und Bolzen wegbrechen. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Einsätze die 51 zu meistern hat und zu welchen Ergebnissen sie dabei kommen. Gut gefallen hat mir die Konstellation von Pascal und Joe Cruz. Dadurch, dass Kelly Severide gerade in Cleveland ist, darf Cruz endlich einmal glänzen und er hat für meinen Geschmack seine Sache wahnsinnig gut gemacht. Ich denke allerdings, dass der Einsatz nur der Aufhänger für Pascals Handlung an sich gewesen ist. Mit Chief Cranston haben wir einen kurzlebigen Charakter (im wahrsten Sinne des Wortes) kennengelernt, der uns noch etwas mehr Aufschluss über Pascals Vergangenheit gegeben hat. Wir wissen zwar, was damals in Miami passiert ist. Wir wussten aber bisher nicht genau, was in Chicago passiert war, sodass er gleich die Stadt verlassen hat.

Es war ein Einsatz, bei dem Pascals Rat von Cranston nicht befolgt wurde und es zu einem Todesfall kam, der hätte verhindern werden können und weshalb Pascal Chicago verlassen hat. Zwischen ihm und Cranston hat man die Anspannung schon bemerkt, als sie den Einsatz noch einmal besprochen haben. Doch dann wandelte sich die Dynamik, die ich allerdings nicht deuten konnte. Ich ging aber auch davon aus, dass das Komitee zusammenkam, weil Cranston Pascal bloßstellen wollte. "Chicago Fire" hat mit der Enthüllung des Todes eigentlich bewiesen, dass sie noch immer die Fähigkeit haben, einen Wow-Effekt zu kreieren und vor allem dann auch noch mit der Aussage von Catherine Hargrave, dass Cranston diesmal den Rat von Pascal befolgt hat. Umso interessanter war dann dessen Reaktion. Ich frage mich wirklich, ob das der Beginn für Pascals Abwesenheit sein wird. Nach der jetzigen vierwöchigen Pause bekommen wir das Crossover-Event zu sehen, bei dem sicherlich die aktuellen Handlungsstränge weitgehend außen vorgelassen wurden und Mulroney lediglich noch in der darauffolgenden Episode zu sehen sein wird. Es könnte aber auch sein, dass Annette Davis damit zu tun hat, die ja offenbar im Hintergrund ihr Spielchen vorantreibt.

Ich nahm allerdings auch an, dass es mit Lizzie Novak und John Frost vorangeht. Allerdings nach den Entwicklungen zwischen den beiden in "Chicago Med" und wenn man Lizzie so reden hört, bildet sich anscheinend doch ein Liebesdreieck zwischen ihr, Violet und Sal Vasquez. So richtig glücklich bin ich mit der aktuellen Situation nicht, weil Violet jetzt sicherlich ein riesiges Geheimnis um ihre Beziehung (?) mit ihm machen wird. Ich denke, dass ich somit Darren Ritter in nächster Zeit mehr vermissen werde, war er doch immer ein guter Zuhörer, Vermittler und Ratgeber in solchen Sachen.

Fazit

"Chicago Fire" hat seine Sache gut gemacht und Fehler aus den vergangenen Staffeln im Großen und Ganzen wieder wettmachen können. Ich bin mal gespannt, wie es nach dem Crossover-Event weitergehen wird. Die Weichen sind auf jeden Fall gestellt.

Daniela S. - myFanbase

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