Bewertung

Review: #14.11 Frostbite Blue

Foto: Chicago Fire - Copyright: 2025 Open 4 Business Productions LLC. All Rights Reserved.
Chicago Fire
© 2025 Open 4 Business Productions LLC. All Rights Reserved.

Es war die Episode, auf die viele Fans von "Chicago Fire" gewartet haben und natürlich auf die Rückkehr von Jake Lockett alias Sam Carver. Ich war auch auf diese Episode gespannt. Nachdem ich die Vorschau gesehen habe, hatte ich eine Theorie, wie die Handlung ausgehen würde. Hatte ich recht?

Wie viele andere wahrscheinlich auch, war ich nicht von dem Ausstieg von Lockett begeistert. Grund dafür war, weil man erst etwas zwischen Carver und Violet Mikami aufgebaut hat und es unnötigerweise in die Länge gezogen wurde, bis es dann vorbei war. Dennoch hat man zu Beginn der Staffel bemerkt, dass die Gefühle der beiden noch nicht erloschen sind, was Violet letztlich als verpasste Chance bezeichnet hat. Mit diesem 'Hintergrundwissen' und der Bekanntgabe über die Rückkehr, war ich mir irgendwie ziemlich sicher, wir müssten uns auch von Violet verabschieden. Vielleicht hatte ich nicht alleine diese Theorie, die allerdings nicht eingetroffen ist. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob mich die Entwicklung glücklich machen wird, die uns geboten wurde. Carver wieder auf der Wache zu haben, war schon schön, zumal man ihn in der vergangenen Staffel nicht besonders gut behandelt hat und sein Ausstieg eben viel zu überraschend und schnell kam, auch wenn er storytechnisch durchaus Sinn gemacht hat. An der Dynamik zwischen ihm und Violet ist dabei jedoch nichts verloren gegangen. Leider spricht das auch für ihren Eiertanz, den sie bei seiner Verabschiedung gemacht haben. Ich ging ja davon aus, dass man Violet mit Carver gehen lässt. Das hätte für mich mehr Sinn ergeben, als das, was es tatsächlich war. In gewisser Weise hatten die beiden ja nun ihren Abschluss. Allerdings sorgte dieser Abschluss eher dafür, dass Violet jetzt wohl offiziell mit Sal Vasquez zusammen ist.

Ich bin mir wie gesagt nicht sicher, was ich davon halten soll. Ich mag die Szenen zwischen den beiden durchaus, allerdings auf rein platonische Art und nicht als Sprungbrett für eine Liebesgeschichte. Dazu hätte es die Rivalität zwischen den beiden Feuerwehrmänner nicht gebraucht. Zumindest nicht in meinen Augen. Viel interessanter hätte ich ein Gespräch zwischen Violet und Carver gefunden oder, dass Carver auch mal einen Einsatz mitfährt. Aber es ging lediglich nur darum, dass der Staffelstab von Carver an Vasquez übergeben wird und Violet quasi dazu gehört. Sehr schade, dass man aus diesem Gastauftritt nicht mehr gemacht hat. Dadurch empfand ich auch Violets ganze Aufregung bzgl. der Rückkehr Carvers fast schon unnötig. Gut gefallen hat mir jedoch, dass man mal wieder eine ausgelassene Szene zwischen Violet, Lizzie Novak und Stella Kidd zu sehen bekommen hat, die meiner Meinung nach in der letzten Zeit etwas zu kurz kam und die noch einmal unterstrichen hat, wie eng diese Freundschaft mittlerweile ist.

Viel toller fand ich da die Storyline von Christopher Herrmann. Ich finde es ja immer wieder unterhaltsam, wenn er sich über Dinge aufregt, die eine ganze Menge Leute toll finden, und er dann immer erst davon überzeugt werden muss, dass er überreagiert hat. Ähnlich war es auch diesmal mit Larry Langer. Wobei Herrmann natürlich auch recht hat. Die meisten dieser Unternehmer scheffeln schon genügend Geld, nur um dann noch mehr zu bekommen. Zum Glück war es diesmal anders und mir hat gut gefallen, dass man den Einsatz und seine eigene private Situation miteinander verbunden hat. Schon vor einigen Episoden sprachen Christopher und Cindy Herrmann darüber, dass sie am liebsten ihr neues Haus wieder auf dem Grundstück aufbauen wollen würden, wo das abgebrannte mal stand. Sie haben es zwar nicht ausdrücklich ausgesprochen, aber es war für mich persönlich deutlich, dass sie beide den Gedanken hatten, dort wieder bauen zu wollen. Ein bisschen hinten runtergefallen ist diese Haussuche schon. Wenn man sich Herrmann so anhört, dann haben sie entweder in der letzten Zeit nur Häuser besichtigt, die entweder kilometerweit weg oder Bruchbuden waren. Deshalb ist es schön, dass Larry Herrmann helfen konnte. Er und seine Familie sind wieder Zuhause. Sehr gut hat mir in diesem Zusammenhang auch gefallen, wie man Randall 'Mouch' McHolland eingebunden hat. Ich vermisse ihn schon sehr. Man merkt, dass auf der Wache etwas fehlt, seitdem er versetzt worden ist. Das Frühstück von ihm und Herrmann war durchaus gelungen. Auch wenn es nur kurze Aspekte gewesen sind, aber für mich wurde noch einmal deutlich, dass sie schon eine langjährige Freundschaft haben. Spätestens beim Einsatz war aber deutlich zu erkennen, dass Mouch sich absolut nicht wohlfühlt auf seiner neuen Wache und dass seine Erfahrungen überhaupt nicht geschätzt werden und man konnte sehen, dass ihn dies ziemlich knickt. Wie ich schon schrieb, haben Mouch und Herrmann eine langjährige Freundschaft, in der sie sich wahnsinnig gut kennengelernt haben. Die Rollen sind nun quasi vertauscht und Herrmann ist nun der Fels in der Brandung für seinen Freund. Ich bin mir absolut sicher, dass wir Mouch bis zum Staffelende wieder auf der 51 begrüßen werden, denn das ist sein Zuhause und da gehört er hin.

Sein Zuhause hat auch irgendwie Tom Van Meter verloren. Damit meine ich nicht, wo er wohnt oder seine Vater-Tochter-Beziehung, sondern sein Zuhause in seinem Beruf. Ich bin ja froh, dass er diese Brandstiftung überhaupt überlebt hat, was ja zeitweise überhaupt nicht danach aussah. Ich kann auch gut verstehen, dass er sich nicht nutzlos fühlen will. Zudem war das gepaart mit der Angst, nicht mehr diensttauglich zu sein. Das ist durchaus ein großer Einschnitt in seinem Leben. In der letzten Episode ließ seine Tochter ja auch verlauten, dass Van Meter für den Job lebt. Also ist er jetzt auch noch in ein tiefes Loch gefallen und hat vielleicht auch noch eine leichte PTBS. Das ist schon ein Haufen, den er da verarbeiten muss. Dennoch haben mich seine ausfallenden Worte gegenüber Kelly Severide durchaus erschreckt, haben sie mich doch auch ans vergangene Staffelfinale erinnert und ich nahm für einen kurzen Moment an, dass es hier eine Verbindung gibt. Allerdings denke ich auch, dass Van Meter Zeit zur Erholung und Genesung braucht, aber auch die Gewissheit haben muss, gebraucht zu werden... Wollen wir uns nicht alle gebraucht fühlen? Interessant fand ich hier, wie man Stella zu Wort hat kommen lassen. Noch kürzlich hat sie nicht verstanden, was in ihrem Mann vorgeht und jetzt macht sie so eine Wendung mit einem Rat, bei dem ich erstaunt bin, dass er von ihr kommt. Allerdings hat sie recht. Van Meter ist wie Benny Severide, sie beide wollen ein Vermächtnis hinterlassen. Cleverer Schachzug. Auch wenn Kelly nicht zur Familie von Van Meter gehört, so sind sie doch durch Benny irgendwie familiär in ihrem Handeln und Wesen verbunden. Ich hoffe einfach, dass er den Test bestehen wird. Van Meter ist hart im Nehmen und ich denke, er wird sich vor allem durchbeißen, weil er nun eine (weitere) Aufgabe hat, der er gerecht werden will.

Fazit

Mit dem Gastauftritt von Jake Lockett als Carver hat man sich nur bedingt einen Gefallen getan, weil man es vielleicht hätte anders darstellen sollen. Die restlichen Handlungsbögen hat man dafür aber gut weitergeführt. Mal sehen, was die nächsten Episoden noch so bringen werden.

Daniela S. - myFanbase

Die Serie "Chicago Fire" ansehen:

myFanbase integriert in diesem Artikel Links zu Partnerprogrammen (bspw. Amazon, Apple TV, WOW, RTL+ oder Joyn). Kommt es nach dem Aufruf dieser Links zu qualifizierten Käufen der Produkte, erhält myFanbase eine Provision. Damit unterstützt ihr unsere redaktionelle Arbeit. Welche Cookies dabei gesetzt werden und welche Daten die jeweiligen Partner dabei verarbeiten, erfahrt ihr in unserer Datenschutzerklärung.


Vorherige Review:
#14.10 ???
Alle Reviews

Diskussion zu dieser Episode

Du kannst hier mit anderen Fans von "Chicago Fire" über die Folge #14.11 Frostbite Blue diskutieren.