DVD-Rezension: And Just Like That..., Staffel 3

In den USA bei HBO Max und in Deutschland bei WOW wurde von Mai bis August 2025 die dritte Staffel von "And Just Like That..." ausgestrahlt. Insgesamt zwölf Episoden erwarteten die Fans. Letztlich handelt es sich dabei auch um die finale Staffel, die am 19. Februar 2026 auf DVD in den deutschen Handel kam.
Inhalt
Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker) versucht damit zurechtzukommen, dass sie Aidan Shaw (John Corbett) nur alle paar Wochen sieht und er ansonsten bei seinen Söhnen ist. Schließlich reist sie auch dorthin und lernt alle kennen. Obwohl sich Aidan letztlich für eine Zukunft mit Carrie in der Stadt entscheidet, muss sie erkennen, dass es nichts werden kann. Stattdessen freundet sie sich mit Duncan Reeves (Jonathan Cake) an, der Nachbar unter ihr, der ebenfalls Autor ist. Miranda Hobbes (Cynthia Nixon) vertieft indes ihre Beziehung mit Joy (Dolly Wells) und auch Anthony Marantino (Mario Cantone) schmiedet Pläne für die Zukunft mit Giuseppe (Sebastiano Pigazzi), allerdings kommt ihnen dabei dessen Mutter Gianna 'Gia' Amato (Patti LuPone) fast in die Quere. Lisa Todd Wexley (Nicole Ari Parker) ist in ihre Arbeit versunken, wodurch sie ihre Ehe vernachlässigt, und zeigt Interesse an ihrem neuen Cutter Marion Odin (Mehcad Brooks). Charlotte York-Goldenblatt (Kristin Davis) fürchtet sich unterdessen vor einer möglichen Zukunft ohne Harry Goldenblatt (Evan Handler).

© Warner Bros. Home Entertainment
Rezension
Ich kann nicht gerade behaupten, dass "And Just Like That..." seit dem Start im Jahr 2021 zu den Überfliegern gehörte. Bereits bei der Ankündigung der Fortsetzungsserie von "Sex and the City" hatte ich den Eindruck, dass es thematisch einfach zu gewollt ist, gesellschaftliche Aspekte in ein Format einzubauen, dass damals verdammt gut funktioniert hat, jetzt aber wohl nur gewisse Themen 'abarbeitet', weil es eine bestimmte Erwartungshaltung an die Film- und Fernsehlandschaft gibt, die man wohl erfüllen will. Trotzdem muss ich sagen, dass "And Just Like That..." in Mitte der zweiten Staffel seine Stabilität gefunden hat – zumindest so, dass es nicht mehr so gewollt wirkte. Nach dem Finale der zweiten Staffel hatte ich sogar darauf gehofft, man würde eine dritte Staffel in Auftrag geben. Man hat sich nicht nur an die Charaktere gewöhnt, sondern auch die Handlungen soweit vorangetrieben, dass diese ausbaufähig gewesen sind. Ich hatte in etwa in der Mitte der dritten Staffel angenommen, es würde sich um die finale Staffel handeln.
Auch wenn ich nie wirklich Fan von der Beziehung zwischen Carrie und Aidan gewesen bin, so hätte es mir ganz gut gefallen, wenn die beiden auf dem Lande glücklich geworden wären. Immerhin hat man die Szenen dahingehend gut gestaltet. Ich hatte sogar den Eindruck, Carrie freundet sich mit Wyatt Shaw (Logan Souza) an, der ihr das Leben sonst immer mehr als schwer gemacht hat. Doch mit dem Auftauchen der restlichen Familie, wodurch Carrie neue Infos bekommen hat, wie lange Kathys (Rosemarie DeWitt) neuer Partner schon mit ihr zusammen ist und dennoch noch immer nicht richtig akzeptiert wurde, war das für mich der erste Stein, der alles zum Einsturz bringen würde. Bereits in der Mutterserie war ich kein besonderer Fan von Aidan, war er doch oftmals viel zu kindisch und das hat sich nicht geändert. In meinen Augen ist er es gewesen, der die Beziehung zu Carrie eigentlich vermasselt hat. Wie sehr Carrie allerdings über die Jahre gewachsen ist, hat ihre Ansage an Aidan gezeigt und ich glaube ich war noch nie stolzer auf sie, als in diesem Augenblick. Für mich hätte sie auch gut zu Duncan gepasst. Jonathan Cake für diese Rolle zu casten, war ein cleverer Schachzug und er wirkte hier auch sympathischer als damals bei "Desperate Housewives". Wobei ich sagen muss, dass Duncan anfangs auch etwas unsympathisch daherkommt. Man hat es allerdings besser hinbekommen, die Gründe dafür zu benennen. Da Duncan ebenfalls Autor ist, hat man gleich eine Basis zwischen den beiden Charakteren entwickelt, aus der man ruhig hätte mehr machen können. Allerdings hat man zu viel Zeit mit Aidan verschwendet, obwohl ich mir ziemlich schnell sicher war, Carrie würde ihre Liebe zu Aidan und ihre Zukunft mit ihm in einem Buch niederschreiben. Leider wurde kurz vor Ende angekündigt, dass diese Staffel aus zehn Episoden hätte bestehen sollen. Man hat allerdings noch zwei hintendran gehangen, damit es runder wirkt, was in meinen Augen nicht der Fall gewesen ist. Auch in der dritten Staffel hat man eben versucht, heutige gesellschaftliche Themen mit einzubinden, was gut hätte funktionieren können. So richtig dahinter gestanden haben die Autoren allerdings nicht. In der heutigen Gesellschaft ist es vollkommen in Ordnung, wenn eine Frau als Single glücklich ist und das darf und sollte auch in der literarischen Sprache so sein.

© Warner Bros. Home Entertainment
Die zwei finalen Episoden wirkten ohnehin auf mich, als hätte man sie reingequetscht, damit möglichst jeder Charakter noch ein Happy End hat, welches aber auch offen für Spekulationen über die Zukunft im Off zulässt. So war es auch bei Miranda und dies hat nichts mit Joy zu tun. Mir hat es ausgesprochen gut gefallen, wie man die Beziehung der beiden langsam aufgebaut hat und ich verstehe auch, dass Steve Brady (David Eigenberg) und Brady Hobbes (Niall Cunningham) ein Teil von ihrem Leben sind. Doch die finalen Episoden haben leider gezeigt, warum Miranda seit dem Start von "And Just Like That..." so negativ von den Zuschauern und Zuschauerinnen bewertet worden ist. Für mich war es leider auch too much, was sie sich geleistet hat.
Lisas Handlung hatte zwar gute Ansätze, die aber entweder im Sande verlaufen sind oder fehlerhaft waren. Seit der ersten Staffel arbeitet sie an einem Dokumentarfilm über Schwarze Frauen, dessen Ergebnis wir aber nie zu Gesicht bekommen werden. Schade, denn gerade dies war eines der Themen, das in die Fortsetzungsserie aufgegriffen worden ist. Spannend wäre auch gewesen, ob sie sich tatsächlich auf ihren neuen Cutter eingelassen hätte. Auch hier waren die Ansätze da, die aber mit den restlichen Episoden eher verflogen sind, obwohl Lisa in den finalen Episoden ihre Ehe bzw. die Langlebigkeit dieser eher in Frage gestellt hat, nur um dann doch wieder eine Kehrtwende zu machen.

© Warner Bros. Home Entertainment
Gut gefallen hat mir dann doch Seema Patels (Sarita Choudhury) Handlung. Es ist zwar nicht sicher, dass Adam Karma (Logan Marshall-Green) die große Liebe ist, nach der sie so lange gesucht hat, aber auch hier wurde das gesellschaftliche Thema Altersunterschied angeschnitten und mir hat dieser offene Abschluss am besten Gefallen. Dasselbe kann ich auch über Charlotte sagen, die in dieser Staffel einiges zu ertragen hatte. Wie auch bei Lisa kam hier der (mögliche) Verlust eines geliebten Menschen zur Sprache. Was bei Lisa aber drehbuchtechnisch fehlerhaft war, hätte ich mir handlungstechnisch etwas mehr bei Charlotte und Harry gewünscht. Durch seine Krebserkrankung wäre es sicherlich machbar gewesen, seine Behandlung mitverfolgen zu können. Stattdessen war nach einem kurzen Zwinkern schon alles über die Bühne gegangen. Ich will aber nicht allzu sehr jammern. Die Kernaussage hat für mich definitiv gestimmt, dass man einfach dankbar dafür ist, wenn man noch mehr Zeit mit einem Menschen verbringen kann, den man liebt und das hat sich Charlotte nach dieser Staffel verdient. Ein offenes Happy End bzw. angedeutetes Happy End haben auch Anthony und Giuseppe bekommen, was mich freut, nachdem Gia deutlich gemacht hatte, wie sehr sie gegen eine Verbindung war.
Technische Details & Specials
Als Bonusmaterial ist enthalten:
- Carries neues Zuhause
- Wer hat's gesagt?
Für die finale Staffel finde ich dieses Bonusmaterial etwas einfallslos. Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn sich der Cast und die Crew zur Serie geäußert hätte und es ggf. Pannen zu den Dreharbeiten gegeben hätte.
Erscheinungstermin: 19. Februar 2026
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: über sieben Stunden (12 Episoden)
Bildformat: 16:9 – 1.78:1
Sprachen (Tonformat): Deutsch, Englisch
Fazit
Die dritte Staffel von "And Just Like That...", die sich dann als finale Staffel herausgestellt hat, hatte gute Ansätze, die in meinen Augen mit den beiden dran gehängten Episoden aber eher kaputt gemacht wurden. Dadurch wurden die Fans eher frustriert zurückgelassen.
Daniela S. - myFanbase
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