Bewertung

Review: #7.14 Daran gewöhnt man sich nie

Foto: Charles Vandervaart & Florrie May Wilkinson, Outlander - Copyright: 2023, 2024, 2025 Sony Pictures Television Inc. All Rights Reserved.; 2023 Starz Entertainment, LLC; Robert Wilson/Starz/Sony Pictures Television
Charles Vandervaart & Florrie May Wilkinson, Outlander
© 2023, 2024, 2025 Sony Pictures Television Inc. All Rights Reserved.; 2023 Starz Entertainment, LLC; Robert Wilson/Starz/Sony Pictures Television

Das näher rückende Staffelfinale ist deutlich zu spüren, da man nach einigen hochemotionalen Episoden nun wieder auf das Kriegsfeld zurückkehrt. Dadurch geht es dieses Mal nur in kleinen Schritten voran, wodurch die einzelnen Handlungselemente auf eine gemeinsame Zielgerade gebracht werden.

"Ye dinna get used to this."

Diese Episode bietet ein paar schöne Parallelen zu früheren Staffeln, angefangen mit dem Hause Fraser/Grey, wo die Rollen nun vertauscht sind. Nachdem die Rebellen die Kontrolle über Philadelphia übernommen haben, nimmt Jamie die Rolle des Hausherrn ein und John muss sich in die Rolle des Gefangenen fügen. Diese Umkehr der Verhältnisse zu denen aus Staffel 3 könnte nicht deutlicher ins Auge springen und es ist interessant zu sehen, wie sich die beiden Männer mit der neuen Situation arrangieren. John, der schwer an seinen Prinzipien rütteln musste, um es zurück in sein Haus zu schaffen, wohlbehalten wiederzusehen, ist eine Erleichterung, während es sich sehr fremd anfühlt, ihn in dieser untergeordneten Position zu erleben. Was jedoch gut zusammenpasst ist, dass er und Jamie ihren noch immer nicht ausdiskutierten Streit beiseiteschieben, um sich stattdessen auf Williams Wohl zu fokussieren. Es geht doch nichts über ein gemeinsames Ziel, damit man einen Streit vergisst. Interessant ist jedoch, dass es dieses Mal nicht Jamie ist, der sich als Held auf den Weg macht, um einen seiner Liebe zu retten, so wie er es im Verlauf von "Outlander" schon unzählige Male tat. Dieses Mal lässt er John diese Aufgabe übernehmen und ich denke, dass dies die Männer wieder eng zusammenschweißen wird. Wo Jamie unterdessen nicht aus seiner Haut kann, ist bei der Inspektion seiner Männer. Es fühlt sich gut und richtig an, dass Jamie hier eine persönliche Note mit einfließen lässt und sich freundlich jenen zuwendet, die er kommandieren soll.

Ganz anders erlebt William die Rückkehr in das Lager der Briten, wo er wegen seines liederlichen Aussehens getadelt wird. Ich muss sagen, dass William in dieser Episode die Figur ist, die die stärksten emotionalen Momente mit sich bringt. Zum einen bekommen wir deutlich zu spüren, dass er noch immer nicht mit sich im Reinen ist. Zum anderen schafft er es trotzdem, sich von einer ebenso sanften und führsorglichen Seite zu zeigen, wie sein Vater. Mir gefällt es sehr gut, auf welch simple Weise man die Gemeinsamkeiten der beiden Männer hervorhebt. Zudem ist es nicht nur gefühlsmäßig so, dass man die Vater-Sohn-Verbindung zwischen Jamie und William hervorhebt, sondern auch geschichtlich. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie Jamie in Staffel 2 den kleinen Fergus aus einem Bordell unter seine Fittiche nahm und nun tut William mit Jane und Fanny genau das gleiche.

William ist es auch, dem man in dieser Episode den Cliffhanger überlässt. Wo man zuletzt noch zweifelte, auf welcher Seite Captain Richardson denn nun steht, kann man jetzt sagen, dass es ganz eindeutig nicht die Seite Williams ist. Ich bin gespannt, wie sich sein Komplott gegen ihn entwickeln und an welcher Stelle John zu Williams Rettung eilen wird.

Während die Handlung rund um Roger dieses Mal leider pausiert, geht es bei Brianna hoch her. Wir dürfen hier einige spannungsgeladene Szenen miterleben, doch auch wenn diese gut umgesetzt sind, muss ich sagen, dass sich mir Robs Plan noch immer nicht erschließt. Warum hat er Männer in Briannas Haus postiert und warum stellt er selbst lieber Fiona und den Kindern nach, als sich ebenfalls in Lallybroch aufzuhalten? Erhofft er sich eine zweite Entführung, um den Weg zum Gold zu finden? Das ist ein Handlungsstrang, den man nur vage nachvollziehen kann und ich hoffe, dass man ihm noch ein wenig mehr Tiefe einhaucht, anstatt Brianna mit ihren Kindern einfach in eine andere Zeit abtauchen zu lassen – in die Rob ihr schließlich problemlos folgen könnte, da er ja immerhin Rogers Leidfaden für Zeitreisende gelesen hat.

Kurze Eindrücke

  • Das Drehbuch zu dieser Episode wurde von Diana Gabaldon höchst selbst geschrieben.
  • Zum wiederholten Mal, fand ich die Szene zwischen Ian und Rachel zu lang und eintönig. Ich befürchte, kein großer Fan der beiden zu werden.
  • Wer beschützt Jane und Fanny, während William auf Botengang ist?
  • Mrs. Figgs direkte Art ist äußerst amüsant.
  • Als Deckname benutzt John zwei seiner Vornamen, genau wie Jamie es in Staffel 3 tat.

Fazit

Es sind vor allem die kleinen Ähnlichkeiten zwischen den Figuren, durch die diese Episode besticht, seien es Charakterzüge oder Erinnerungen daran, dass es dem anderen einmal ganz ähnlich erging. Handlungstechnisch geht es zielgerichtet, wenn auch in sehr kleinen Schritten, auf das Staffelfinale zu.

Marie Müller - myFanbase

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