Episode: #1.01 Sassenach

Sechs Monate nach dem Ende des zweiten Weltkriegs verbringen Claire Randall und ihr Ehemann Frank die zweiten Flitterwochen in dem schottischen Dorf Inverness. Der Besuch bei dem Steinkreis Craigh na Dun hat ungeahnte Folgen für sie und bringt sie in das Jahr 1743, wo sie auf den schottischen Clan der MacKenzies trifft.

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Caitriona Balfe, Outlander
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Claire Randall berichtet, dass immer wieder Menschen verschwinden und dass es in den meisten Fällen dafür eine Erklärung gibt. Beim Betrachten einer Vase in einem Porzellanladen in Inverness fällt ihr auf, dass sie niemals lang genug an einem Ort gelebt hat, um sich jemals eine Vase zu kaufen, und so niemals eine gewisse Stabilität in ihrem Leben erhalten hat. Dadurch kommt sie dazu, sich an den Tag zu erinnern, an dem der zweite Weltkrieg endete, in dessen Zeit sie als Krankenschwester in einem Lazarett gearbeitet hat. Sie beschließt die Vase nicht zu kaufen und fragt sich im Nachhinein, ob ihr Leben, wenn sie diese Vase doch gekauft hätte, anders verlaufen wäre, dennoch würde sie jede Entscheidung, die sie getroffen hat, mit ihrem jetzigen Wissen noch einmal so treffen.

Sechs Monate nach dem Ende des Krieges verbringt Claire die zweiten Flitterwochen mit ihrem Mann Frank in einem Dorf in den Highlands. Während des Krieges lebte das Paar fünf Jahre getrennt voneinander und so hoffen sie, ihre neuen Persönlichkeiten durch diese Ferien wieder besser kennenzulernen. Als sie in Inverness ankommen, fällt ihnen auf, dass einige der Türrahmen mit Blut angestrichen sind. Die Gasthausbesitzerin, Mrs. Baird, erklärt ihnen, dass das Blut von einem schwarzen Hahn kommt und dass es sich dabei um ein Ritual handelt, bei dem es darum geht, St. Odharan zu ehren. Frank als jemand, der sich sehr für Geschichte interessiert und einen Lehrauftrag in Oxford hat, hat schon von der Legende gehört. Da auch in wenigen Tagen Samhain stattfindet, erinnert Mrs. Baird das Paar daran, dass zu dieser Zeit Geister durch die Straßen wandern, die Gutes oder Schlechtes vollbringen können.

In ihrem Zimmer fällt Frank auf, wie sehr das Bett quietscht, so dass Mrs. Baird wohl mitbekommen würde, wenn sie versuchen ein Kind zu zeugen. Als Frank anschließend nach einem Buch greift, zieht Claire ihn auf, dass sie auf diese Weise wohl keinen Erben bekommen werden. Sie fängt an auf dem Bett herumzuspringen und Frank macht schließlich mit, bis die beiden anfangen Sex zu haben.

Am nächsten Tag erkunden Claire und Frank die Landschaft, dabei zeigt Frank ihr eine Hügelformation, Cocknammon Rock, an der früher britische Soldaten patrouilliert haben, um so schottischen Rebellen aufzulauern. Das bringt Claire dazu zu erzählen, dass ihr Franks Leidenschaft für Geschichte nichts ausmacht, weil sie nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Onkel Lamb, einem Archäologen, aufgewachsen ist, und sie bei ihm vieles gelernt hat, wie das Anzünden von Zigaretten, was sich für eine Dame eigentlich nicht gehört.

Sie kommen bei Castle Leoch an und Claire berichtet, dass während sie sich für Pflanzen und Kräuter interessiert, ihr Mann ein Interesse für Genealogie, insbesondere für seinen Familienstammbaum, entwickelt hat. Sie glaubt, dass er dadurch seine Arbeit im zweiten Weltkrieg für den britischen Geheimdienst vergessen kann, bei der er viele Spione in feindliche Lager geschickt hat, von denen einige nie wieder zurückkehrten. Die beiden erkunden die Ruine der ehemaligen Burg und Claire verführt ihren Mann trotz der schmutzigen Umgebung.

Bei einem Besuch bei Reverend Wakefield nutzt Frank die Gelegenheit um seiner Ahnenforschung nachzugehen, wobei er Hinweise auf seinen direkten Vorfahren Jonathan Wolverton Randall, dem Captain der British Dragoons, findet. Als sie darauf zu sprechen kommen, dass Jonathan Randall, auch "Black Jack" genannt, die Schotten schikaniert hat, erwähnt Claire, dass die Schotten immer noch nicht gut auf die Engländer zu sprechen sind, weil sie selbst in einem Pub "Sassenach" genannt wurde. Reverend Wakefield erklärt ihr, dass es keine Beleidigung, sondern ein Begriff für "Engländer" oder für "von außerhalb stammend" sei. Die drei werden durch das Auftauchen der Haushälterin, Mrs. Graham, unterbrochen, mit der Claire kurz darauf eine Tasse Tee trinkt. Mrs. Graham bietet ihr an aus ihren Teeblättern zu lesen, allerdings findet sie dort ungewöhnliche Formationen, so dass sie auch aus Claires Hand lesen möchte. Die Linien ihrer Hand deuten komischerweise an, dass Claire zur selben Zeit mit zwei Männern vorheiratet ist. In dem Moment erscheinen Reverend Wakefield und Frank, die vermuten, dass Jonathan Randall einen geheimen Beschützer hatte, der ihn vor Ärger bewahrte. Sie überlegen, ob der Duke of Sandringham die schützende Hand über ihn gehalten haben könnte. Diesen Augenblick nutzt Claire um sich vorzeitig zu verabschieden und schon nach Hause zurückzukehren, dabei geht sie an dem Porzellanladen mit der Vase vorbei. Sie erzählt dabei, dass sie zu dem Zeitpunkt nicht wusste, dass sich für sie die Zukunft weniger wichtig als die Vergangenheit gestalten würde.

Später kehrt Frank nach Hause zurück und sieht einen Schotten auf der Straße, der Claire durch ihr Fenster beobachtet. Als Frank den Mann anspricht, scheint dieser ihn zu streifen, wobei Frank aber keinen Kontakt spüren kann, und ist danach spurlos verschwunden. In dem Moment fällt der Strom in dem Haus aus. Nach seiner Rückkehr erzählt Frank Claire von der unheimlichen Begegnung und fragt sich, ob dieser Schotte jemand gewesen sei, den Claire während ihrer Arbeit als Krankenschwester behandelt hat. Nach und nach geht Claire auf, dass ihr Mann ihr unterstellt untreu gewesen zu sein, und sie wird wütend, doch Frank beruhigt sie und sagt ihr, dass wenn es der Fall gewesen wäre, er es hätte nachvollziehen können. Nach ihrer Versöhnung schlafen die beiden miteinander und Claire erzählt, dass Sex für Frank und sie wie eine Brücke ist, auf der sich beide wiederfinden können, sobald sie Hindernisse zu überwinden haben. Nach dem Sex erklärt Frank Claire, dass er sich einen Wecker stellen wollte, um die örtlichen Hexen, einem Druiden-Zirkel, bei einem vorzeitlichen Ritual an der Steinformation Craigh na Dun heimlich zu beobachten.

Zusammen macht sich das Paar auf den Weg und während Claire die Druidinnen, unter denen auch Mrs. Graham ist, in ihren Roben und mit ihren Laternen beobachtet, hat sie das Gefühl etwas zu sehen, das für ihre Augen nicht bestimmt und sehr mächtig und kraftvoll ist. Das Ritual endet bei Sonnenaufgang und die Frauen verlassen den Ort, so dass Claire und Frank sich dort umschauen. Als eine der Tänzerinnen zurückkehrt, weil sie etwas vergessen hat, versteckt sich das Paar erneut und verlässt schließlich den Steinzirkel.

Zuhause sucht Claire in einem Buch nach einer Pflanze, die sie in dem Steinzirkel gefunden hat und von der sie glaubt, dass es sich dabei um ein Vergiss-mein-nicht handelt. Frank schlägt ihr daher vor, dass sie noch einmal hinfährt, aber da er eine Verabredung mit Reverend Wakefield hat, kann er sie nicht begleiten. Alleine macht sich Claire auf den Weg zum Craigh na Dun, wo sie beim Sammeln der Pflanzen ein plötzliches Summen hört. Sie berührt den Stein in der Mitte und alles wird dunkel. Das Gefühl, das sie beim Berühren hat, empfindet sie als ähnlich wie das, das sie einst nach dem Einschlafen auf dem Rücksitz eines Autos hatte, das sich kurz darauf wegen zu hoher Geschwindigkeit überschlug.

Durch den Steinkreis reist Claire, was sie zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß, in das Jahr 1743. Als sie das Bewusstsein wieder erlangt, findet sie das Auto und die Straße nicht mehr, so dass sie sich auf den Weg durch den Wald macht. Dabei hört sie plötzlich Gewehrschüsse und sieht, wie Soldaten der britischen Armee durch den Wald rennen. Zunächst glaubt sie, dass es sich dabei um die Produktion eines Kostümdramas handelt, da ihrer Meinung nach, das Gehirn immer nach der logischste Erklärung sucht, doch dann wird ein Schuss auf sie abgegeben. Claire rennt durch den Wald und kommt an einem Fluss an, an dem ein Mann steht, der Frank ähnlich sieht. Er stellt sich als Jonathan Randall vor und verhindert ihren vorzeitigen Fluchtversuch. Als er wissen will, wer sie ist, erklärt sie, sie sei die Frau eines Lehrers und nennt sich nach ihrem Mädchennamen, Claire Beauchamp. Bei ihrem Versuch sich zu wehren, benutzt sie Kraftausdrücke, so dass Jonathan sie für eine Hure hält und über sie herfallen möchte. Ein überraschend auftauchender Schotte, Murtagh Fitzgibbons, hält Jonathan auf und drängt Claire ihm zu folgen. Sie will um Hilfe rufen, aber der Schotte schlägt sie nieder.

Wenig später reitet sie mit Murtagh zu einem Haus, wo der Rest seiner Gruppe versammelt ist. Der Anführer, Dougal MacKenzie, betrachtet sie im Licht des Feuers genauer. Wieder gibt sie sich als Claire Beauchamp aus, um die Männer nicht zu Frank zu führen, damit sie ihm nichts antun können. Von Murtagh erfährt Dougal, dass Jonathan sie für eine Hure gehalten habe, doch Claire betont deutlich, dass sie es nicht sei. Dougal hat keine Zeit sich weiter mit ihr zu befassen, weil sie sich wieder auf den Weg machen müssen, wofür er allerdings dem Verletzen, Jamie Fraser, die Schulter einrenken muss. Als Claire sieht, wie die Männer es machen wollen, hält sie diese davon ab und übernimmt es schließlich. Sie bindet ihm den Arm mit einem Gürtel fest und gibt ihm strikte Anweisungen zur Behandlung. Als sie mit den Männern die Hütte verlässt, fällt ihr auf, dass sie die Lichter von Inverness nicht sehen kann, doch Jamie erklärt ihr, dass die Stadt sich direkt im Dunkeln vor ihr befindet. Ihr wird bewusst, dass es dort, wo sie jetzt ist, kein elektrisches Licht gibt.

Jamie nimmt sie vor sich auf ihr Pferd und bedeckt sie beide mit seinem Plaid, weil ihm auffällt, wie sehr sie friert. Die Gruppe reitet die Nacht und den Tag durch. Als Claire bemerkt, dass sie am Cocknammon Rock vorbeikommen, erinnert sie sich an Franks Worte über die britische Garnison, die dort den Rebellen auflauerte, und berichtet Jamie davon, der sich damit an Dougal wendet. Dougal verlangt daraufhin zu wissen, woher Claire davon weiß und sie behauptet es im Dorf gehört zu haben. Nachdem Jamie Claire vom Pferd gestoßen hat, greift die schottische Truppe die britischen Soldaten an, die sich tatsächlich im Gebüsch versteckt halten. Claire nutzt die Chance und versucht zu fliehen, doch nach dem Kampf wird sie von Jamie aufgespürt, der ihr droht, sie einfach über die Schulter zu werfen, wenn sie nicht freiwillig mitkommt. Claire kehrt schließlich wiederwillig mit ihm zurück zu den anderen und die Gruppe reitet weiter.

In der Nacht spürt Claire wie Jamie vom Pferd fällt und bei der Untersuchung findet sie heraus, dass er angeschossen wurde. Sie verlangt verschiedenes, wie Iod oder saubere Tücher, um die Wunde zu desinfizieren, doch die Schotten schauen sie nur verdutzt an und wundern sich über die Flüche, die sie bei der Versorgung von Jamie benutzt. Claire behilft sich bei der Säuberung der Wunde, mit dem, was sie bekommen kann, und verlangt eine Rast für Jamie, doch er erklärt ihr, dass sie nicht pausieren können, weil Jonathan Randall ihnen vermutlich schon Patrouillen hinterher geschickt habe. Sie hilft ihm schließlich aufzustehen und zusammen mit der Gruppe reitet sie nach Castle Leoch. Es verwundert Claire, dass sie sich an etwas erinnert, das eigentlich erst in der Zukunft stattfindet, und erkennt, dass ihre Reise erst angefangen hat.

Ceren K. - myFanbase


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