Review: #22.11 (If You Want It) Do It Yourself
Ich freue mich ja wirklich sehr, dass Amelia Shepherd wieder aus ihrem Sabbatical zurückgekehrt ist. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Writer während ihrer Abwesenheit keine neue Ideen für sie bekommen haben. Schon wieder ein neuer Love Interest, muss das sein? Nicht, dass ich es Amelia nicht gönnen würde, und der Aufhänger mit der alten Bekannten war auch echt vielversprechend. Es war lustig anzuschauen, wie perplex Amelia war, als sie zuerst dachte, dass Toni sie nicht mehr erkennt. Ich habe ihre chaotische Art vermisst. Trotzdem sind wir mal ehrlich, vermutlich wird diese Geschichte genauso im Sande verlaufen, wie Kai Bartley und Monica Beltran. Wieso sich also überhaupt erst die Mühe machen und sich auf die Storyline einlassen? Immerhin spricht für Toni Wright, dass sie als neue Ärztin der plastischen Chirurgie das Team rund um Kavita Mohanty, Benson 'Blue' Kwan und Ben Warren komplettiert. Ganz interessant dürfte es auch werden, wenn letzterer sich mal wieder ein wenig anstrengen muss. Gerade durch seine Erfahrung und verschiedenen Ausbildungswege, hat Ben ja gerne mal einen Vorteil gehabt. Mal sehen, wie er sich jetzt in direkter Konkurrenz schlägt.
So verbissen, wie sich Lucas Adams in die Suche nach einer Therapiemöglichkeit für Katie Rogers stürzt, war es nur eine Frage der Zeit, bis ihm ein Fehler unterläuft. In diesem Fall ist das Ganze noch recht glimpflich ausgegangen, aber das lässt ihn auch nicht besser dastehen. Zunächst einmal ist da der Behandlungsfehler an sich, der absolut vermeidbar war. Dann zieht er Dani Spencer mit hinein, die mehr als deutlich klargemacht hat, dass sie den Eingriff nicht kennt und von ihm Weisung bekommen muss. Für sie tut es mir besonders leid, hat sie doch letztendlich den Fehler begangen, ohne wirklich Schuld daran zu haben. Kein Wunder, dass sie jetzt nicht gut auf Lucas zu sprechen ist. Vor allem nachdem sie ihm auch noch bei der Recherche geholfen hat und überhaupt unglaublich nett war (ganz nebenbei: Habe ich das falsch aufgeschnappt, oder gab es da einen kurzen Moment zwischen den beiden, als Spencer meinte, dass es einem bei manchen Menschen so vorkommt, als würde man sie bereits kennen?). Das Einzige, was hier für Lucas sprach, war, dass er sofort die Verantwortung für den Fehler übernommen hat. Trotzdem schien ihm der Ernst der Lage nicht so ganz bewusst zu sein. Aber dafür ist ja Miranda Bailey da, die ihn ordentlich zurechtgerückt hat. Gut für sie! Denn das hatte Lucas bitter nötig. Es war klar, dass er sich in die Sache mit Katie reinsteigern wird und das alleine ist ja auch verständlich. Aber Bailey vorwerfen, dass sie sich nicht um ihre Patient*innen sorgen würde? Das hat eine Grenze überschritten. Hier spiegelt sich in gewisser Weise natürlich auch das unterschiedliche Level an Erfahrung wider, das die beiden haben. Ich bin ja mal gespannt, ob Lucas das jetzt eine Lehre war, oder ob noch mehr passieren muss.
Teddy Altman scheint wiederum sowohl beruflich als auch privat nicht so recht zu wissen, was sie will. Dabei finde ich, dass sie es sich mit ihrer Abwarterei recht einfach macht. Der Entschluss, sich von Owen Hunt scheiden zu lassen, war definitiv der richtige Schritt. Nur geh ihn dann doch auch zu Ende! Vor allem, wenn sie doch nach wie vor zu ihrer Entscheidung steht. Und dann ist da noch die Sache mit Corbins Eingriff. Es ist verständlich, dass sie die riskante Operation nicht durchführen will, weil seine Werte nicht passen. Trotzdem schien es so, als würde Teddy generell davor zurückschrecken, die OP noch einmal durchzuführen, aus Angst davor, was schiefgehen könnte. Und hier ist es ausgerechnet der vorsichtige Winston Ndugu, der dafür plädiert, dass sie ihre tolle und womöglich viele Leben rettende Operation doch bitte auch tatsächlich nutzen sollen. Natürlich ist das Risiko groß, dass nicht alle Patienten Nora Youngs Erfolg haben werden. Natürlich kann es langfristige Folgen haben, die noch nicht absehbar sind. Aber so ist es bei medizinischem Fortschritt doch immer. Es wird nun Mal experimentiert und angepasst. Da kann man sich nicht auf einem einmaligen Erfolg ausruhen. Etwas unangebracht fand ich es auch, dass Teddy Winston hier so angegangen ist. Klar, man hätte besser kommunizieren können. Letzten Endes ist es aber doch die Entscheidung und das Recht des Patienten, ob er eine zweite Meinung haben möchte. Die wollte er definitiv und war auch deutlich unzufrieden mit Teddys Handhabe (ob nun berechtigt oder nicht sei mal dahingestellt). Winston hier zu unterstellen, dass er ihrem Patienten hinter ihrem Rücken Versprechungen machen würde, ist da einfach kindisch.
Randnotizen:
- Ich liebe die Unterhaltungen in der Cafeteria – gerne mehr davon!
- Comedy-Highlight der Folge: Catherine Fox' Urologen-Kollege mit seiner verpatzten Selbst-Vasektomie. Die One-Liner alleine schon - einfach herrlich.
- Einen richtig schönen Moment gab es auch zwischen Jules Millin und Simone Griffith, die inzwischen richtig gute Freundinnen geworden sind.
- Das "In Memoriam" an den kürzlich verstorbenen Eric Dane mit einem Mark Sloan-Best of war schön gewählt und echt berührend. Da möchte man gleich wieder einen Serien-Rewatch starten.
Fazit
Die Episode hatte einige amüsante und unterhaltsame Momente. Insgesamt treten aber ein paar Charaktere auf der Stelle. Bei Amelia und Teddy ist es echt an der Zeit, dass die Writer sich die Mühe machen, neue Wege einzuschlagen, da sich hier immer die gleichen Muster wiederholen.
Denise D. - myFanbase
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Informationen zur Episode
Englischer Titel: (If You Want It) Do It YourselfErstausstrahlung (US): 26.02.2026
Erstausstrahlung (DE): kein Termin
Regie: Linda Klein
Drehbuch: Scott D. Brown
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