Bewertung: 6

Review: #3.03 Der Jungunternehmer und der lästige Verehrer

Foto: Montana Jordan, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Montana Jordan, Young Sheldon
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Nach einem wirklich großartigen Start in die dritte Staffel scheint "Young Sheldon" zu schwächeln und auch gerne mal auf die Replay-Taste zu drücken, zumindest wenn es um Sheldon geht. Denn der zieht mal wieder alle Register um Aufmerksamkeit zu bekommen und drängt sich dadurch in den Mittelpunkt.

Sheldon, Vorlesungen und die Fahrt nach Dallas

Allzu überraschend ist es nicht, dass wir auch in dieser Episode von Dr. Linkletter beehrt werden, auch wenn ich dankend darauf verzichten hätte können. Bereits in der ersten Szene wird nämlich klar, dass er es nur darauf abgesehen hat, Connie näher kennen zu lernen. Das alleine ist es nicht mal, was mich an diesem ersten Szenario stört. Viel mehr ist es die Vorgehensweise wie Grant, Linkletters Vorname, darum bemüht ist und wie Sheldon sich mal wieder in die Angelegenheiten von Connie einmischt. Genauso war es auch bei ihrem ersten Aufeinandertreffen mit John. Wobei man dann doch einen anderen Weg gewählt hat, der aber teilweise nicht besser war.

Mir hat das Gespräch zwischen Sheldon und Connie gefallen, welches sie im Auto geführt haben. Zwar musste Connie hinterher feststellen, dass sie erneut einen Fehler begannen hat, indem sie Sheldon ihren Verdacht bzgl. Grant offenbart hat, jedoch fand ich gut, dass Sheldon daran erinnert hat, dass jener wissen müsste, dass Connie in einer Beziehung mit John ist. Das untermauert für mich nur noch einmal, wie ernst die Beziehung zwischen den beiden ist.

Wie schon gesagt hat Connie den erneuten Fehler begannen, indem sie Sheldon darin eingeweiht hat. An sich ist das durchaus toll, gerade weil die beiden auch eine innige Bindung zueinander haben. Allerdings weiß sie doch, dass Sheldon so etwas nicht ruhen lassen kann und auch nicht zwischen den Zeilen lesen kann, denn er schenkt letztlich Grant mehr Vertrauen als Connie und zweifelt nicht einmal eine Sekunde daran, dass man ihn belügt. Daran merkt man einfach wieder einmal, dass Sheldon gewisse soziale Kompetenzen fehlen.

Dennoch fand ich es gut, dass man ihm einmal nicht alles durchgehen lässt. Obwohl Connie ja noch nie einen Hehl daraus gemacht hat, Sheldon auch einmal etwas härter anzupacken, habe ich sie in dieser Episode das erste Mal richtig wütend erlebt. Daher war es nur logisch, dass auch George und Mary mit Connie an einem Strang ziehen und ihn für sein Verhalten bestrafen. Schade, dass man es nicht einfach mal bei einer Bestrafung gelassen und vielleicht daraus Konsequenzen gezogen hat. Stattdessen rückt man Sheldon erneut in den Mittelpunkt, indem er einen Brief (im Morsecode) hinterlässt und sich auf den Weg nach Dallas macht. Somit drehte sich erneut alles um ihn und die Bestrafung selbst hat nichts gebracht. Natürlich konnte ich verstehen, dass John der einzige ist, der Sheldon wirklich verstehen und sich in ihn hineinversetzen kann. Mir hätte es besser gefallen, wenn man für einen Besuch bei John eine neue Episode genutzt hätte, anstatt dass es irgendwie ins Leere verläuft und man als Zuschauer tatsächlich nur den Schluss ziehen kann, dass Bestrafungen bei Sheldon nichts bringen.

Georgie und sein süßes Verkaufstalent

Dass Georgie Verkaufstalent hat, konnte man bereits in der ersten Episode dieser Staffel erleben. Auch wenn der Verkauf von Schneekugeln für mich eher nicht gerade viel hergemacht hat. Es hat dennoch bewiesen, dass Georgie Einfühlungsvermögen hat. Etwas, was ihm die meisten wahrscheinlich nicht zugetraut haben.

Dieses Einfühlungsvermögen nutzt man, um die aufkeimende Beziehung zwischen Georgie und Veronica voranzutreiben und das auf eine zuckersüße Art (im wahrsten Sinne des Wortes). Zwar würde es mich nicht wundern, wenn sein Süßigkeitenverkauf in der Schule irgendwann geahndet wird, aber das nur nebenbei.

Es ist schon länger bekannt, dass Georgie Gefühle für Veronica hegt und dadurch auch schon mal eine Ohrfeige von ihr kassiert hat. Dennoch ließ er sich nicht davon abbringen, weiter um sie zu kämpfen und alleine das finde ich schon süß. Auch bei Veronica war zum Ende der zweiten Staffel offensichtlich, dass sie Gefühle für ihn hat, selbst wenn diese sie noch ängstigen. Umso süßer fand ich Georgie, der ihr eine Freude machen wollte. Dass er dabei gleich den teuersten Schmuck kauft, war zwar übertrieben, zeigt aber auch, wie wertvoll das Mädchen für ihn ist. Ebenso verständlich war, dass sie das Geschenk nicht annehmen wollte und auch nicht konnte. Auch hier hat Georgie nicht aufgegeben und gezeigt, dass er in seiner persönlichen Not durchaus erfinderisch ist. Ich hoffe, dass die zuckersüße Halskette dazu führt, dass man die beiden demnächst als Paar erleben darf.

Randnotizen

  • Schön, dass man Missy mit in die Suchaktion nach Sheldon einbezogen hat und sie nicht nur wieder als Übermittlerin seiner Botschaften benutzte.
  • Seit dieser Staffel wird nicht nur Sheldon im Vorspann gezeigt, sondern auch seinen ganze restliche Familie. Zudem passt man den Vorspann so an, dass man schon erahnen kann, was in der Episoden thematisiert wird. Erinnert mich etwas an "Once Upon a Time", die es ebenso gehandhabt haben.



Fazit

"Young Sheldon" macht mir die Bewertung wirklich nicht einfach. Auf der einen Seite bin ich tierisch genervt, dass Sheldon offenbar trotz seines Verhaltens belohnt wird. Ebenso nervt mich, dass man sich bzgl. Grant und Connie keine andere Vorgehensweise ausgedacht hat. Andererseits zeigt Sheldons Verhalten auch, wie sehr er John vermisst. Dennoch ändert es nichts daran, dass man auch diesmal wieder in alte Verhaltensmuster gefallen ist, die uns nicht richtig voranbringen.

Daniela S. - myFanbase

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