Bewertung: 7

Review: #4.03 Die Reiter der Apokalypse

Foto: Marie Avgeropoulos, The 100 - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Marie Avgeropoulos, The 100
© Warner Bros. Entertainment Inc.

In #4.03 The Four Horsemen werden die Charaktere schnell mit einer weiteren Konsequenz durch Bellamys letzter Entscheidung konfrontiert, denn ihnen bleibt nun auch noch viel weniger Zeit als gedacht. Damit nicht genug, kommt es auch in Polis zu einer Entwicklung, welche die sowieso schon schwierige Situation schnell weiter verschlimmern könnte.

"You created a killer. In the street, they're calling her Skairipa, death from above." - "I'm so proud."

Octavia fungierte in "The 100" bereits in der ersten Staffel durch ihre Beziehung zu Lincoln als eine Art Verbindung zu den Groundern und wandte sich selbst auch deren Kultur immer mehr zu. Auch wenn es einige Höhen und Tiefen in ihrer Beziehung zu Indra gab, entwickelte sich mit der Zeit doch eine enge Verbindung zwischen den beiden Frauen, welche durch die aktuellen Ereignisse noch mal in einem anderen Licht erscheint. Octavia ist also auf eine gewisse Art und Weise die Tochter für Indra, welche Gaia ihr nicht sein konnte und wollte. Dadurch eröffnen sich spannende Möglichkeiten für die Dynamik zwischen den drei Frauen. Auch nimmt Gaia als neue Flammenwahrerin eine durchaus wichtige Stellung in Polis ein, trotz der Tatsache, dass es aktuell keinen Commander gibt und - noch wichtiger - offiziell auch keine Flamme mehr. Dies könnte für die ohnehin schon unter einem sehr schlechten Stern stehenden Regentschaft von Roan den baldigen Todesstoß bedeuten und damit auch sehr schnell Konsequenzen für die Skaikru haben. Warum also hat sich Octavia so entschieden? Ganz mag sich mir dies nicht erschließen, denn zwar wurde bereits in Staffel 3 angedeutet, dass sich Octavia ihren Leuten nicht mehr wirklich zugehörig fühlt und auch ihre Beziehung zu Bellamy hat durch Lincolns Tod sehr gelitten, aber sie hätte die Situation auch anders lösen können, ohne Gaia in Gefahr zu bringen. Oder geht es schlussendlich darum, dass Gaia auch, wenn Octavia die Flamme wieder an sich genommen hätte, erneut versucht hätte diese zurückzuerlangen und somit all die Mühe umsonst gewesen wäre? Ebenfalls wichtig könnte noch werden, dass Octavia sich entschieden hat nicht Ilian zu töten, sondern einen anderen Grounder zum Sündenbock macht.

"Join me. Join us, and together when the Horsemen come, from the ashes, we will rise."

In Arkadia sorgt schließlich Jaha für einen kleinen Hoffnungsschimmer, indem er dem Gerücht über einen Bunker nachgehen möchte. Raven hat mit ihrer Feststellung, dass Jaha bei seiner letzten Suche bereits in den Mist gegriffen hat, nicht ganz unrecht, aber zumindest klang die ganze Geschichte über den Kult Second Dawn durchaus plausibel. John Pyper-Ferguson, der mir insbesondere durch seine Rolle in "The Last Ship" gut in Erinnerung geblieben ist, macht eine gute Figur als Anführer Bill Cadogan und sorgt in seiner Rede gleich für ein kleines Déjà-vu. Nun erweist sich zwar die grundsätzliche Suche als erfolglos, aber ich kann mit gut vorstellen, dass wir nicht das letzte Mal von Second Dawn gehört haben. Schließlich ist im Intro ebenfalls ein neuer Bunker zu sehen und mal ganz ehrlich, etwas Hoffnung brauchen nicht nur die Charaktere, sondern auch die Zuschauer.

"You still have hope?" - "We still breathing?"

Hoffnung wird auch im Gespräch zwischen Bellamy und Clarke erwähnt, nachdem diese die fertiggestellte Liste erstmal in einer Schublade verschwinden lässt. Zuvor kam es zu einer Szene, bei der ich immer noch unsicher bin, wie ich sie finden soll. "If I'm on that list, you're on that list." - ja, das ist vielleicht ein schöner Bellarke-Moment, wirkt für mich aber ein bisschen zu sehr nach Fanservice. Denn natürlich gibt es durchaus logische Gründe dafür, dass beide Namen auf der Liste stehen, wenn man es aus rein rationalen Gründen betrachtet. Für die Zukunft, sollte sie auch wie immer aussehen, werden bestimmte Fähigkeiten gebraucht und einige der uns bekannte Charaktere verfügen über solche. Trotzdem bleibt die Frage, wie beispielsweise Monty reagiert, wenn Jasper nicht auf der Liste steht und wie Raven schon erwähnt, sie das alles schlussendlich umsetzen wollen. 100 gegen 400 wirkt nicht gerade zuversichtlich stimmend, falls es zu diesem Szenario kommt, was ich bisher noch bezweifle und deshalb auch nicht weiter spekulieren möchte. Immerhin bringt die Rückkehr von Luna auch eine neue Erkenntnis: Menschen mit schwarzem Blut können sich von der Strahlenkrankheit erholen, welche für andere bei gleicher Stärke tödlich ist. Die Frage ist nun, können Abby und Jackson mithilfe von Beccas Tagebuch die Gentherapie selbst erstellen, oder braucht es dazu doch das Wissen eines Commanders?

Randnotizen

  • Zumindest wissen wir jetzt, dass Nyko, David Miller und Luna noch leben. Vor allem über die Rückkehr von Nadia Hilker freue ich mich, weil mir die Szenen zwischen Clarke und Luna bisher immer sehr gut gefallen haben.
  • Mich wundert etwas, dass Raven neben ihrer nicht gerade kleinen Aufgabe die Alpha Station bereit zu machen, auch noch für die Rationierung verantwortlich ist. Beinahe scheint es so, als wollten die Autoren auch Raven mal vor eine schwierige Entscheidung stellen.
  • Murphys Vergangenheit wird wieder erwähnt, doch es scheint so, als hätte er die Medikamente nicht gestohlen, weil er dem Vorbild seines Vaters folgt und helfen wollte, sondern bereits beginnt sich nützlich zu machen. Vielleicht ist es aber auch einfach so, dass beides gleichzeitig möglich war. Bei Murphy lässt sich das immer etwas schlecht sagen, zurück in Arkadia sollte sich jedoch schnell eine Möglichkeit ergeben, die andeutet, welchen Pfad Murphy in Zukunft einschlagen will.
  • Wie genau wird eigentlich der neue Flammenwahrer bestimmt? Übernimmt einer der Scouts diesen Posten oder gibt es dort ebenfalls eine Rangfolge?

Fazit

Diese "The 100"-Episode sorgt durch zwei Geschehnisse für zusätzliches Drama, was meiner Meinung gar nicht nötig ist, da die Charaktere mittlerweile schon mit genug zu kämpfen haben. Anstatt sich also auf die sowieso schon schwierige Situation zu konzentrieren und mehr zu beleuchten, wie sich das auf vorhandene Beziehungen und Charaktere auswirkt, spitzt sich die Situation noch weiter zu. Trotzdem gibt es durchaus spannende Elemente und schlussendlich einen kleinen Hoffnungsschimmer.

Charleen Winter - myFanbase

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