Bewertung: 8

Review: #4.22 Alles wird anders

Dieses Staffelfinale von "Private Practice" dreht sich hauptsächlich um Veränderungen. Davon gibt es in dieser Folge viele und diese betreffen dieses Mal nicht nur bestimmte Charaktere, sondern so ziemlich alle.

"We start over. We start fresh. We start clean. We stay a family. But we change, make a change for the better."

Allen voran ist da Addison, die sich dazu entschlossen hat, eine Therapie anzufangen. Ich finde, dass das ein sehr guter Schritt von ihr ist, weil es zeigt, dass sie ihr Leben ändern muss, bzw. herausfinden muss, was wichtig für sie ist und wie sie glücklich werden kann. Sie erzählt genau das, was in ihrem Kopf vorgeht, was ihr wichtig ist und dass es an der Zeit ist, ihr Leben zu ordnen. Die Aussage ihres Therapeuten war schön zusammen gefasst: wenn sie will, dass sich was ändert, dann muss sie es selbst ändern. Und das macht sie auch gleich. Zugegebenermaßen ist es natürlich sehr unwahrscheinlich, dass sie noch am selben Tag einen Mann kennenlernt und sich ihn in verguckt. Doch die Szenen im Laden, gemeinsam mit Benjamin Bratt, waren doch sehr amüsant und haben der Episode etwas Lockerheit verschafft. Womit ich nicht gerechnet habe, ist, dass Addison so darauf besteht, keine privaten Dinge mit diesem mysteriösen Mann auszutauschen. Wenn wir mal ehrlich sind, dann ist das nicht normal. Ebenso wenig, dass er sie gleich nach dem zweiten Date einlädt, mit ihm Urlaub zu machen. So etwas kann dann doch nur im Fernsehen passieren, doch es hat ganz gut zur Story gepasst und erzielt seine Wirkung. Addison sieht dadurch ein, was sie will und das ist Sam, zu dem sie auch zurückkehrt. Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll, dass die beiden wieder zusammen sind, weil ich Angst habe, dass diese ganze Baby-Geschichte erneut zum Problem wird. Die beiden einigen sich zwar darauf, dass Addison das alleine durchzieht, doch ich kann mir nicht vorstellen, wie das ganze funktionieren soll. Aber ich lasse mich gerne überraschen und ich bin sehr gespannt, wie Benjamin Bratts Rolle da noch mit einfließen wird. Da wir eigentlich gar nichts über ihn wissen, könnte ich mir gut vorstellen, dass er irgendwie mit der Ärztekommission zu tun hat und wir ihn deshalb noch mal wieder sehen werden. Addison hat zwar beschlossen, die Praxis aufzulösen und neu anzufangen, doch ich glaube nicht, dass sich die Ermittlungen damit erledigt haben. Ich glaube, so einfach wird es den Ärzten nicht gemacht. Ich sehe mit Freude der fünften Staffel entgehen und bin gespannt auf die Entwicklungen.

"You deserve to be happy. You deserve to be loved. So, you should go. Go."

Die zweite Person, in deren Leben sich einiges ändert, ist Naomi. Da Audra McDonald die Serie verlassen hat, musste man sich für sie ein Ende überlegen und ich bin mit der Story sehr zufrieden. Sie nimmt Betsey bei sich auf und kämpft gegen ihre Gefühle für Fife, der mir hier besonders gut gefallen hat. Er versucht sein allerbestes, um Naomi zu überzeugen und letzten Endes schafft er das auch. Es hat mir sehr gefallen, dass Sam derjenige war, der Naomi die Augen öffnet. So hatten die beiden doch noch ihr schönes Ende, was mich sehr berührt hat. Ebenso wie der Abschied von Addison am Flughafen, der für beiden Darstellerinnen sicherlich nicht einfach war. Doch Naomi findet ihr Glück und man gönnt es ihr. Ich hoffe sehr, dass man Naomi trotzdem noch mal für Gastauftritte zurückgewinnen wird, denn irgendwie ist sie doch Teil dieser Serie und es wäre schade, wenn man nie mehr was von ihr hört, gerade jetzt, wo die Beziehung zu Addison wieder so gut lief.

"Violet, I love you, but right now, I'm done with you."

Welche Veränderung mir in dieser Folge gar nicht zugesagt hat, war die Story mit Violet. Diese Frau kann einem echt auf die Nerven gehen. Zuerst ihr Buch, dann die ganzen Probleme, die damit entstehen und nun auch noch ihre Beziehung zu Pete, der so langsam auch genug von Violet hat. Sie schafft es wirklich, absolut unsympathisch zu werden und haut dann auch noch einfach ab, obwohl sie genau weiß, dass Pete das nicht mitmachen wird. Es gefällt mir sehr gut, dass er hier so konsequent ist und auch wirklich sagt, dass es dann für ihn vorbei sein wird. Ich finde, Pete hat etwas viel besseres verdient, als Violet ihm in dieser Staffel geboten hat. So sollte er sich nicht behandeln lassen. Liebe beruht auf Geben und Nehmen und Violet macht einfach alles, damit sie glücklich ist, ohne auch nur ein bisschen an ihre Familie oder Freunde zu denken. Ich hoffe sehr, dass sie sich in der nächsten Staffel ändert, weil mir das gar nicht gefällt, ganz besonders nicht, wenn Pete davon einen Herzanfall bekommt. Ich bin mir sicher, dass Pete überleben wird, denn ich kann mir "Private Practice" ohne ihn gar nicht vorstellen. Außerdem wäre es jetzt sehr spannend, zu erfahren, ob sich Violet dadurch ändert oder nicht.

"How do we do this?" - "I think, we do what we've always done."

Wer etwas weniger Veränderungen durchmachen musste, sind Cooper und Charlotte, wobei mich das gar nicht gestört hat, weil die beiden in dieser Staffel schon einiges mitgemacht haben. Es hat mir gefallen, wie die beiden unterschiedliche Patienten hatten und sich dann gegenseitig miteinander ausgetauscht haben. Das zeigt mir, dass das mit der Ehe der beiden gut funktionieren wird. Sie sind sehr vertraut miteinander und können miteinander sprechen und gegenseitig für einander da sein. So etwas ist sehr wertvoll in einer Beziehung und es ist schön, dass man sie im Staffelfinale auf diese Weise erleben konnte. Ich hoffe, dass die zwei jetzt erstmal eine Weile glücklich zusammen sind und nicht wieder eine Katastrophe passiert, die sie auseinander reißt. Zum Beispiel eine Amelia, die jetzt wieder dem Alkohol verfallen ist und sich eventuell an Cooper ranmacht oder so etwas in der Art. Bei den Machern kann man sich da nie sicher sein, doch ich hoffe, dass Amelia ihren eigenen Weg geht und mit ihrer Sucht klarkommt, ohne andere Charaktere da mit reinzuziehen.

Fazit

Das Finale der vierten Staffel war sehr ereignisreich und hat für viele Veränderungen gesorgt. Naomi verabschiedet sich erstmal von der Serie, Addison und Sam sind wieder zusammen, Violet und Pete gehen im Streit auseinander, weshalb Pete einen Herzanfall bekommt, Amelia fängt wieder an zu trinken und die Oceanside Wellness Group existiert nicht mehr. Obwohl soviel geschehen ist, finde ich nicht, dass es zuviel war und zu überfüllt gewirkt hat. Die Stories waren gut ausgebaut, nachvollziehbar und emotional. Und das ist es, was mir an "Private Practice" immer so gut gefällt.

Alex Olejnik - myFanbase

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