Episode: #1.08 Der Lord der Gezeiten

In der "House of the Dragon"-Episode #1.08 Der Lord der Gezeiten führt eine Streitigkeit um ein mögliches Erbe Rhaenyra Targaryen (Emma D'Arcy) und ihre Familie nach einigen Jahren der Abwesenheit zurück nach Königsmund. Dort angekommen müssen sie sich der erschreckenden Realität stellen.

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Phia Saban, House of the Dragon
© Ollie Upton / HBO

Auf Driftmark erklärt Rhaenys Targaryen Maester Kelvyn, dass sie ihren Ehemann seit beinahe sechs Jahren nicht gesehen hat und sie fragt sich, ob er überleben wird. Kelvyn teilt ihr mit, dass Corlys Velaryon und dessen Flotte einem Angriff zum Opfer fielen, bei dem Corlys mit einem Dolch verwundet wurde und dann über Bord ging. Durch den großen Blutverlust und den Wundbrand sieht es schlecht für Corlys aus, was Rhaenys, an deren Seite sich Baela Targaryen befindet, bekümmert hinnehmen muss. Es wird drei Tage dauern, bis er eintrifft und Baela äußert sich optimistisch, wohingegen Vaemond Velaryon darauf besteht, dass geklärt wird, wer den Treibholzthron von Driftmark erben wird, falls sein Bruder stirbt. Rhaenys betont, dass Corlys wollte, dass er an Lucerys Velaryon geht, davon will Vaemond jedoch nichts hören und er sagt geradeheraus, dass er anders als Lucerys das Blut der Velaryons in sich trägt, weshalb er nicht zulassen wird, dass der Thron an jemand anderen geht. Da nicht länger der König, sondern die Königin die Entscheidungen trifft, ist Vaemond optimistisch, dass man ihm den Sitz der Velaryons zusprechen wird.

Auf Drachenstein begibt Daemon Targaryen sich in eine Höhle und holt aus einem frischen Gelege ein Drachenei hervor. Dann kehrt er zu den Drachenhütern zurück und teilt ihnen erfreut mit, dass Syrax drei Eier gelegt hat. Er übergibt die Dracheneier an die Bediensteten und erhält seinerseits ein Schreiben von Baela aus Driftmark. Zur gleichen Zeit kommt die schwangere Rhaenyra Targaryen zu ihrem Sohn Jacaerys Velaryon, der gerade in Valyrisch unterrichtet wird. Auch ihr jüngerer Sohn Gottfrid Velaryon ist zugegen und Jacaerys besteht darauf, die Valyrisch-Stunde fortzusetzen, da er die Sprache nicht gut beherrscht. Zu ihnen kommt Daemon, mit dem Rhaenyra alleingelassen werden möchte. Daemon übergibt ihr Baelas Brief, der Rhaenyra in Aufruhr darüber versetzt, dass Vaemond die Legitimität von Lucerys' Erbanspruch in Frage stellt. Dadurch ergeben sich weitere Fragen, wer Anspruch auf welchen Thron hat, weshalb Rhaenyra und Daemon überlegen, ob sich Rhaenys in dieser Frage auf ihre Seite stellen wird. Rhaenyra ist sich nicht sicher, da Rhaenys der festen Überzeugung ist, dass sie und Daemon für die Ermordung Laenors verantwortlich sind. Daemon hingegen vertraut Rhaenys, da sie Baela unter ihre Fittiche genommen hat. Um die Angelegenheit zu klären, wollen sie sich auf den Weg nach Königsmund machen und wenig später treten sie die Seereise an.

In Königsmund blickt Rhaenyra mit Verwunderung auf ihre frühere Heimat. Im Hof werden sie von niemandem empfangen, bis Lord Allun Caswell auftaucht. Auf ihrem Weg durch den roten Bergfried stellt Rhaenyra einige Veränderungen fest, da die Hallen statt von Drachen vom siebenzackigen Stern verziert werden. Unterdessen sitzt der kleine Rat beisammen und Alicent Hohenturm zeigt sich gelangweilt von einer wirren Ausführung Lord Bienengrabens, der auch Otto Hohenturm, Tyland Lannister, Jasper Wyld und Maester Orwyl nur mit Anstrengung folgen. Die Unterredung wird durch Harrold Westerling unterbrochen, der von der Ankunft der Gäste berichtet. Orwyl spricht gleich darauf an, dass es Corlys' Wunsch sei, dass Driftmark an Lucerys gehen soll, wohingegen Tyland in Frage stellt, ob Lucerys überhaupt etwas von der Seefahrt versteht. Die Meinungen gehen auseinander und Alicent versichert, sich am nächsten Tag die Erklärungen der unterschiedlichen Parteien anzuhören. Dann macht sie sich auf den Weg, um ihre Gäste zu begrüßen. Auf ihrem Weg wird Alicent von Arryk, einem Ritter der Königsgarde, abgefangen, den sie kurz mit seinem Zwillingsbruder Erryk verwechselt. Er unterrichtet die Königin über einen dringlichen Vorfall, der den Prinzen betrifft.

Rhaenyra und Daemon suchen Viserys Targaryens Gemächer auf, wo sie erschrocken über den Zustand des Königs sind. Viserys, dessen halbes Gesicht verbunden ist, ist deutlich von Krankheit gezeichnet und erkennt Rhaenyra zuerst nicht. Während Rhaenyra sanft zu ihrem Vater spricht, bringt Daemon sofort an, was sie nach Königsmund verschlägt. Viserys verweist Daemon an Alicent und Otto, doch Daemon unterstreicht, dass dies eine Entscheidung ist, die Viserys zu Gunsten von Lucerys treffen muss. Rhaenyra unterbricht die beiden und stellt Viserys seine Enkelkinder Aegon und Viserys vor, die Söhne von ihr und Daemon. Beim Anblick des Großvaters bricht der kleine Viserys in Tränen aus und es hilft nicht, als König Viserys zu stöhnen beginnt. Während die Kleinkinder weinen, reicht Daemon seinem Bruder einen Trunk, der Viserys zu helfen scheint. Neugierig riecht Daemon daran.

Vor Alicent kniet eine weinende Magd, die der Königin vollkommen aufgelöst berichtet, dass Aegon sich an ihr vergangen hat. Alicent beruhigt die verängstigte Dyana und versichert, ihr zu glauben, dass sie nicht wollte, dass Aegon sich ihr nähert, doch sie weiß nicht, ob die Öffentlichkeit das auch so sehen wird. Für ihr Stillschweigen übergibt Alicent dem Mädchen einen Beutel mit Gold. Außerdem lässt Alicent von Talya einen Trank bringen, den Dyana trinken muss. Wütend macht Alicent sich auf den Weg zu ihrem Sohn, den sie wegen Dyana zur Rede stellt. Es ist nicht das erste Mal, dass Aegon sich an jemandem vergangen hat und Aegon weiß erst nicht, von dem Alicent spricht. Als Alicent ihm aufgebracht eine Ohrfeige verpasst, erklärt Aegon bedrückt, dass er nie an die Ansprüche seiner Eltern heranreichen kann. Die Unterhaltung der beiden wird durch Helaena unterbrochen. Sie erkundigt sich nach Dyana, die sich eigentlich um die Kinder kümmern soll. Erschüttert umarmt Alicent ihre Tochter wortlos.

Besorgt unterhält Rhaenyra sich mit Daemon über den Zustand von Viserys. Zu ihnen kommt Alicent und die Stimmung ist sichtlich angespannt. Sie tauschen einige zynische Wörter miteinander und Daemon kritisiert, dass Viserys bei dem vielen Mohnblumensaft, den er zu sich nicht, kaum im Stande sein kann, seine Meinung zur Führung seines Reiches zu äußern, was Alicent und Otto sehr entgegenzukommen scheint. Alicent verteidigt die Medikamentengabe und steht auch zu den architektonischen Veränderungen in der Stadt, sowie zu ihrem festen Glauben an die Sieben.

Im Hof ist Jacaerys ganz begeistert von dem Treiben und er erinnert sich nur zu gern an die früheren Jahre in Königsmund, während Lucerys wesentlich zurückhaltender ist. Lucerys stellt seine Abstammung in Frage, dann werden die Jungen auf einen Kampf aufmerksam. Kriston Kraut übt gerade mit Aemond Targaryen und letzterer kann den Angreifer bei einem fesselnden Kampf bezwingen. Dem einäugigen Aemond ist derweil nicht entgangen, dass seine Neffen eingetroffen sind. Gleich darauf öffnen sich die Tore und unter dem Banner von Haus Velaryon trifft Vaemond ein.

Alicent sitzt mit ihrem Vater zusammen und hört sich von Vaemond die Neuigkeiten über Corlys und dessen kritischen Zustand an, weshalb Vaemond das Erbe von Driftmark geklärt haben möchte. Als Otto erklärt, dass es unklug sein könnte, die Flotte des Reiches in die unerfahrenen Hände eines Kindes zu geben, unterstreicht Vaemond, dass er sich der Krone erkenntlich zeigen würde, wenn die Entscheidung in seinem Sinne ausfällt.

Im Götterhain wird Rhaenys von Rhaenyra und Rhaena überrascht. Sie freut sich, ihre Enkelin zu sehen und Rhaenyra bittet Rhaenys um ein Wort. Geradeheraus möchte Rhaenyra wissen, auf welche Seite Rhaenys sich stellen wird, doch als sie Rhaenys fragt, erkennt sie, dass Rhaenys eigene Pläne hat und vorschlagen wird, dass Driftmark an Baela geht. Rhaenys grollt Rhaenyra wegen Laenors Tod, weshalb Rhaenyra versichert, Laenors Tod nicht in Auftrag gegeben zu haben. Um Frieden zu schließen, schlägt Rhaenyra vor, dass Jacaerys mit Baela und Lucerys mit Rhaena verheiratet wird. Rhaenys erkennt, dass Rhaenyra verzweifelt ist, doch das macht für sie keinen Unterschied, da sie sich sicher ist, dass Rhaenyras Ansprüche am nächsten Tag von den Hohenturms vernichtet werden.

In der Nacht sucht Rhaenyra ihren Vater erneut auf. Sie fragt Viserys, der sie erst für Alicent hält, ob er an Aegons Traum und das Lied von Eis und Feuer glaubt. Rhaenyra hat das Gefühl, dass Viserys das Land geteilt hat, indem er sie zu seiner Erbin ernannte und sie bittet ihren Vater, nun zu ihr und ihren Kindern zu stehen, da die Bürde zu schwer für sie wird. Viserys ächzt vor sich hin und Rhaenyra versucht, die Tränen zurückzuhalten. Am nächsten Morgen wird Viserys von den Maestern versorgt. Er bittet Otto, für den Abend ein Essen mit der gesamten Familie zu arrangieren. Es schmerzt Viserys indes sehr, als die Maester ihn aufsetzen, um seine zahlreichen offenen Wunden zu versorgen. Den Mohnblumensaft schlägt Viserys dennoch aus.

Otto sitzt auf dem eisernen Thron und verkündet, sich im Namen des Königs die Meinungen zum Erbe von Driftmark anzuhören. Zuerst darf Vaemond das Wort ergreifen und jener führt aus, dass er ein echter Velaryon ist, weshalb das Erbe seines Bruders an ihn gehen sollte. Rhaenyra unterbricht Vaemond spöttisch und stellt in Frage, warum Vaemond sich solche frevelhaften Freiheiten herausnimmt. Als das Wort anschließend Rhaenyra erteilt wird, hat sie gerade erst zu sprechen begonnen, als die Türen sich öffnen und Viserys sich zum Thron hievt. Die Hälfte seines Gesichts wird von einer goldenen Maske verborgen und auf den Stufen vor dem Thron bricht er beinahe zusammen. Daemon hilft ihm schließlich und setzt seinem Bruder die heruntergefallene Krone auf. Dann zeigt der erschöpfte Viserys sich verwundert über die Anhörung. Er befragt Rhaenys zu Corlys' Wunsch nach seinem Erbe und sie erklärt, dass Corlys stets wollte, dass sein Thron an Lucerys geht, was von Rhaenys unterstützt wird. Zudem merkt Rhaenys an, dass Rhaenyra kürzlich die Verlobung ihrer Söhne mit den Töchtern von Laena vorgeschlagen hat. Viserys zeigt sich erfreut über diese Neuigkeiten und erklärt Lucerys zum Erben von Driftmark. Aufgelöst tritt Vaemond vor und will die Entscheidung nicht hinnehmen. In seinem Zorn bezeichnet er Jacaerys und Lucerys als Bastarde, während er Rhaenyra als Hure beschimpft. Viserys nimmt all seine Kräfte zusammen, um seinen Dolch zu zücken und die Zunge von Vaemond einzufordern, woraufhin Daemon ihm zuvorkommt und Vaemond den Kopf abschlägt. Die Szene wird von allen Anwesenden mit entsetzten und versteinerten Mienen verfolgt. Dann bricht Viserys zusammen und Alicent stürzt zu ihm. Von seinem Ritter der Königsgarde und einem Master gestützt bringt man Viserys davon.

Die schweigenden Schwestern kümmern sich um die Säuberung von Vaemonds Leichnam und Orwyl teilt Rhaenys mit, dass man die Leiche am nächsten Tag nach Driftmark transportieren kann. Der Tod ist Rhaenys nicht fremd, weshalb sie den Blick nicht abwendet.

Am Abend sitzt Alicent mit ihrem Vater und ihren Kindern, sowie mit Rhaenyra, Daemon und deren Kindern an einer Tafel. Es herrscht Stille, bis Viserys auf einem Stuhl ins Zimmer getragen wird. Der König spricht einen Trinkspruch aus und freut sich, seine Familie versammelt zu sehen. Alicent spricht ein kurzes Gebet, dann verkündet Viserys, wie sehr es ihn schmerzt, wie entfremdet seine Familienmitglieder sind. Während Viserys spricht, stichelt Aegon gegen Jacaerys und Aemond wirft seinen Neffen bohrende Blicke zu. Viserys spricht indes den Wunsch aus, dass seine Familie sich versöhnt und er nimmt die Maske ab, die bisher verborgen hat, dass ihm ein Auge fehlt und dass auch in seiner Wange ein klaffendes Loch zu sehen ist. Nach den emotionalen Worten ihres Vaters ergreift Rhaenyra das Wort und bringt einen Trinkspruch auf Alicent aus. Sie unterstreicht die guten Qualitäten der Königin und zeigt sich versöhnlich. Alicent bedankt sich überrascht, aber von Herzen bei Rhaenyra. In den friedlichen Moment hinein stichelt Aegon, der sich sexuell für sehr erfahren hält, erneut gegen den unerfahrenen Jacaerys. Letzterer lässt sich beinahe aus der Fassung bringen, doch dann reißt er sich zusammen und stößt auf seine Onkel an. Helaena bringt einen kurzen Trinkspruch auf die Frischverlobten Baela und Jacaerys sowie Rhaena und Lucerys aus und wird dann von Jacaerys zum Tanzen aufgefordert. Schließlich wird Viserys von Schmerzen übermannt und er wird zurück in seine Gemächer gebracht. Schnell verpufft die friedliche Stimmung, als ein Schwein, das vor Aemond serviert wird, Lucerys zum Lachen bringt. Aemond erhebt daraufhin seinen Becher auf seine Neffen, die er als gutaussehend, weise und kräftig bezeichnet. Als es zum Handgemenge kommt, geht Daemon dazwischen. Rhaenyra schickt ihre Kinder auf ihre Gemächer, während Daemon Aemond nachgeht. Indes wendet Alicent sich an Rhaenyra, die gern nach Drachenstein zurückkehren möchte. Als Rhaenyra vorschlägt, dann mit ihrem Drachen zurückzukommen, erklärt Alicent, dass sie und Viserys sich sehr darüber freuen würden.

Talya, die Alicent den Trunk für Diana brachte, erstattet Mysaria Bericht. Derweil liegt Viserys in seinem Bett und Alicent kümmert sich um seine Leiden. Er hält sie für Rhaenyra und versichert, an Aegons Traum und das Lied von Eis und Feuer zu glauben. Alicent weiß nicht, wovon er redet, als Viserys vom versprochenen Prinzen spricht, doch dann sagt Viserys, dass es ihre Aufgabe sei, das Land zu vereinen und vor der Kälte und der Finsternis zu schützen. Als Alicent sich abwendet, versichert sie ihrem Mann, ihn verstanden zu haben. Während Viserys unter Schmerzen stöhnt und nicht länger leiden möchte, sieht den Dolch von Aegon dem Eroberer. Viserys streckt die Hand aus, an der der Ring von Aemma steckt und ihm rinnt eine Träne aus dem Augenwinkel, als die Hand kraftlos zurücksinkt und er stöhnt.

Marie Müller - myFanbase


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