Dr. Crockett Marcel, Staffel 6

Foto: Dominic Rains & Yaya DaCosta, Chicago Med - Copyright: 2019 NBCUniversal Media, LLC; Elizabeth Sisson/NBC/NBCU Photo Bank
Dominic Rains & Yaya DaCosta, Chicago Med
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Dr. Crockett Marcel und Dr. Natalie Manning haben einen Umgang miteinander gefunden, der sehr flirtend ist. Zufällig bekommt er an einem Tag mit, dass sie Maggie Lockwood bittet, ihn nicht als Konzil bei einem Mädchen hinzu zu beten. Als er sieht, dass diese an Leukämie leidet, begreift er, dass Natalie ihn schützen will, aber gerade das ärgert ihn, denn er will wegen seiner eigenen Tochter nicht anders behandelt werden. Marcel übernimmt also die Behandlung von Kellie und er plädiert für eine riskante OP, während Natalie für die medikamentöse Lösung ist. Der Vater vertraut ihr, was Kellie aber in eine noch schlimmere Situation bringt. Letztlich darf Marcel das Mädchen doch noch operieren. Hiernach zieht er sich aber überfordert aufs Krankenhausdach zurück. Natalie findet ihn dort und entschuldigt sich, dass ihre räumliche Trennung von Owen wegen der Pandemie sie sehr beeinflusst. Marcel versteht das sehr gut, denn tatsächlich erinnert jedes an Leukämie erkrankte Kind ihn an seine eigene verstorbene Tochter. Ihm kommen die Tränen und Natalie legt ihm tröstend die Hand auf die Schulter.

Wegen der Pandemie muss die gesamte Belegschaft zu einem obligatorischen Termin mit Dr. Daniel Charles erscheinen. Marcel meidet das, solange es geht, aber letztlich wird ihm klar, dass er das Gespräch nicht länger hinauszögern kann. Daniel stellt es sehr geschickt an, indem er vor allem von sich redet und immer nur ab und zu Fragen einstreut, die an Marcel gehen. Als dieser behauptet, sehr stoisch zu sein, sieht Daniel das ganz anders, denn er ist überzeugt, dass er eine sehr emotionale Seite hat. Ihr Gespräch wird durch einen Notfall unterbrochen, denn Daniels Tochter Anna hat sich an ihn wegen ihrer Mutter Susan gewandt. Diese wird wenig später mit einem Geschwür eingeliefert und Marcel übernimmt die Behandlung. Als er das Verhältnis zwischen den Ex-Eheleuten mitbekommt, wird er an vieles mit seiner eigenen Ex-Frau erinnert. Deswegen bietet er sich Daniel ebenfalls als Gesprächspartner an. Dennoch ist Marcel abends mit seinen Dämonen alleine.

In die Notaufnahme wird Rettungssanitäterin Megan mit einer Stichwunde eingeliefert. Marcel kennt sie, da sie eine Affäre miteinander hatten, aber im Guten auseinandergegangen sind. Deswegen schwärmt sie auch immer noch von ihm. Dennoch ist Marcel überrascht, als sich zeigt, dass sie bald heiraten wird. Da Natalie ihn bei der Untersuchung unterstützt hat, macht sie nachher eine Andeutung, dass er nichts anbrennen lasse. Das ärgert Marcel sehr, obwohl es eigentlich der Wahrheit entspricht. Nach der geglückten OP an Megan fragt er sie, ob sie wirklich glücklich ist, was sie sofort bestätigt. Da erscheint auch ihr zukünftiger Ehemann und das gemeinsame Glück ist kaum zu übersehen. Marcel ist davon überfordert und verhält sich Natalie gegenüber etwas schroff. Später begegnen sie sich wieder auf dem Dach und sie stellt provokant die Frage, warum er immer auf One-Night-Stands aus ist, wenn er anschließend doch wieder alleine ist. Da keine Antwort kommt, küsst sie ihn gewagt aufs Schulterblatt, um so zu unterstreichen, was Nähe bedeuten kann.

Nach diesem Moment verhalten sich Marcel und Natalie sehr unbeholfen miteinander. Sie haben aber einen gemeinsamen Fall, denn Isabella hat sich wegen der Pandemie von Krankenhäusern ferngehalten und ist nun voller Krebs. Während die Onkologin keine Hoffnung hat, hält Marcel eine OP für möglich. Sharon Goodwin vermittelt zwischen den beiden Seiten und spricht der Onkologin Recht zu. Das will Marcel aber nicht akzeptieren, weswegen er die OP heimlich durchführt. Als Natalie das mitbekommt, ist sie zunächst außer sich, aber letztlich versteht sie seine Beweggründe, weswegen sie ihm im OP assistiert. Die Onkologin kommt ihnen auf die Schliche und droht ihnen, dass sie ihre Jobs verlieren werden. Marcel kündigt sofort an, dass er die alleinige Schuld auf sich nehmen wird, aber das will Natalie nicht akzeptieren. Sie bekommen beide eine Standpauke von Sharon, aber da sie das Leben der Patientin mit einer spektakulären OP gerettet haben, sind sie schlecht zu feuern. Von diesem adrenalingeladenen Erlebnis aufgepusht schlafen die beiden miteinander.

Am nächsten Morgen schleicht sich Natalie aus dem Hotelzimmer und auch ansonsten verhält sie sich den ganzen Tag über eher distanziert. Marcel bleibt aber hartnäckig, bis Natalie klar ausspricht, dass sie erstmal Abstand braucht. Das verletzt ihn so, dass er sich wiederum abwendet. Nach Schichtende taucht sie doch noch bei ihm auf und gesteht ihm ehrlich, dass sie den Gedanken gescheut hat, was andere über sie als Paar denken werden, aber das sei ihr nun egal, denn sie wolle einfach nicht, dass das Besondere zwischen ihnen ende. Doch Natalie hat einen ungünstigen Moment erwischt, denn seine Ex-Frau Claire ist angereist. Diese hat das gemeinsame Haus in New Orleans verkauft und wollte Marcel nun eine Kiste mit seinen letzten Sachen bringen. Natalie ist das alles sehr peinlich und sie verschwindet.

Natalie entschuldigt sich am nächsten Tag bei Marcel, weil sie sich in den Kopf gesetzt hat, ein Paar gesehen zu haben, dass sich wieder annähert. Das verneint dieser aber vehement. Sie haben anschließend wieder einen gemeinsamen Fall mit einer Krebspatientin, die sich aber nicht operieren lassen will, weil sie sich aufgegeben hat. Marcel kann das nicht mitansehen und sucht das Gespräch mit ihr. Er vertraut ihr die Geschichte seiner Tochter an, die ein unglaubliches Kämpferherz bewiesen hat und er hofft, dass die Patientin den Kampf auch annehmen kann. Sie ist von der Geschichte so gerührt, dass sie tatsächlich zustimmt. Natalie ist wiederum überrascht, dass die Patientin die Meinung noch geändert hat. Am Abend kehrt Marcel alleine in sein Hotelzimmer zurück und entdeckt dort die Kiste mit den letzten Erinnerungen an Harper. Er kann sie nur ein Stück öffnen, um dann überfordert aufzugeben.

Am nächsten Morgen verstaut Marcel die Kiste in einem Schrank. Als er im Aufenthaltsraum auf Natalie trifft, vertraut er sich ihr wegen der Kiste an und sie sichert ihm sofort zu, dass sie ihm da beistehen kann. Gemeinsam übernehmen sie einen krebskranken Mann, der mit seinem Lebenspartner noch das zweite große Glück gefunden hat. Doch leider können sie medizinisch keine Perspektive für ihn schaffen. Das trifft das schwule Pärchen hart, aber letztlich entscheiden sie sich, dass sie unbedingt noch heiraten wollen. Natalie fängt Marcel ab, als er gerade das Krankenhaus verlassen will, denn die beiden wollen sie als Trauzeugen. Marcel sieht das kritisch, denn er glaubt, dass der Abschied nur härter wird, je enger die Bindung ist. Aber Natalie überzeugt ihn, dass man, wenn man sich liebt, keine einzige Minute miteinander verpassen will. Marcel ist davon sehr gerührt, weswegen er Natalie nach der Hochzeit mit ins Hotel nimmt. Dort zeigt er ihr ein Geburtstagsvideo von Harper, bei dem er tatsächlich erstmals wieder lachen kann.

Als Natalies Mutter Carol Conte mit Herzproblemen ins Krankenhaus kommt, übernimmt Marcel ihre Untersuchungen. Dr. Will Halstead taucht irgendwann auf, da er sie sehr gut kennt. Er mischt sich in die Untersuchungen ein, was Marcel sehr ärgert, denn er hat den Fall eigentlich im Griff. Sein Einmischen zieht sich aber über den ganzen Prozess hinweg, weswegen Marcel immer ungeduldiger wird. Als Natalie das bemerkt, schickt sie beide Männer nach draußen. Will spricht seinen Kollegen auf dem Flur an, denn er hat den Eindruck gewonnen, dass Carol noch nichts von Marcel und ihrer Tochter weiß. Er sichert aber sofort zu, dass er sie beide gut miteinander findet, weil er Natalie einfach glücklich sehen will. Doch die nette Geste verpufft schnell, als sich zeigt, dass Will bei Carol seine Medikamentenstudie ins Spiel gebracht hat. Marcel hält das für wenig sinnig und unterstellt seinem Kollegen, etwas unnötig beweisen zu wollen. Will wendet sich entrüstet ab. Natalie sucht nachher das Gespräch mit Marcel und entschuldigt sich, ihn nicht einbezogen zu haben, aber sie stehe so neben sich. Gemeinsam beraten sie schließlich, dass ein Kunstherz doch die clevere Wahl wäre. In der Nacht verharrt er auch an Natalies Seite, die ihre Mutter wiederum nicht alleine lassen will.

Carol geht es mit dem Kunstherz deutlich besser und sie dankt Marcel von Herzen. Dieser wird später von Natalie zu einem Fall hinzugezogen, den sie eigentlich mit Dr. Dean Archer gemeinsam hat. Diesem gefällt es gar nicht, dass er übergangen worden ist und da er die beiden sehr vertraut erlebt hat, unterstellt er ihnen, Beruf und Privatleben nicht auseinanderhalten zu können. Marcel ist davon wenig beeindruckt, während die Unterstellung Natalie härter trifft. Zumal sie sich mit Dr. Ethan Choi auseinandersetzen muss, bei dem Dean petzen war. Er verlangt nämlich nun von ihnen, dass sie ihre Beziehung dem Aufsichtsrat melden. Marcel sieht das sehr entspannt, aber Natalie befürchtet das Gerede der Kolleg*innen. Er ist über ihr Denken sehr traurig. Natalie hat das bemerkt und ihr wird bewusst, wie idiotisch sie sich verhält. Deswegen druckt sie das entsprechende Formular aus und überreicht es Marcel, der es glücklich unterschreibt.

Marcel übernimmt einen Patienten, dessen Muttersprache Farsi ist. Er verhält sich sehr rüpelhaft und der ebenfalls anwesende Sohn muss immer wieder zwischen ihnen vermitteln, obwohl er selbst einiges von der Wut seines Vaters abbekommt. Deswegen entschuldigt er sich später bei Marcel, dass sein Vater so wütend sei, dass er Musiker werden will, obwohl dieser darauf hingearbeitet hat, dass er einmal etwas Besseres werden kann. Marcel hat dafür aber großes Verständnis, denn es erinnert ihn an seine eigene Familie. Deswegen geht er für den Patienten auch ein großes Risiko ein, das sich letztlich auch lohnt. Nach der geglückten OP wendet sich der Patient entschuldigend an Marcel, der ihm auf Farsi antwortet und so offenbart, dass er alles verstanden hat. Zudem offenbart er, dass seine Familie in die USA ausgewandert ist, als er zwei Jahre alt war und seine Eltern hatten ganz ähnliche Träume wie er selbst. Er hat sie ihnen erfüllt und dennoch bittet Marcel den Mann, dass er seinen Sohn bei seinen Träumen auch unterstützen muss. Das beeindruckt diesen sehr. Nach Dienstende bestellt Marcel gemeinsam mit Natalie persisches Essen, weil er sich dafür durch seinen Patienten inspiriert fühlte. Zudem kann er ihr dadurch etwas von seinem kulturellen Erbe zeigen. Zudem verrät er, dass er und seine Schwester ganz andere Namen von Geburt an hatten, die aber mit dem Umzug in die USA abgelegt wurden.

Marcel lernt Carol nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus auch privat kennen, doch sie ist sehr skeptisch und fragt ihn vor allem über seine Familie und seine Religion aus. Natalie ist das sehr unangenehm. Dieser sieht es aber sehr entspannt, denn wegen seiner seltenen Religion, die als Zoroastrismus bezeichnet wird, ist er schon oft kritisch beäugt worden. Marcel bekommt von Carol ein entschuldigendes Geschenk, aber auch das spielt auf sein kulturelles Erbe an. Marcel kennt das aber bereits von Claires Eltern, die ihn auch nicht offen empfangen haben. Bei Natalie sät das dennoch Zweifel, wie ihre Beziehung gelingen soll, wenn sie doch so viele Unterschiede aufweisen. Marcel ist aber optimistisch, denn sie haben sich auf Anhieb verstanden und deswegen habe er sich auch letztlich in sie verliebt.

Als sich Carols Zustand verschlechtert, steht Marcel seiner Freundin bei, doch er merkt zunehmend, dass sie sich von ihm distanziert. Dennoch sucht er akribisch nach Lösungen, die ihrer Mutter helfen könnten. Zudem muss er beobachten, dass sich Natalie und Will in der Notlage wieder näherzukommen scheinen. Das eskaliert, als sich Marcel in einen Fall von Will einmischt und vehement zu einer OP rät. Die beiden diskutieren auch außerhalb des Patientenzimmers weiter und kommen dabei auch auf Carol zu sprechen, wo sich Marcel hintergangen fühlte. Dieser erinnert seinen Kollegen daran, dass er Natalie an seiner Seite hatte. Will knallt ihm daraufhin an den Kopf, dass sie das heute bereuen würde. Marcel bittet Natalie daraufhin aufs Dach, um sie mit Wills Worten zu konfrontieren. Sie betont, dass sie ihm nichts vorwerfe und dennoch kann sie nicht völlig offen sein. Sie schiebt das auf ihre Ausnahmesituation und bittet sich entschieden Freiraum aus.

Auch wenn Marcel privat enttäuscht ist, drückt er Natalie und ihrer Mutter ehrlich die Daumen, dass sie zu retten ist. Er selbst bekommt es mit einem Baby zu tun, das eine Schusswunde hat. Er hat hart um ihr Leben zu kämpfen, aber letztlich rettet er das kleine Mädchen. Er ist ganz ergriffen, als er die Erleichterung der Eltern wahrnimmt. Natalie hat von seinem Fall gehört und erkundigt sich besorgt. Als sie ihm zudem etwas von sich anvertrauen will, grätscht aber Will dazwischen, der ihr dringend etwas berichten muss. Als er wenig später Carol selbst zu Gesicht bekommt, kann er kaum glauben, welch enorme Verbesserung sich bei ihr ereignet hat. Als er mehr von Natalie darüber wissen will, äußert sie sich ausweichend, was seine Skepsis anfacht.

Als Carol wiederum einige Tage später mit Leberversagen eingeliefert wird, bietet er seine Fertigkeiten an, aber er merkt deutlich, dass er von Natalie und Will regelrecht abgewimmelt wird. Zu allem Übel kommt auch noch ein Patient namens James rein, dem er erst vor wenigen Tagen eine Lunge transplantiert hat. Alles deutet daraufhin, dass er dabei einen Fehler gemacht hat, was ihn sehr trifft. April Sexton bringt ins Spiel, dass aber auch eine Nebenwirkung von COVID-19 die Ursache sein könnte. Marcel will aber unbedingt sich als Schuldigen sehen und hört ihr gar nicht richtig zu. Sie agiert deswegen hinter seinem Rücken und findet den Beweis, dass die transplantierte Lunge infiziert war. Marcel ist April unheimlich dankbar und ihm wird bewusst, dass sich seine privaten Probleme zu sehr auf den Job ausgewirkt haben. Natalie bittet Marcel um ein Treffen auf dem Dach und dort gesteht sie, dass sie ihre Mutter illegal bei Wills Studie eingeschleust hat. Er ist davon entsetzt, kann es aber auch verstehen, weswegen er Natalie sofort tröstend in den Arm nimmt.

Marcel hat für Natalie die frohe Kunde, dass es für ihre Mutter ein Spenderherz gibt. Er assistiert selbst Dr. Isidore Latham bei dieser OP und er liefert seine beste Arbeit ab, weil er das für Natalie und Carol tun wollte. Dennoch zeigen sich anschließend Probleme, das Herz zum Schlagen zu bringen. Natalie stürmt überfordert aus dem Zuschauerraum und bekommt so nicht mit, dass Marcel und Latham doch noch eine Lösung finden. Als er Natalie davon berichtet, ist sie glücklich und doch schämt sie sich, wie sie mit Marcel umgegangen ist. Er versteht sie zwar, aber dennoch hat er mangelndes Vertrauen bemerkt, weswegen ihre Beziehung auch endet. Marcel ist Natalie dennoch dankbar, denn durch sie hat er erkannt, dass er noch Hoffnung haben kann, da sie ihm das wiedergegeben hat.

Zur Beschreibung von Crockett Marcel in "Chicago Med", Staffel 5

Lena Donth myFanbase

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