Bewertung: 5

Review: #3.17 An Academic Crime and a More Romantic Taco Bell

Foto: Zoe Perry, Young Sheldon - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Zoe Perry, Young Sheldon
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Mir ist durchaus klar, dass "Young Sheldon" als Spin-Off von "The Big Bang Theory" fungiert und es damit auch die Aufgabe hat, das oftmals nervige Verhalten des erwachsenen Sheldon zu erklären. Jedoch ist auch diese Episode verflucht anstrengend, weil man es kaum erträgt, dass Sheldon schon als Junge arrogant ist.

"Sheldon, I don't want to see you in my class anymore"

Es ist ja nun wirklich hinreichend bekannt, dass Sheldon ziemlich arrogant sein kann, sobald er meint, nicht nur etwas besser zu wissen, sondern dann auch noch auf Biegen und Brechen versucht, Anerkennung zu bekommen. Nicht, dass das noch nie nervig gewesen ist, allerdings ging er dabei noch nicht so weit wie diesmal.

Eigentlich empfand ich die Freundschaft zwischen John und Sheldon immer als etwas Besonderes, vielleicht gerade weil sie sich so ähnlich sind und sich gut verstehen. Wahrscheinlich habe ich deshalb angenommen, könnte Sheldon John gegenüber niemals so arrogant und hinterhältig sein. Nicht nachdem er sich schon mehrmals um ihn gesorgt hat und tatsächlich soziale Züge angenommen hat. Umso trauriger finde ich es, wie diese Episode geendet hat.

Natürlich ist es verständlich, dass Sheldon namentlich erwähnt wird, schließlich soll man sich nicht mit fremden Federn schmücken. Jetzt kommt aber das große Aber. Aber Sheldon ist nicht einmal damit zufrieden gewesen, dass er 'nur' bei der Danksagung erwähnt werden sollte. Stattdessen hat er sich tierisch darüber aufgeregt, nicht mehr zu bekommen. Das sind wir ja schon von ihm gewöhnt, auch, dass er Connie in seinen Plan einspannen will. Ich hätte aber nie und nimmer damit gerechnet, dass er seinen Mentor und vor allem SEINEN Freund bei seinem Kollegen anschwärzt. Hier muss ich Dr. Linkletter tatsächlich einmal ein Lob aussprechen, da er erkannt hat, was Sheldon vorhatte. Schade, dass wir das Gespräch zwischen ihm und John nicht mitbekommen haben. So wie John allerdings reagiert hat, konnte man durchaus erkennen, wie ihn diese Tat (zurecht) verletzt hat.

So richtig Mitleid mit Sheldon habe ich nicht, zumal er genau gewusst hat, was er tut und auch er einfach mal eine Bestrafung braucht, die ihm hoffentlich zeigen wird, dass er damit eindeutig zu weit gegangen ist. Ich hoffe nur, dass John oder einer der anderen nicht zu schnell weich wird und Sheldon letztlich wieder seinen Willen durchsetzen kann. Ich kann mir sogar vorstellen, dass die momentane Situation dazu führt, dass Connie und John wieder ein Paar werden.

A special trophy

Mary geht mir ja oftmals mit ihrer Art und ihrem Verhalten auf den Keks. Oftmals ist es auch so, dass ich genau deshalb nicht immer ganz glücklich mit der Episode bin. Diesmal muss ich aber gestehen, dass mir Marys Verhalten verdammt gut gefallen hat. Anfangs war sie nicht wirklich glücklich über die Tatsache, dass ihre Tochter Baseball spielt. Allerdings ist Mary auch der Typ Mutter, der dann unfassbar stolz auf ihre Kinder ist und ihnen dies auch in besonderer Form zeigen möchte.

Da es sich beim Baseball in erster Linie um eine männliche Sportart handelt, ist es auch verständlich, dass die Trophäen ähnlich ausfallen. Jetzt ist es aber so, dass Mary mit Leib und Seele Mutter ist und besonders ihrer einzigen Tochter zeigen möchte, dass sie für ihre Leistung im Baseball auch einen Preis verdient hat, der aber mehr ihrem Geschlecht und Wesen entspricht. Ich fand es sehr süß, welche Gedanken sie sich darum gemacht hat und so viel Arbeit auf sich genommen hat, dass daraus auch etwas Besonderes entsteht.

Wobei sie wahrscheinlich nicht mit Missys Reaktion gerechnet hat, der es weniger gefallen hat, würde sie die Trophäe vor den Jungs bekommen. Gerade weil sie eben diese Erfahrungen gemacht hat, dass die Mädels in ihrer Klasse sie dafür verurteilt haben, dass sie Baseball spielt. Allerdings habe ich nicht gedacht, dass sie die Trophäe tatsächlich annimmt. Wobei ich es mir hätte denken können, dass sie damit nichts Gutes vorhat. Jedoch hat das mal wieder bewiesen, dass sie Connie nicht so unähnlich ist.

Georgie and the girls

Ich bezeichne Georgie ja gerne mal als Deppen, eben weil man ihm oftmals sowas Dämliches verpasst, dass mir keine andere Bezeichnung einfällt. Doch wenn es um Veronica geht, muss man ihn einfach lieben und sein Verhalten dahingehend toll finden.

Obwohl er und Veronica momentan kein Paar sind, bemerkt man die Chemie zwischen den beiden und dass sie immer noch eine Menge Gefühle füreinander haben. Ich hoffe, dass die beiden zusammenkommen werden, auch wenn es natürlich schade für Jana wäre. Allerdings muss ich sagen, dass es mich nicht verwundern würde, sollten sich die beiden bald trennen. Zum einen natürlich weil Jana (zurecht) eifersüchtig zu sein scheint. Zum anderen aber auch, weil ich das Gefühl habe, Jana möchte Georgie zu sehr verändern, was mir sehr missfallen würde, da Georgie an sich ein liebenswerter Kerl ist.

Fazit

Die Bewertung dieser Episode fällt mir mal wieder etwas schwer. Denn die Storylines von Mary, Missy und Georgie haben mir wirklich gut gefallen, zumal sie die schönen Charakterseiten gezeigt haben. Allerdings ist Sheldons Aktion so von Ignoranz, Arroganz und null Loyalität, dass dadurch die Punktzahl geschmälert wird. Ich hoffe wirklich, wir erleben zum Ende der Staffel noch großartige Dinge.

Daniela S. - myFanbase

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