Bewertung: 8

Review: #3.07 Dreizehn

Foto: Eliza Taylor, The 100 - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Eliza Taylor, The 100
© Warner Bros. Entertainment Inc.

In dieser Episode liegt der Fokus auf den Geschehnissen rund um Polis und wie die Stadt zu seinem Namen gekommen ist. Man erhält einen Einblick darin, wie es damals zu der nuklearen Katastrophe gekommen ist und einige Fragen diesbezüglich werden geklärt, jedoch tuen sich rund um die künstliche Intelligenz A.L.I.E. und ihrer zweiten Version umso mehr Fragen auf.

"In peace may you leave the shore. In love may you find the next. Safe passage on your travels until our final journey on the ground... May we meet again."

Gleich zu Beginn der Folge wird man durch einen Flashback darüber aufgeklärt, wie es damals zu der nuklearen Katastrophe kam. Die Flashbacks haben, was manche Fragen angeht, Licht ins Dunkle gebracht und die Storyline rund um A.L.I.E. gleich viel interessanter gemacht. Ich frage mich jedoch nur, inwiefern die zweite Version von A.L.I.E. eine Bereicherung für die Menschheit sein soll, denn in den letzten 97 Jahren ist nichts Großartiges passiert, und gegen die fehlerhafte Version auf der Insel hat es auch nichts unternommen. Alles, was man in dieser Episode erfahren hat, ist, dass Becca sich die zweite Version von A.L.I.E. in den Nacken implantiert hat, zum allerersten Commander wurde und ihr Chip seitdem von Commander zu Commander weitergereicht wird. Aber welche Funktion dieser Chip im Nacken von Lexa überhaupt hat, ist noch unklar. Denn unsterblich oder super intelligent macht dieser Chip nicht. Lediglich vor der Radioaktivität auf der Erde hat er Becca geschützt, oder sie hat sich etwas injiziert, dass sie immun macht, so oder so, irgendetwas schützte sie vor der Radioaktivität. Was auch immer der Chip sein soll, oder können soll, es macht mir den Eindruck, als würde man ihn vor irgendetwas oder irgendwen verstecken wollen. Diese Sache rund um den Chip wird immer kurioser, aber auch umso spannender. Hoffentlich bekommt man noch mehr Einblicke darin, was Becca auf der Erde gemacht hat, wie die Mythologie der Grounder entstanden ist, oder wie die Menschen die nukleare Katastrophe überhaupt überleben konnten. Die Flashbacks haben mir in dieser Folge sehr gut gefallen und es gibt noch genug Fragen, die man mit Hilfe weiterer Flashbacks beantworten könnte, dies würde die folgenden Episoden sicherlich spannender gestalten.

Die Beziehung zwischen Clarke und Lexa hat in dieser Folge ein blutiges Ende gefunden, was ich jedoch sehr schade finde. Gerade jetzt, wo mir die beiden ans Herz gewachsen sind, finden sie zueinander und werden dann gleich wieder getrennt. Beziehungen finden in "The 100" nie ein glückliches Ende, außer vielleicht Octavia und Lincoln, aber zwischen den beiden läuft es momentan auch nicht so gut. Wenn man mal zurück denkt, haben alle Beziehungen ein blutiges Ende erlebt, da wäre die Beziehung von Jasper und Maya, oder auch die von Clarke und Finn bzw. die von Raven und Finn. Mittlerweile ist man an dem Punkt angelangt, dass man keine weiteren Liebespaare in der Show sehen will, da man genau weiß, dass es eh nicht gut enden wird. Lexa hätte vielleicht mehr auf Titus hören sollen als auf Clarke, die nur damit beschäftigt war, ihre Leute zu retten und nicht daran gedacht hat, was das für Auswirkungen auf Lexas Position als Commander hat. Lexa verschont Clarkes Leute, indem sie keinen Krieg anzettelt, sondern nur den Befehl gibt, die Sky People zu töten, sollten sie die Grenzen überschreiten, trotzdem ist das für Clarke nicht genug. Sie denkt gar nicht daran, dass es hier nicht nur um sie geht, und das Lexa irgendwie ihr Gesicht bewahren muss. Politisches oder logisches Denken wird hier gänzlich außen vor gelassen, da hätte ich von Clarke als Anführerin mehr erwartet. Früher oder später musste Lexa sterben, das war einem bewusst, es haben sich zu viele von ihr abgewendet und sie hat den Respekt ihrer Leute verloren. Doch dass sie ausversehen durch Titus Hand stirbt, kam dann doch sehr unerwartet. Ich hätte erwartet, dass sie heroisch stirbt, indem sie beispielsweise Clarke beschützt oder à la Jon Snow, indem sie von ihren eigenen Leuten verraten und ermordet wird. Die Art, wie sie gestorben ist, ist gewöhnungsbedürftig, dies wird der kriegerischen und taffen Anführerin nicht gerecht, aber ihre letzten Szenen mit Clarke konnten dann doch überzeugen. Für mich kommt es von der Inszenierung her zwar nicht ganz an den tragischen Tod von Finn heran, kommt dem aber sehr nah. Allerdings fällt mir der Abschied von Lexa schwerer, da sie für mich zur Sympathieträgerin der Show geworden ist, sie wird eine große Lücke hinterlassen. Clarke und Lexa haben/hatten eine Chemie, von der andere Paare sich eine Scheibe abschneiden können. Aber es gibt auch Hoffnung auf neue interessante Konstellationen.

Jetzt wo Lexa tot und Roan scheinbar von der Bildfläche verschwunden ist, braucht Clarke ein anderes Gegenüber, welches mit ihr harmoniert und eine gewisse Dynamik aufweist. Ich hege die Hoffnung, dass dies vorerst Murphy übernehmen wird, zumindest solange, bis Clarke und Bellamy sich wieder vertragen haben, schließlich sind Clarke und Murphy zusammen eingesperrt. Apropos Roan, ich hoffe, dass wir ihn bald auch mal wieder zu Gesicht bekommen werden. Es wird schwer die große Lücke zu füllen, die Lexa hinterlässt, aber vielleicht bekommt Murphy jetzt die Gelegenheit, zu alter Stärke zurück zu finden und bringt den früheren Witz und Sarkasmus wieder in die Show, der in den letzten Folgen gefehlt hat. Weiterhin hege ich die Hoffnung, dass die beiden bald zusammen in Richtung Arkadia fliehen, wo wir dann ein Wiedersehen zwischen Clarke und Bellamy, sowie Murphy und Thelonious haben werden. Mein Wunsch bezüglich einer Reunion zwischen Octavia und Indra hat sich jedenfalls erfüllt. Indra ist schon seit längerem einer meiner Lieblinge, ich bin froh, dass sie der Show erhalten bleibt und jetzt auch noch an der Seite von Octavia. Ich bin gespannt, was die nächsten Folgen mit sich bringen, aber am meisten bin ich auf die neuen Konstellationen Clarke/Murphy, sowie Indra/Octavia und ihren weiteren Weg gespannt.

Fazit

Kaum werden die Geschehnisse rund um Arkadia und Thelonious nicht behandelt, findet die Show zu alter Stärke zurück und kann fast auf kompletter Linie überzeugen. Nach so einer Episode kann man über die letzten weniger überzeugenden Episoden hinwegsehen und verzeiht Jason Rothenberg so einige Entscheidungen bezüglich der Charakterentwicklung. Es wird jedoch schwer sein, das Niveau dieser Folge zu halten, aber durch die vielen neuen und unbeantworteten Fragen, bleibt die Spannung weiterhin bestehen.

Aline C. - myFanbase

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