Bewertung: 7

Review: #3.17 Himmlisches Feuer

In der 17. Episode der finalen Staffel von "Shadowhunters" erfahren wir erneut mehr über das Morgenstern-Schwert und die Vorgänge im Gard. Dafür könnte es nach den neusten Ereignissen rund um Clary und Jonathan tatsächlich noch eine Weile dauern, bis sie von einander getrennt werden können.

Das Himmlische Feuer

Vor einigen Folgen offenbarte Maryse, dass der Rat etwas mit dem Himmlischen Feuer zu tun habe und ihre Kinder sich davor in Acht nehmen sollten. Natürlich wurde es durch diese Aussage noch viel interessanter, warum die Lightwood-Geschwister die Finger davon lassen sollten. Und nachdem in der letzten Folge Lilith auch noch aussagte, dass das Himmlische Feuer im Glorius für die Trennung von Clary und Jonathan verwendet werden kann, war eigentlich klar, dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis die Shadowhunters auf die entsprechende Mission gehen. In dieser Episode war es dann soweit.

Gut gefallen hat mir, dass es vor allem Isabelle und Simon gewesen sind, die dem Himmlische Feuer auf den Grund gehen wollten. Die beiden haben sich bereits bei der Suche nach Kain als gutes Team erwiesen. Dieses Mal war die Mission der beiden allerdings um einiges gefährlicher, denn schon in der elften Episode dieser Staffel konnte man in einer Szene sehen, dass die inhafterten Unterweltler offenbar gefoltert werden. Isabelle war nach dem Tod von Greenlaw die Gefahr sicher auch bewusst, in die Simon bei der Undercover-Mission geraten würde. Aber sie weiß auch, dass sie sich auf ihn verlassen kann und dass er ebenso wie sie alles dafür tun würde, um Clary vor ihrem Bruder zu retten. Ohne zu zögern willigt Simon tatsächlich in die Mission ein und wieder einmal zeigt sich dabei deutlich, wie sehr er sich seit Serienbeginn verändert hat. Damals wirkte er recht ängstlich und unsicher, doch ich finde, dass er das längst abgelegt hat und nicht nur mutiger, sondern auch selbstbewusster ist. Mit Isabelle hat er zudem jemanden an seiner Seite, der ihm Rückhalt gibt und die immer für ihn da ist. Wie sehr die beiden sich umeinander sorgen, insbesondere Isabelle als sie ihn in der Forschungsrichtung nicht mehr erreichen kann, und wie gut sie harmonisieren, gefällt mir sehr, so dass ich hoffe, dass wir sie in den verbleibenden Episoden noch öfter zusammensehen werden.

Durch Simons Einschleichen in das geheime Forschungszentrum, gab es auch ein Wiedersehen mit Raphael, worüber ich mich gefreut habe. Auch wenn er nicht zu meinen absoluten Lieblingen gehörte, hat mich sein Schicksal doch berührt. Es war schön zu sehen, wie dankbar er dafür ist, durch das Himmlische Feuer wieder zu einem Mundi geworden sein. Schon seit einiger Zeit wirkte es so, als wäre Raphael nicht mehr gerne ein Vampir. Umso schöner ist es daher, dass er jetzt auf die Weise sein Happy End bekommt.

Vernichtung des Himmlischen Feuers

Ich frage mich, ob Maryse entgegen ihrer Behauptung nicht vielleicht doch gewusst hat, was das Himmlische Feuer tatsächlich bewirken kann. Wieso sonst hat sie ihre Kinder so eindringlich davor gewarnt? Oder galt ihre Warnung vor allem vor Victor Aldertree, der nun Leiter der Wissenschaftsabteilung ist und alle Unterweltler auf einmal und entgegen ihres Willen in Mundis verwandeln wollte?

Ich war nie ein wirklicher Fan von Victor Aldertree. Für mich hatte er schon in der zweiten Staffel mit seiner aalglatten Art etwas an sich, was mir nicht gefiel. Eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet, dass wir ihn noch einmal wiedersehen werden. Aber sein erneutes Auftreten im Zusammenhang mit dem Himmlischen Feuer und seine Rolle im Rahmen der Ereignisse war durchaus plausibel. Es ist nachvollziehbar, dass Victor, der die Liebe seines Lebens töten musste, weil sie nach dem Verlust ihrer Verwandten durch einen Dämonenangriff wahnsinnig wird, auf die Idee kommt, dass alles anders geworden wäre, wenn sie damals keine Werwölfin gewesen ist. Der Verlust seiner Geliebten quält ihn immer noch und dient ihm als Motivation, alle Unterweltler auf einen Schlag und ungefragt zu Mundi zu machen. Auch wenn ich deswegen verstehen kann, was ihn antreibt, finde ich es auch erschreckend, wie er in seinem Wahn alle Unterweltler über einen Kamm schert und auch dann nicht seinen Irrtum begreift, als Isabelle ihn darauf hinweist. Zum Glück konnte Simon letztlich durch seine Zusammenarbeit mit Raphael, Helen Blackthorne und Iris sein Vorhaben vereiteln.

Rettet die Prinzessin den Prinzen?

Nach den Ereignissen in der Forschungseinrichtung konnte Simon einen Teil des Glorius als gelöste Partikel im Serum sicherstellen. Ich frage mich allerdings, ob das bisschen, was nach der Vernichtung noch übrig geblieben ist, auch ausreichen wird, um Clary und Jonathan zu trennen. Die zweite Frage bei dieser Thematik ist auch, wann diese erfolgen wird. Mittlerweile bin ich mir nämlich nicht ganz sicher, ob sie überhaupt geschehen wird. Zwar ist Jonathan jetzt in Sicherheitsverwahrung, aber diese Episode zeigt sehr deutlich, dass er eben doch noch Macht über Clary besitzt.

Bis dato habe ich übrigens angenommen, dass die Verbindungsrune dafür verantwortlich ist, dass sich Clary ihrem Bruder so verbunden fühlt. Allzu sicher bin ich mir da aber jetzt nicht mehr. Ich vermute nach dieser Episode, dass die Verbindung immer da war, aber für Clary nicht offensichtlich gewesen ist, bis Jonathan ihr einen Teil seiner Geschichte erzählt. So erfährt der Zuschauer zusammen mit Clary, dass Jonathan erst in seiner Zeit bei Lilith von seiner jüngeren Schwester erfahren hat und dass sie für ihn Hoffnung in den schweren Zeiten bedeutete. Sie war für ihn das sprichwörtliche Licht in der Dunkelheit. Das begreift auch Clary bei seinen Erzählungen und sie erinnert sich zudem an Albträume aus der Kindheit, in der sie genau die geschilderten Szenen von Jonathan gesehen hat, ihn aber nicht retten konnte. Es ist nur allzu verständlich, dass Clary sich ihr Versagen bezüglich der Rettung damals vorwirft und sie sich fragt, ob Jonathan anders geworden wäre, wenn es ihr gelungen wäre, ihn zu retten. Kein Wunder, dass sie sich jetzt damit schwertut, ihren Bruder "erneut" im Stich zu lassen. Diese Problematik bietet sehr viel Potential und wird damit sicherlich ein wesentlicher Bestandteil des Showdowns der Serie!

Randnotizen

  • Wie von mir erwartet, haben Alec und vor allem Magnus keine leichte Zeit vor sich. Sehr gut hat mir aber gefallen, dass Alec für seinen Freund da ist. Ich hoffe sehr, dass es vielleicht doch noch zur Hochzeit der beiden kommt.
  • Ich frage mich, ob Helen noch weiter der Serie erhalten bleiben wird. Ganz unsympathisch war sie mir nun nicht.



Fazit

Diese Folge hat uns ein ganzes Stück weitergebracht und konnte erneut mit tollen Momenten punkten. Jetzt bleibt vor allem immer noch abzuwarten, wie es mit Clary und Jonathan weitergeht, die ganz klar im Fokus stehen.

Daniela S. - myFanbase

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