Bewertung: 8

Review: #2.04 Tag des Zorns

Foto: Shadowhunters - Copyright: 2016 Disney Enterprises, Inc. All rights reserved.; Freeform/John Medland
Shadowhunters
© 2016 Disney Enterprises, Inc. All rights reserved.; Freeform/John Medland

Diesmal konzentriert sich "Shadowhunters" vor allem auf die Gefühle, Emotionen und Empfindungen der Schattenjäger und gewährt den Zuschauern dabei Einblick in den tiefsitzenden Schmerz der Lightwood-Geschwister. Aber auch das Thema Loyalität wird in #2.04 Tag des Zorns aufgegriffen und liefert durch diese Kombination eine ordentliche Folge ab.

Der Dämon, der Besitz vom Schmerz ergreift

Eine Jagd nach einem Dämon ist keine Seltenheit bei "Shadowhunters" ebenso wenig wie die Tatsache, dass eine solche Jagd hin und wieder gefährlich sein kann. Dabei hatte man aber nie gedacht, dass es einmal für das gesamte Institut um Leben und Tod gehen können. Nachdem ein Mann von einem Dämon getötet wird, wird die Leiche von Isabelle ins Institut gebracht. Ehrlich gesagt habe ich mir anfangs gar nichts dabei gedacht, da dies nun mal die normale Vorgehensweise ist. Interessant wurde es erst für mich, als der Dämon aus der Leichte aufstieg und verschwand. Damit begann das Böse seinen Lauf zu nehmen und die Opfer des Dämons sind nicht mal zufällig auserwählt. Dieser Dämon ergreift nur von Menschen Besitz, die Schmerz, Hass oder Ärger fühlen und nach den letzten Ereignissen wundert es mich ehrlich gesagt nicht, dass zwei der drei Opfer Alec und Isabelle sind. Allerdings wurde mit Raj der Anfang gemacht, was für mich ziemlich logisch ist.

Raj wollte in der letzten Folge dafür sorgen, dass Magnus das Institut verlässt, als es so schien, als könne er Alec nicht mehr helfen. Daraufhin hatte Magnus die Nerven verloren und hat Raj so hart getroffen, dass er das Bewusstsein verloren hat und er dann sozusagen ausgenutzt wurde und ihm dieses Versagen hinterher auch noch zum Vorwurf gemacht wird. Logisch, dass er danach Wut und Hass empfindet und damit einer der besten Kandidaten für den Dämon ist. Sehr spannend fand ich den Kampf zwischen Raj und Lydia, der zum Glück gut für sie ausgegangen ist. Ich kann jetzt nicht behaupten, dass sie zu meinen Top Favoriten gehört, aber nachdem sie erkannt hat, dass eine Heirat mit Alec nicht gut wäre und eher auf der Seite der Schattenjäger statt, ist sie mir deutlich sympathischer geworden. Einen weiteren Pluspunkt hat sie sich in meinen Augen auch dadurch verdient, dass sie den Deal zwischen Isabelle und Aldertree geheim ´hält. Aber nun zurück zu dem Dämon, von dem zwar Lydia verschont blieb, allerdings ein sehr viel tragischeres Opfer gefunden hat: Jocelyn.

Obwohl sich Jocelyn in den letzten Folgen nicht unbedingt von der sympathischen Seite gezeigt hat, schockierte mich ihr Tod schon sehr. Dass Alec ihr Mörder ist lässt sich wahrscheinlich damit erklären, weil er es nicht guthieß, als Clary ihm deutlich gemacht hat, nicht mit ihrer Mutter nach Idris zu gehen. In seinen Augen ist Clary ja ohnehin jemand, der nicht nur Jace in Gefahr bringt, sondern der ganz einfach nicht zu ihnen passt. Natürlich hätte er demnach eigentlich Clary angreifen müssen, aber seine Wut, über ihren Verbleib in New York richtet sich wohl ganz einfach aus dem Grund auf Jocelyn, weil sie in Alecs Augen nicht hartnäckig genug gewesen ist, sie zum Mitgehen zu bewegen.

Ich bin gespannt, ob der Mord an Jocelyn zwischen den beiden nochmals zur Sprache kommt. Auch wenn Alec nach wie vor kein Fan von Clary ist, so glaube ich ihm dennoch, dass ihm der Tod ihrer Mutter leidtut. Auch wenn er im Grunde nichts dafür kann, weil er von dem Dämon gesteuert wurden ist. Aber vielleicht glaubt Alec, wenn er seine Emotionen besser unter Kontrolle gehabt hätte, wäre der Mord nie passiert.

Die Dritte im Bunde, die vom Dämon heimgesucht wurde, ist Isabelle. Ebenso gut wie bei Raj und Alec, lässt sich für mich erklären, warum ausgerechnet sie auch eine 'Auserwählte' gewesen ist. Bereits in der ersten Staffel wurde ersichtlich, dass für Maryse Alec immer der Liebling gewesen ist. Ganz egal, wie sehr sich Isabelle auch bemüht hat – sie hatte einfach keine Chance. Obwohl sie ihren Bruder abgöttisch liebt, sitzt der Schmerz noch immer tief in ihr, von ihrer Mutter so bevormundet zu werden. Dazu kam jetzt noch das Gespräch mit Clary über ihre Mutter, wodurch Isabelle mal wieder erkannt hat, dass sie mit Maryse nicht die Mutter hat, die sie sich eigentlich wünscht.

Dass ausgerechnet Clary es ist, die den Dämon besiegt hat, gefiel mir sehr gut. Obwohl sie soviel Schmerz und Leid in dieser Folge erfahren musste, hat sie es geschafft, all das gegen den Dämon zu verwenden und erst danach alles zuzulassen. Mal sehen, wie es mit Clary in der nächsten Folge weitergeht. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass sie den Tod ihrer Mutter so schnell verarbeitet.

Loyalität

Der andere große Handlungsstrang drehte sich um die Loyalität und da sind noch einige offene Fragen zu klären. Fangen wir aber erst einmal mit Jace an, der nach dem Deal zwischen Isabelle und Aldertree in der Stadt der Gebeine ist. Dadurch, dass er Valentines Sohn ist und von ihm entführt wurde, muss er nun natürlich seine Loyalität gegenüber dem Rat und dem Institut unter Beweis stellen.

Ich bewundere Jace wirklich für seine Ehrlichkeit bei seiner Verhandlung. Aldertree hat ihm sehr kritische Fragen gestellt, um seine Loyalität und Ehrlichkeit zu prüfen. Ich frage mich zwar, ob all diese Fragen nötig waren, aber gut. Das Interessante war für mich sowieso der Kampf mit Valentine und seinen Männern. Und mal wieder zeigte sich, welch unangenehmer Zeitgenosse Valentine letztlich doch ist. Er war tatsächlich so verblendet und überzeugt davon, dass Jace sich für ihn entscheidet, nur um nicht ein Leben lang einsitzen zu müssen. Wie Jace schon sagte, war anscheinend der Sprung vom Schiff nicht deutlich genug.

Wobei man natürlich auch sagen muss, dass Valentine dafür gesorgt hat, dass Jace seine Loyalität vor Aldertree (wie zuvor schon Hodge vor Jace) unter Beweis stellen konnte. Dass Hodge letztlich mit dem Tod bezahlt hat, war fast klar. Man könnte seinen Tod vielleicht als eine Art Wiedergutmachung für seinen Verrat ansehen. Auch bin ich mir nicht ganz sicher, ob es von Aldertree nicht doch nur ein Test gewesen ist, als er Jace zu verstehen gab, sich das Seelenschwert von Valentine zu holen, anstatt ihn zu retten. Ich bin jedenfalls froh, dass Jace sich für ihn entschieden hat. Denn möglicherweise hat Aldentree jetzt erkannt, dass Jace kein schlechter Typ ist.

In dieser Folge ist Magnus über sich hinausgewachsen. Allerdings frage ich mich bei ihm, ob er bezüglich Camille richtig gehandelt hat und er seine Entscheidung, sie ausgeliefert zu haben, nicht bereuen wird. Wie sich Isabelles Entscheidung bezüglich des Deals noch auswirken wird, zeigt sich sicherlich auch noch in den nächsten Folgen.

Auch wenn mir die letzte Szene zwischen den Lighwood-Geschwistern und Jace, wie auch zwischen Clary und Simon sehr gut gefallen hat, hatte ich irgendwie das Gefühl, dass sich durch diese Szene bereits zwei Lager gebildet haben, die bald auf Konfrontation aus sind. Hoffen wir das Beste.

Randnotizen

  • Mir gefällt es sehr gut, dass Simon wieder mehr Kontakt zu seiner Mutter hat und diese dadurch vom Alkohol offenbar die Finger lässt. Ich würde mir wünschen, mehr Szenen zwischen Mutter und Sohn zu sehen.
  • Sehr süß fand ich auch, dass Magnus offenbar Alec mehr bedeutet als Jace. Immerhin scheint es Magnus' Kuss gewesen zu sein, der Alec zurückgeholt hat.


Fazit

Eine sehr gute Folge, die sehr tiefe Einblicke in das Seelenleben der Charaktere gegeben hat. Clarys Verlust wie auch der Deal zwischen Isabelle und Aldertree wird in den nächsten Folgen sicherlich noch für einigen Redebedarf zwischen allen Beteiligten sorgen, auf den ich schon sehr gespannt bin.

Daniela S. - myFanbase

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