Bewertung: 7

Review: #2.05 Staub und Schatten

Nach einer wirklichen extremen letzten Folge, scheint vor allem Clary wieder in ein altes Muster zu verfallen, was sie in arge Schwierigkeiten bringt. Es auch nicht abzusehen ist, dass sich das in der nächsten Zeit ändern wird. Auch Alec leidet noch immer sehr unter dem seiner Tat leidet. Hingegen offenbart Simon seiner Mutter, ein Vampir zu sein und sorgt bei ihr damit für Verwirrung.

Wiederauferstehung gegen einen hohen Preis

Dass Clary nicht so leicht über den Tod ihrer Mutter hinwegkommen würde, konnte man schon denken. Und obwohl ihr Handeln durchaus verständlich ist, finde ich es ein bisschen schade, dass sie nun wieder in ein altes Muster gefallen ist: Auf Solomission gehen und sich dabei in Gefahr begeben. Aber fangen wir mal von vorne an. Durch den Tod ihrer Mutter ist Clary erneut bewusst geworden, wie unglaublich wichtig Simon für sie ist, dessen Tod sie auch verkraften musste und der als Vampir zurückkam. Leider hat dieses Bewusstwerden zur Folge, dass Clary auf eine äußerst gefährliche Idee gekommen ist: Ihre Mutter von den Toten wieder auferstehen zu lassen.

Schon, als sie diesen Gedanken ausgesprochen hat, dachte ich "Oh no, das kann nicht gut ausgehen." Die Voraussetzungen, unter denen Simon zurückgekehrt sind, sind völlig andere als bei Jocelyn. Ich fand es gut, dass Simon ihr klar gemacht ist, dass sie den Tod ihrer Mutter akzeptieren muss und dass es Dinge gibt, die man nicht ändern kann. Schön, dass Simon so offen ist und sich mal wieder als ein wahrer Freund erweist, auf den man zu jeder Zeit zählen kann. Ich bin mir auch sehr sicher, dass Clary zunächst den Tod von Jocelyn wirklich akzeptiert hatte und den Gedanken, sie wieder zum Leben zu erwecken, längst verworfen hatte. Ich denke, der Auslöser, der sie dazu veranlasst hat, sich nach einem anderen Hexenmeister umzusehen, war das Gespräch mit Jace. Ich glaube nämlich schon, dass sie bereits durch Magnus' Ablehnung erkannt hat, dass ihr Vorhaben falsch ist. Aber dadurch, dass Jace den Wunsch äußerte, mehr Zeit mit seiner Mutter verbringen zu können, könnte ich mir vorstellen, dass Clary dies als eine Art Zustimmung angesehen hat. Daher wollte sie sich aber auch nicht von ihm von ihrer Idee abbringen lassen und ist deswegen anfangs auf eine Solomission gegangen.

Iris Rouse ist selbst Hexenmeisterin und betreibt schwarze Magie. Auf mich hat diese Dame vom ersten Augenblick an einen recht hinterhältigen Eindruck gemacht. Mich wundert somit nicht, dass Clary Alec mitgenommen hat, als sie Iris erneut aufgesucht hat. Ihr Handeln kann man dabei es fast schon als ausnutzen bezeichnen. Denn schließlich leidet Alec noch immer sehr darunter, dass er Jocelyn getötet hat. Wer des Öfteren mal Mysteryserien gesehen hat, weiß, dass schwarze Magie immer an einen hohen Preis gebunden ist und den man selbst dann zahlen muss, wenn man das ganze Vorhaben abbricht. Genauso ergeht es dann auch Clary und ich wünschte, sie hätte eher eingesehen, dass eine Wiederauferstehung von Jocelyn gefährlich sein wird. Eigentlich kann man Clary fast als Opfer bezeichnen, denn Iris hat ihre Trauer ausgenutzt, um ihren eigenen Willen zu bekommen. Da hat es in diesem Moment auch nichts genutzt, dass Clary Alec mitgenommen hat. Obwohl dieser nämlich sehr skeptisch gewesen ist, konnte er Clary im entscheidenden Moment auch nicht helfen.

Zum Glück wusste auch Jace von Clarys Vorhaben und konnte mit Isabelle seine Geschwister retten. Mir hat dieses Szenario sehr gut gefallen. Anders als von mir gedacht, halten die vier nach wie vor zusammen, was sie in ihren Missionen umso stärker macht. Clary scheint ebenfalls an Stärke gewonnen zu haben. Sie konnte bereits den Dämon aus der letzten Folge besiegen und jetzt wieder. Mir ist noch nicht ganz klar, ob damit auch ihr Preis bei Iris hinfällig ist. Sollte die Dame nämlich nochmals auftauchen, könnte ich mir vorstellen, dass sie noch etwas in der Hinterhand hat, um ihren Preis einzufordern. Interessant ist auch die leuchtende Rune, die aus Clarys Hand geschossen kam. Ich bin gespannt, was es damit auf sich hat. Vielleicht haben sich die Kräfte und Eigenschaften von Jocelyn nach deren Tod auf ihre Tochter übertragen.

Ich bin ein Vampir

Ich hatte mir ja gewünscht, dass es mehr Szenen zwischen Simon und seiner Mutter gibt. Allerdings weiß ich nicht so ganz, ob mir die Entwicklung gefallen wird. Nachdem die beiden seit Simons Verwandlung erstmals zusammengetroffen sind, tat er sich sehr schwer damit, seiner Mutter zu sagen, dass er ein Vampir ist. Klar, zwischen Tür und Angel ist das auch ein bisschen doof. Gerade wenn man, wie Simon, selbst erst vor kurzem diesen Lebensumstand akzeptiert hat. Mich hat es sehr gefreut, dass Elaine einfach froh war, ihren Sohn wieder zu haben und ihm sogar versprochen hatte, seine (neuen) Eigenheiten zu akzeptieren. Ein bisschen schade finde ich, dass sie bei der erst besten Gelegenheit ihr Versprechen bricht, auch wenn sie als Mutter natürlich wissen will, was in ihrem Sohn vor sich geht.

Jetzt weiß sie, dass ihr Sohn ein Vampir geworden ist und wollte gleich einen Arzt zur Hilfe holen. Ich bin wirklich gespannt, wie ihre nächste Reaktion ausfallen wird, nachdem sie gesehen hat, wie er eine Ratte aussaugt. Ich habe die traurige Vermutung, dass sie jetzt Angst vor ihm hat und sich die beiden dadurch von einander entfernen, was ich wirklich schade fände.

Anweisungen missachtet

Aldertree ist für mich ein Charakter, den ich auch nach einigen Folgen noch immer nicht wirklich einschätzen kann bzw. der für mich zwei Gesichter hat. Bei der Anhörung wollte er von Jace wissen, ob er dem Rat uneingeschränkt Loyalität schwören kann, was Jace wiederum verneint hat. Als er sich dann zwischen dem Seelenschwert und dem Leben von Aldertree entscheiden musste, wählte er Letzteres und überging damit die Anweisung.

Ich war der Ansicht, dass es eine Art Test war. Auch wenn Valentine durch den Kelch und das Seelenschwert nur noch mehr Macht besitzt, glaube ich nicht, dass es keine Möglichkeit mehr gibt, ihn zu besiegen. Aldertree hat zumindest sehr deutlich gemacht, was er von Jace hält und ich könnte mir vorstellen, dass es in nächster Zeit noch zu häufigeren Auseinandersetzungen der beiden kommen wird. Und ich denke, er hat etwas mit Isabelle vor. Etwas, was böse ausgehen könnte.

Es wird leichter, aber nicht leicht

Neben Clary musste auch Magnus einen Verlust hinnehmen, als er Camille nach Idris zurückgeschickt hat. Aber genau durch diesen Verlust kann er Alec neuen Mut machen, der diesen dringend nötig hatte. Mir gefiel es sehr gut, dass er Magnus aufgesucht hat, da er für ihn mittlerweile wichtiger geworden ist als Jace, bei dem er ohnehin keine Chancen hat. Sehr gut hat mir auch gefallen, wie er Clary getröstet hat. Ich glaube, er hätte sich gewünscht, er könnte ihr die Erinnerungen zurückgeben, damit der Verlust leichter für sie wird.

Randnotizen

  • Ich fand Simons Anmerkung über Ozzy Osbourne einfach herrlich! So etwas kann nur von ihm kommen.
  • Das Ritual für die Verstorben fand ich sehr schön und berührend.
  • Ich finde es gut, dass Jace Isabelle den Verrat verziehen hat und ihr sogar gestanden hat, dass er selbst so gehandelt hätte.



Fazit

Nach einer sehr tollen Folge schwächelt #2.05 Staub und Schatten etwas. Allem voran lag das an Clary, die wieder in ein altes Muster gefallen ist und sich damit in eine Gefahr gebracht hat, die nicht hätte sein müssen. Doch konnte die Folge durch tolle Momente sowie Clarys neuen Fähigkeiten überzeugen.

Daniela S. - myFanbase

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