Bewertung: 6

Review: #2.13 Lichtblicke

Das Gefühlschaos der Feuerwehrleute von Station 19 ebbt nicht ab und so kommt es ganz gelegen, dass sie sich in dieser Woche mit einem Stromausfall befassen müssen. Es wird dunkel, die grellen Eindrücke des Alltags treten in den Hintergrund und man kann sich auf das konzentrieren, was einen tief im Inneren beschäftigt. Natürlich verläuft die Episode dennoch nicht vollkommen ruhig, denn auch wenn der Einsatz der Feuerwehrleute unter gedämpftem Licht stattfindet, versucht man eben dadurch die Spannung ein wenig anzuziehen. Der Einsatz in dem dunklen Gebäude bringt für die Feuerwehrleute derweil einige Denkanstöße mit, die sehr willkommen sind.

Vicley

Seitdem man uns Vic und Ripley zum ersten Mal schmackhaft gemacht hat, gefällt mir dieses Pärchen unglaublich gut, weshalb ich es sehr genieße, dass man kontinuierlich an ihrer Beziehung arbeitet. Der erste Streit ist überwunden und in beiden drängt sich das Bedürfnis auf, einmal mit den anderen aus den gewohnten vier Wänden auszubrechen. Bei den beiden dient Pruitt, der gerade von seiner Kreuzfahrt zurück ist, als Mittel zum Zweck und so wächst in Vic der Wunsch, mit Ripley zu verreisen. Man sieht ihr ganz deutlich an, dass sie hin und her gerissen ist. Einerseits möchte Vic ihre Beziehung genießen, andererseits weiß sie, dass sie nicht mal eben mit ihrem Chef einen Liebesurlaub machen kann. Schön finde ich bei den beiden besonders, dass man auch Ripleys Standpunkt beleuchtet und jener würde ebenso gern mehr Zeit mit Vic verbringen. Schlussendlich gibt es bei den beiden einen wunderbaren Silberstreifen am Horizont, da sie ernsthaft überlegen, mit ihrer Beziehung an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich habe mich bereits mehrmals gefragt, ob das so ein großes Problem sein kann und bin gespannt und froh, dass wir die beiden nun beim nächsten Schritt in ihrer Beziehung verfolgen werden.

Mack

Auch bei Maya und Jack geht man die Geschichte weiterhin sehr langsam aber nicht weniger eindringlich an. Hier sind es die Worte Deans, durch die Maya ihr bisheriges Datingverhalten reflektiert. Jack lässt sich von Mayas Vorgeschichte jedoch nicht abschrecken und findet am Ende der Episode ein paar herzerwärmende Worte, die Maya in den höchsten Tönen loben. Natürlich äußert Jack sich im Beisein der anderen zu Maya, wodurch sie nicht die Chance bekommt, auf Jacks Komplimente zu reagieren. Doch die Tendenz ist auch bei ihnen ganz deutlich und ebenso wie bei der überraschenden Konstellation aus Vic und Ripley gefällt es mir sehr gut, was man hier zwischen Jack und Maya aufbaut. Wir sind live dabei, wenn die beiden entdecken, wie sehr sie den anderen schätzen und wenn sie ihre harte Schale ablegen, um dem anderen ein Stück näher zu kommen. Gern mehr davon.

Andy & Sullivan

Der Fall der Woche bringt auch Andy und Sullivan näher zusammen. Obwohl man bei den beiden ebenfalls dafür sorgt, nichts zu überstürzen, bin ich von ihnen bisher noch nicht recht überzeugt. Das liegt vor allem daran, dass man bei Andy bisher sehr viel falsch gemacht hat und sie immer wieder unüberlegt mit Ryan ins Bett springen lies, nur um dann kurz darauf wieder einen Rückzieher zu machen. Daher betrachte ich die Annäherung zwischen ihr und Sullivan mit skeptischen Augen, denn auch wenn mir der Captain von Station 19 bisher sehr gut gefallen hat und auch sein Werdegang in Staffel 2 überzeugen konnte, weiß ich nicht, was ich vom Anbandeln zwischen ihm und Andy halten soll. Auf einer freundschaftlichen Ebene funktionieren die beiden sehr gut und auch beruflich haben sie trotz einer kleinen Reiberei harmoniert. In Sachen Liebe setzen ich meine Hoffnungen eher auf andere Pärchen.

Randnotizen

  • Zuletzt hatte ich mich dafür ausgesprochen, Pruitt erst einmal auf eine Kreuzfahrt zu schicken, da er die Handlung nicht sonderlich bereichern kann. Ich war überrascht, dass man seine Reise einfach übersprungen hat und ähnlich wie zuvor, hat er auch in dieser Woche eher als Stichwortgeber gedient, anstatt aktiv etwas zum Fortschreiten der Handlung beizutragen. Mal sehen, ob sein neuer Job dafür sorgt, dass Pruitt ein wenig mehr involviert wird.
  • Bei Travis und Dean herrscht Stillstand. Mal schauen, ob sich bei den beiden bis zum Staffelfinale noch eine Storyline ergibt, ich bezweifle es allerdings.
  • Der Fall der Woche hat bei Ben viel bewirkt und ihn zum Nachdenken gebracht. Ich frage mich zwar weiterhin, weshalb wir noch keine Reaktion von Miranda auf Bens neuen Berufswunsch gesehen haben, doch dass er wenigstens mit Tuck geredet hat, war ein Anfang. Den im Sterben liegenden Mann, den man reanimiert, obwohl seine Tochter gerade noch gesagt hat, dass er nur deshalb Zuhause ist, weil er nicht im Krankenhaus dahinscheiden wollte, fand ich im ersten Moment ziemlich fragwürdig. Man hat hier zum Glück die Kurve gekriegt und ihm einen schönen Abschied aus dem Leben bereitet.
  • Ich bin überrascht, wie locker Andy und Ryan miteinander umgegangen sind und dass Andy sogar der neuen Frau an Ryans Seite freundlich gesonnen war. So erwachsen haben wir sie bisher selten erlebt.



Fazit

Diese Episode setzt sehr auf das Liebesleben der Charaktere, das immer stärker miteinander verwoben wird. Zwar kann man damit in weiten Teilen überzeugen, dennoch wünsche ich mir mal wieder einen feurigen Einsatz für "Seattle Firefighters".

Marie Florschütz - myFanbase

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