Bewertung: 7

Review: #2.12 Schwere Geburt

Auch dieses Mal gibt es keinen Feuerwehreinsatz der klassischen Art, dennoch gestaltet sich diese Episode um einiges interessanter, als es in der letzten Woche der Fall war. Punkten kann diese Folge mit den ehrlichen Gesprächen zwischen Maya und Jack sowie Vic und Ripley. Schwachstellen waren in meinen Augen wieder einmal Andy und Pruitt.

Nach dem offenen Ende im Streit von Vic und Ripley war ich sehr zufrieden damit, dass man dieses Thema gleich wieder anpackt. Zwar dauert es bis zu Ende der Episode, die Fronten zu klären, dennoch erkennt man von beiden Seiten her schnell, dass weder Vic noch Ripley einen Ausweg aus der Beziehung sucht. Vic kanalisiert ihre Gefühle, indem sie an Ripleys Shirt festhalten will, während er sich einem alten Freund anvertraut. Wir haben in der ersten Staffelhälfte erfahren, dass Ripley und Sullivan sich vor dem Tod von Sullivans Frau sehr nahestanden, gleichzeitig haben wir aber auch gesehen, dass eben jenes Ereignis zur Entfremdung zwischen ihnen geführt hat. Es gefällt mir gut, dass man nun langsam versucht, die Freundschaft der beiden wieder aufzubauen. Und was würde sich dafür besser eignen, als ein Rat in Beziehungsfragen? Erst verhalten, dann aber offen spricht Ripley über seine Gefühle für jemanden und schließlich wird aufgedeckt, dass es sich dabei um Vic handelt. Bis auf einiges Gemunkel von anderen Feuerwehrleuten sehe ich nicht recht, was das Problem bei der Beziehung der beiden sein soll. Klar ist jedoch, dass immer mehr Leute von ihnen erfahren, wodurch ihre Partnerschaft immer realer wird.

Dass Ripley hin und her gerissen ist, sieht man ihm deutlich an und Brett Tucker gefällt mir in dieser Rolle sehr gut. Auch das Geständnis, dass er sich nicht von Vic trennen möchte, traf genau in Schwarze und ich bin gespannt darauf, welchen Weg die Beziehung der beiden im restlichen Verlauf der Staffel einnehmen wird.

Rund um Vic war der Fall der Woche aufgebaut, der nicht von Feuer, sondern von Wasser bestimmt wurde. Durch den Alleingang konnte Vic sich beweisen, doch wie bereits in den letzten Wochen wollte der Funke bei dem Einsatz nicht recht überspringen. Besser gelungen war dafür die Auseinandersetzung von Maya und Jack. Die beiden stehen noch ganz am Anfang ihrer Beziehung – falls man das überhaupt schon so nennen kann – dennoch beschäftigen sie sich mit Fragen, die man sonst nur mit den Menschen bespricht, die einem am nächsten stehen. Auch bei den beiden kommt es zu einer schönen Annäherung. Dass Andy dabei dieses Mal gar nicht Thema war, hat überhaupt nicht gestört, denn durch den alleinigen Fokus auf Maya und Jack wurde aufgezeigt, dass ihre Gefühle für einander eben vollkommen unabhängig von Andy sind.

Andys Storyline bleibt weiterhin undurchsichtig. Die Beziehung mit Ryan scheint wieder einmal beendet zu sein, überrascht hat mich dabei nur, dass er es dieses Mal war, der einen anderen Weg eingeschlagen hat. Auch Andys Problem mit Pruitts Flirt konnte nicht sonderlich überzeugen. Es sollte wohl witzig sein, wie sie auf das Techtelmechtel ihres Vaters reagiert hat, doch ich werde mit Andy irgendwie nicht warm, weshalb mich diese oberflächliche Geschichte nicht in ihren Bann ziehen konnte.

Randnotizen

  • Nebenbei baut man bei Dean noch ein paar Dates ein, die durch die Bank miserabel verlaufen. Diese banale Geschichte fand ich wesentlich unterhaltsamer, als die rund um Andy und Pruitt. Gut gefallen hat mir dabei vor allem, dass man den Besuch von Deans Eltern aus #2.11 Baby Boom wieder aufgreift.
  • Ob Pruitt tatsächlich eine Kreuzfahrt machen wird? Eine große Bereicherung war er für die Handlung in letzter Zeit nicht, weshalb ich es verkraften würde, wenn er eine Weile abwesend ist.
  • Nach der Trennung von Grant bleibt Travis ein wenig außen vor. Mal sehen, ob er bald wieder mehr intergiert wird.
  • Bens Wechsel zu Medic One rückt immer näher und die Vorbereitung darauf geht auf Kosten seiner Ehe mit Miranda. Nachdem die beiden gerade erst zueinander gefunden haben, hoffe ich sehr, dass hier nicht schon wieder dunkle Wolken am Horizont aufziehen. Seltsam finde ich auch, dass es bisher weder in "Seattle Firefighters" noch in "Grey's Anatomy" eine Reaktion von Miranda auf den erneuten Karrierewechsel ihres Mannes gab.


Fazit

Die Fortschritte in den Beziehungen zwischen den Charakteren gelingen der Serie dieses Mal sehr gut. Dadurch kann man darüber hinwegsehen, dass weder der Feuerwehreinsatz noch die Geschichte rund um Andy zu überzeugen wusste.

Marie Florschütz - myFanbase

Diese Episode ansehen:


Vorherige ReviewÜbersichtNächste Review

Diskussion zu dieser Episode

Du kannst hier mit anderen Fans von "Seattle Firefighters" über die Folge #2.12 Schwere Geburt diskutieren.