Bewertung: 5

Review: #4.15 Zwei Schritte zurück

Nach der gelungenen letzten Episode bin ich mit dieser Episode ganz und gar nicht zufrieden. Eigentlich war sie von der Story gar nicht so schlecht, doch das Ende hat alles kaputt gemacht.

"Addison is my best friend. And the fact that you chose her... I could pretend that it doesn't hurt and I think, I do a pretty good job. Not all the time, but given the circumstances... still hurts, Sam."

Aber ich fang erst mit dem Anfang an. Zuerst einmal konnte ich mich nicht damit anfreunden, dass Kate Walsh in dieser Episode nicht dabei war. Immerhin ist sie der Hauptcharakter, um den sich alles dreht und kaum ist sie eine Folge nicht da, schon vermisst man sie. Ohne Addison fehlt der Serie einfach ein Teil und ich hoffe stark, dass sie in der nächsten Folge wieder mit dabei ist. Denn kaum ist sie weg, schon passiert das Unglück. Und ich rede hier von dem Kuss zwischen Sam und Naomi. Muss das denn sein? Ich kann nicht verstehen, wieso die Autoren diese Geschichte wieder aufrollen. Immerhin hatte Naomi zwischendurch auch andere Partner und es ist zwar verständlich, dass Sam für sie immer wichtig sein wird, aber wieso muss das wieder von vorne losgehen? Jetzt waren Sam und Addison doch schon auf einem so guten Weg und jetzt muss alles zerstört werden? Das kann ich einfach nicht nachvollziehen. So ist die Story von Naomi und Sam komplett vergessen gewesen. Immerhin war es ein ziemlich ernster Fall, der wieder einige ethische Fragen aufwirft. Ein Mädchen, das an dem Down-Syndrom leidet, ist schwanger und ihre Mutter treibt das Baby ab. Ein ziemlich ernster Fall, der sicherlich einige Diskussionen ausgelöst hat, denn das Thema Abtreibung ist immer noch ein sehr empfindliches Thema und das ganze dann auch noch in Kombination mit einer Behinderung ist ziemlich heftiger Stoff für eine Episode. Gut daran gefallen hat mir, dass Sam nicht versucht, die Mutter zu überzeugen, so wie Naomi es versucht. Jeder muss dazu seine eigene Meinung haben und das haben die Autoren gut gelöst. Auch die Besetzung von Helen Slater als Erin hat mir gut gefallen, weil sie ihre Rolle wirklich gut gespielt hat und die Mutterrolle überzeugend darstellen konnte. Aber wie schon gesagt, dass Ende der Folge hat mich ganz vergessen lassen, woran Sam und Naomi gearbeitet haben. Das hat mich einfach zu sehr aufgeregt.

"I forgive you Cooper. I understand why you did it, and I forgive you. You were the first man, the only man, to know all of me and love me anyway."

Es gab viele Nebenhandlungen in dieser Episode. Die beste von ihren dreht sich um Charlotte und Cooper. Es ist so schön zu sehen, wie sehr die beiden in ihrer Beziehung vorankommen und das macht mich echt froh. Sie wissen beide, dass sie nicht perfekt sind und dass sie einiges ändern müssen, aber sie sind auf dem richtigen Weg. Ich hab die zwei mittlerweile sehr ins Herz geschlossen und freue mich wahnsinnig auf die Hochzeit, sollte einer der beiden vorher nicht noch gewaltigen Mist bauen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass die zwei genug durchgemacht haben und endlich etwas Glück verdienen. Es war schön mit anzusehen, wie sie am Ende bereit sind, diesen Schritt gemeinsam zu gehen und die Hochzeit endlich ins Auge fassen. Ich kann es kaum erwarten.

"You can't dance. I know, you think you can, but you can't." - "Well, that's not terrible." - "And you still play air guitar."

Eine weitere Handlung, die mir gefallen hat, war die Story um Violet und das Manuskript für ihr Buch. Sie hat tatsächlich private Informationen ihrer Freunde darin veröffentlicht. Ich wäre wahrscheinlich genauso wütend, wie Pete und die anderen und würde ihr auch eine Standpauke geben. Diese Story hat mich richtig amüsiert, weil es einfach witzig war, mit anzusehen, wie alle wütend auf Violet sind, sie sich aber davon nicht abhalten lässt und zu ihrem Buch steht. Die Konfrontation von ihr und den anderen war herrlich und es geschieht Violet eigentlich ganz Recht, dass die anderen auch mal ihre Meinung über sie sagen dürfen. Ich musste wirklich lachen, weil sie es irgendwie verdient hat. Selbst wenn sie am Schluss die Informationen über ihre Freunde veröffentlichen darf, was eigentlich klar war, so hat diese Story die Episode aufgelockert und mir deshalb gut gefallen.

That's no Paris Geller!

Weniger gefallen hat mir die Story von Sheldon, obwohl sie zwei sehr tolle Gastdarsteller beinhaltet. Zum einen Liza Weil, die ich in "Gilmore Girls" lieben gelernt hab und zum anderen Jennifer Aspen, die ich in "Glee" kennengelernt hab. Ihr Charakter in Glee hat mir überhaupt nicht gefallen, deshalb war es schön, sie hier in einer anderen Rolle zu sehen, die sie auch gut spielen konnte. Im Gegensatz zu Liza Weil, die mich leider sehr enttäuscht hat. Die Rolle der Andi hat einfach nicht zu ihr gepasst und auch die komplette Story war einfach seltsam und ich konnte sie einfach nicht nachvollziehen. Ich schiebe die schlechte Leistung von Liza Weil jetzt einfach auf die Rolle, die sie spielen musste, denn ich weiß genau, dass sie fähig ist, ganz andere Dinge zu spielen. Doch Andis Charakter war einfach daneben und ist für mich schwer nachvollziehbar. Deshalb hätte ich auf die komplette Story verzichten können und hätte mir gewünscht, dass sie Liza Weil einen viel besseren Charakter geben. Jennifer Aspen hingegen hat in ihrer Rolle überzeugt und es hat mich gefreut, sie nicht als "Bösewicht" zu sehen, den sie mit ihrer Rolle als Kendra in Glee verkörpert.

Fazit

Selbst wenn ich jetzt noch über das Ende nachdenke, muss ich mich aufregen. Ich will nicht, dass die Autoren in diese Richtung gehen und alles von vorne aufrollen lassen. Deshalb ist der größte Teil der Episode einfach in Vergessenheit geraten, weil das Ende alles andere in den Schatten gestellt hat. Die Gastdarsteller konnten zwar, bis auf Liza Weil alle überzeugen, doch auch die Lichtblicke mit Charlotte, Cooper und Violet konnten die Episode nicht retten. Ich bin damit auf jeden Fall nicht zufrieden. Ob das wohl an Addisons Abwesenheit liegt?

Alex Olejnik - myFanbase

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