Bewertung: 6

Review: #7.08 Cinderella in Wonderland

Foto: Andrew J. West, Once Upon a Time - Copyright: MG RTL D / 2017 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.
Andrew J. West, Once Upon a Time
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Obwohl es die Liebesgeschichte der Staffel sein sollte, haben wir bisher doch recht wenig von Henry und Cinderella gesehen. #7.08 Cinderella in Wonderland holt daher etwas auf, das schon beinahe überfällig war. Ähnlich wie wir es von Charming und Snow White kennen, ist es eine Geschichte, die mit Stolpersteinen gespickt ist. Gleichzeitig steht weiterhin Hook im Vordergrund und nach der großen Offenbarung, dass Alice das gemeinsame Kind von ihm und Gothel ist, treibt man die Handlung auch hier ein wenig voran.

Pretty in Blue

Obwohl die Flashbacks und die Handlung in Hyperion Heights durchaus wieder miteinander verwoben sind, dienen die beiden Zeitebenen dieses Mal nicht als Erklärung für die Grundlagen der Geschichte, stattdessen nutzt man sie nun, um die Unterschiede zwischen Vergangenheit und Fluch-Gegenwart herauszuarbeiten. Dies kennen wir bereits gut aus der ersten Staffel, denn auch damals bekamen die Märchenwaldbewohner in Storybrooke nicht ihr Happyend, sondern mussten sich mit einer traurigen Variante ihres Lebens abfinden. Während man uns daher Henry und Cinderella als sich liebendes Paar in den Flashbacks zeigt, gelingt es ihnen in Hyperion Heights nicht recht, zueinander zu finden. In den Flashbacks legt man dieses Mal den Grundstein für die Beziehung der beiden und es kommt zu ihrem ersten Kuss, nachdem Cinderella zuvor ein paar Mal abblockte. Ich muss gestehen, dass ich die Chemie, die man bei Henrys Großeltern sofort spürte, dieses Mal nicht so deutlich erkenne. Die beiden geben ein nettes Paar ab, Andrew J. West und Dania Ramirez versuchen durchaus, sich intensive Blicke zuzuwerfen, doch an einer tiefen Verbundenheit fehlt es mir hier leider. Da fliegen keine Funken, wenn die beiden sich tief in die Augen schauen und auch ihr erster Kuss hat mich nicht ergreifen können. Die Unsicherheit, die indes in Hyperion Heights zwischen Henry und Jacinda aufgebaut wird, kann man ihnen wesentlich besser abkaufen. Vielversprechend ist dabei auch das Auftauchen von Nick Branson, der in der Fluch-Welt Lucys Vater sein soll – eine Situation die, wie Lucy schon sagt, an Kathryn Nolan erinnert. Hoffentlich bleibt er noch eine Weile in der Nähe, damit wir sehen können, in welche Richtung sich das Liebesdreieck dieses Mal entwickeln wird.

Unterdessen nutzt man die Flashbacks nicht nur, um Henry und Cinderella einander näher zu bringen, sondern auch noch, um Cinderellas komplizierte Vergangenheit näher zu beleuchten. Wir kennen es von "Once Upon a Time" gut, dass die Märchen mit einer unerwarteten Wendung versehen werden und so erfahren wir nun, dass Cinderellas Vater eigentlich ihr Stiefvater war, zudem war ihm und ihrer Mutter kein Happy End beschert, da auf dem Herz ihrer Mutter der Fluch des vergifteten Herzens lastete. Dieser Fluch scheint ein wichtiger Bestandteil dieser Staffel zu sein, da auch Alice und Hook dadurch nicht vereint sein können und Drizella plant, damit das Glück von Henry und Cinderella zu zerstören. Nach Ivys Drohung vermutet man nun, dass es ihr tatsächlich geglückt sein könnte, den Fluch einzusetzen.

Auch die Bösewichte kommen in dieser Episode nicht zu kurz, denn Ivy und Eloise Gardener ziehen eifrig an einem Strang. Geleitet werden sie von der Gier nach Magie, weshalb sie gemeinsam nach Ivys Schwester Anastasia suchen sollen. Welche Vorteile die beiden aus dem Wiedererwecken des Mädchens ziehen können, erschließt sich mir bisher noch nicht recht, aber ich gehe davon aus, dass uns weitere Flachbacks in den Märchenwald hier bald ein paar Antworten liefern werden.

Kurze Gedanken

  • Es geht mir ein bisschen zu schnell, in welch kurzer Zeit Drizella hier einen Wandel vollzieht. Angefangen von der Marionette ihrer Mutter, über ein Mädchen, das dringend ihre Magie in sich entfachen will, hin zu einer der Oberschurkinnen dieser Staffel. Für mich ist es unglaubwürdig, dass Drizella so schnell so mächtig geworden ist und auch schon Zeit hatte, Alice an der Nase herumzuführen. Zudem ist es doch ein wenig übereilt, den Kuss der wahren Liebe von Henry und Cinderella stoppen zu wollen, bevor die beiden überhaupt ein richtiges Paar geworden sind.
  • Könnten Alice und Hook nicht trotz des Fluchs miteinander leben, aber darauf verzichten, sich zu berühren?
  • Und wer hat Hook eigentlich verflucht?
  • Wie verhält es nun mit Weaver? Wie sehr ist er sich darüber im Klaren, dass der dunkle Fluch erneut ausgesprochen wurde?
  • Wohin sind Roni und Henry aufgebrochen und wessen Hilfe könnten sie wohl in Anspruch nehmen? Und warum können sie die Stadt verlassen, obwohl das damals, beim Fluch, der alle nach Storybrooke brachte, nicht möglich war?
  • Die Annäherung zwischen Rogers und Tilly war schön mit anzusehen.


Fazit

Es war an der Zeit, dass Henry und Cinderella/ Jacinda mal etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, doch leider haben die beiden als großes Liebespaar in meinen Augen nicht so viel Potential, wie wir es vom Beginn der Märchenserie kennen. Auch sonst wirkt die Episode nicht immer ganz rund, besonders in Zusammenhang mit Ivy/ Drizella erscheinen die Ideen der Autoren nicht vollständig ausgereift.

Marie Müller - myFanbase

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