Bewertung: 7

Review: #7.07 Ein Zwerg, zu groß... und Rapunzel hoffnungslos?

Foto: Rose Reynolds, Once Upon a Time - Copyright: MG RTL D / 2017 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.
Rose Reynolds, Once Upon a Time
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In #7.06 Es begegnen sich die Wahrheit und die Lüge überraschte man uns bereits mit einer bedeutenden Entwicklung und diese Episode steht der vorangegangenen in nichts nach. Zum zweiten Mal tauchen wir mit den Flashbacks in Hooks Vergangenheit ab und bekommen somit einige Antworten, mit denen man vorab so nicht gerechnet hätte.

Eloise Gardener

Die Flashbacks führen uns ins Wunschreich und zu dem erbitterten Versuch von Hook, Rache an Rumpelstilzchen auszuüben. Der Ausflug zum Turm, in dem Rapunzel eingesperrt ist, verläuft erst einmal ohne große Überraschungen, wodurch man sich eher mäßig unterhalten fühlt. Doch zum Ende hin wartet eine interessante Wendung auf uns, da sich herausstellt, dass Hook es hier gar nicht mit Rapunzel zu tun hatte, sondern mit der Hexe, die nun an ihrer Stelle in dem Turm eingesperrt ist. Der große Twist dabei liegt in der Offenbarung, dass es sich bei eben dieser Hexe um niemand geringeren als Victorias Gefangene aus der Gegenwart handelt, die sich gleichermaßen als Eloise Gardener und die Mutter von Hooks/ Rogers Tochter entpuppt. Das ist ziemlich viel auf einmal und muss erstmal verdaut werden. Die Idee an sich gefällt mir nach und nach allerdings immer besser, da man die neuen Figuren dieser Staffel damit gekonnt miteinander verknüpft. Elegant wird dadurch auch die Unterscheidung nach den Guten und den Bösen durcheinandergewirbelt, da man nicht mehr so leicht unterscheiden kann, wessen Absichten nun ehrenhaft sind. Das bietet eine interessante Ausgangslage für den weiteren Verlauf der Handlung, da man nicht abschätzen kann, wie die Charaktere sich denn nun verhalten werden.

Ich bin sehr gespannt darauf, was nun, nachdem Rogers Auftrag erfüllt und Eloise Gardener gefunden ist, aus Rogers werden wird. Während es im Wunschreich Hooks Antrieb war, seine Tochter zu finden, war es Rogers', das Verschwinden von Eloise Gardener aufzuklären. Nun hat er sie gefunden und es stellt sich die Frage, ob er sich noch immer mit ihr verbunden fühlt, oder ob nun langsam das Gefühl durchkommt, dass sie nur ein Puzzlestein war, der ihm helfen wird, mit seiner Tochter wiedervereint zu werden. Man offenbart im gleichen Zug, dass es sich bei Alice tatsächlich um Hooks Tochter handelt. Wie lange hat er seine mittlerweile fast erwachsene Tochter nicht gesehen? Würde er sie wiedererkennen, wenn der Fluch gebrochen wird? Und wie verhält es sich mit dem Gefühlsleben von Eloise? In den Flashbacks wirkt sie als Hexe Gothel vollkommen kalt und abgebrüht. Trägt sie vielleicht kein Herz in der Brust und war deshalb so schnell bereit, ihr Neugeborenes zurückzulassen, um aus ihrem Gefängnis zu fliehen? Auf weitere Flashbacks in diese Zeit und Erklärungen zu Gothels Motiven freue ich mich schon sehr.

Nebenbei versucht Roni, sich mit ihrem frisch zurückgewonnenen Wissen nicht aus der Bahn bringen zu lassen. Man legt nur wenig Fokus auf sie und ihre Versuche, Jacinda und Henry voneinander fernzuhalten, können nur wenig überzeugen. Zum einen merkt man, wie halbherzig diese sind, zum anderen hinterfragt man, wie gefährlich Ivy und ihre Drohungen denn tatsächlich sein können. Insgesamt betrachtet wirken Ivys Motive im Moment relativ oberflächlich, ähnlich wie die der Bösen Königin zu Beginn der Serie. Einzig das Bedürfnis nach Rache treibt sie an, was zwar rein erzählerisch Sinn macht, aber nicht auf Dauer unterhaltsam sein kann. Zudem stelle ich mir immer öfter die Frage, weshalb Victoria bei Bewusstsein ist, wenn es doch scheinbar Ivy war, die den Fluch ausgesprochen hat. Mal sehen, was die nächsten Episoden in diesem Zusammenhang ergeben, erst einmal erinnert die letzte Entwicklung an die Verhaftung von Mary Margaret, als Regina es in der ersten Staffel so aussehen ließ, als hätte ihre Erzfeindin Davids Frau Kathryn Nolan aus dem Weg geräumt. Schauen wir mal, was man aus dieser Parallele machen wird, schließlich war man damals vollkommen von Mary Margarets Unschuld überzeugt, während man Victoria bisher eher zu den Bösen zählte und es ganz offensichtlich ist, dass sie Eloise gefangen hielt.

Fazit

Wieder eine gute Episode, die eine unerwartete und dennoch nachvollziehbare Wendung mit sich bringt. Man versteht sich gut darauf, Flashbacks mit der Gegenwartshandlung zu verknüpfen, denn dabei werden wichtige Säulen der Grundidee dieser Staffel aufgezeigt.

Marie Müller - myFanbase

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