DVD-Rezension: Once Upon a Time, Staffel 7

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Vor fast acht Jahren flimmerte "Once Upon a Time" das erste Mal über die amerikanischen Bildschirme. Nachdem die Serie im Mai 2018 nach sieben Staffeln beendet wurde, öffnen die ABC Studios ein letztes Mal ihren Tresor, um die siebte und zugleich finale Staffel der Märchenserie hervorzuzaubern.

Inhalt

Einige Jahre nach dem letzten Kampf verlässt der erwachsene Henry Mills die Kleinstadt Storybrooke, um im neuen Zauberwald seine eigene Geschichte zu finden. Er verliebt sich in Cinderella und bekommt mit ihr eine Tochter. Doch die Bedrohungen, die von Cinderellas Stiefmutter und Stiefschwester sowie von Mutter Gothel ausgehen, gefährden das Familienglück von Henry. Dazu wird auch noch ein weiterer dunkler Fluch ausgesprochen, der alle Bewohner des Märchenlandes in die Stadt Hyperion Heights verbannt. Schaffen Henry und seine Familie es den Fluch zu brechen?

Rezension

Nachdem die Geschichte um Emma Swan und den letzten Kampf mit der sechsten Staffel abgeschlossen wurde und die Serie handlungstechnisch auch beendet hätte werden können, entschieden sich die Produzenten dafür einen anderen Weg zu gehen und erzählten eine vollkommen neue Geschichte, die zu Beginn der Staffel alles andere als neu wirkt.

Foto: Once Upon a Time - Copyright: 2017 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.; ABC/Jack Rowand
Once Upon a Time
© 2017 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.; ABC/Jack Rowand

Obwohl bis auf Regina, Hook und Mr. Gold die komplette Besatzung ausgetauscht wurde, ist sehr auffällig, dass sich einige Geschichten aus der ersten Staffel zunächst mit anderen Figuren zu wiederholen scheinen. Dabei steht nun nicht mehr die Geschichte von Snow White, sondern das Märchen von Cinderella im Fokus der Handlung. Wie in den ersten sechs Staffeln gibt es auch weiterhin die Rückblenden in das Märchenland und die aktuellen Geschehnisse in einer verfluchten Stadt, wo die Menschen ohne Erinnerungen an ihre wahre Identität leben. Statt Emma ist nun Henry der ungläubige Elternteil, der von seinem Kind von der Existenz von Magie überzeugt werden soll. Statt Regina Mills herrscht nun Victoria Belfrey als kaltherzige Geschäftsfrau über die neue Stadt. Anstelle von Snow White und Prinz Charming kämpfen nun Henry und Cinderella gegen die böse Stiefmutter. Statt Emma und Regina streiten nun Jacinda und Victoria über das Wohlergehen des Kindes. Und zu allem Überfluss wurde der dunkle Fluch mal wieder ausgeführt.

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Obwohl es scheinbar so viele Parallelen gibt, nimmt die Staffel nach einigen Startschwierigkeiten ordentlich Fahrt auf und unterscheidet sich damit von der ursprünglichen Geschichte. So scheinen die Autoren bewusst einige Parallelen eingeführt zu haben, um durch den Einsatz besonderer Twists doch noch überraschen zu können.

Foto: Adelaide Kane, Once Upon a Time - Copyright: 2017 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.; ABC/Jack Rowand
Adelaide Kane, Once Upon a Time
© 2017 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.; ABC/Jack Rowand

Zu den Highlights der Staffel zähle ich die Geschichte um Mutter Gothel und den Hexenzirkel, die echt spannend erzählt wurde. Auch stellte Gothel einen nicht zu unterschätzenden Gegenspieler dar, die oftmals mit seinen Handlungen überraschen konnte, weil Gothel sich in gewissen Momenten vollkommen anders verhalten hat, als man es im Vorfeld erwartet hätte. Da ich bereits schon in den ersten sechs Staffeln darauf gewartet habe, dass Rapunzels Gegenspielerin in der Serie auftaucht, gehörte dieser Handlungsstrang zu meinen Favoriten. Auch die Hintergrundgeschichte von Rapunzel hat mir gut gefallen, da sie ebenfalls neu interpretiert wurde und ihre wahre Identität eine echte Überraschung darstellt. Ebenfalls erwähnenswert ist Drizella / Ivy, die im Fokus des ganzen Cinderella Märchens für mich das größte Highlight darstellt. Obwohl es zunächst so wirkt, als wäre sie nur eine Marionette ihrer Mutter, stellt sich bald heraus, dass von ihr eine viel größere Bedrohung ausgeht, als von Lady Tremaine. Schön zu sehen war, dass man ihrem Charakter, vor allem in der ersten Hälfte der Staffel, viel Beachtung geschenkt hat, sodass man ihren Weg zur Magie sowie ihren Schrei nach Akzeptanz bezüglich ihrer Mutter gut nachvollziehen konnte. Neben diesen Aspekten haben mir auch die Beziehung zwischen Hook und Alice sowie die Entstehung des neuen Fluches gut gefallen, da auch diese mit vielen Twists überraschen konnten, wodurch die erste Hälfte der Staffel nach anfänglichen Startschwierigkeiten sehr sehenswert war.

Foto: Colin O'Donoghue, Once Upon a Time - Copyright: 2017 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.; ABC/Jack Rowand
Colin O'Donoghue, Once Upon a Time
© 2017 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.; ABC/Jack Rowand

Zwischenzeitlich gab es natürlich auch einige Durststrecken. Nicht überzeugen konnte mich die Geschichte rund um Tiana / Sabine, was sowohl auf die Märchenwelt als auch auf die Geschehnisse in Hyperion Heights zu beziehen ist, da ihre Geschichte auf mich stets eine lückenfüllende Wirkung hatte und ihr Charakter relativ blass blieb. Die Freundschaft zwischen Tiana und Cinderella wirkte auf mich die ganze Staffel über wie ein billiger Abklatsch von Snow und Red, die damals eine deutliche interessantere Chemie hatten. Auch Dr. Faciller, der Antagonist aus Küss den Frosch, konnte mich nicht überzeugen, da er nie so bedrohlich wirkte, wie beispielsweise Gothel. Neben Tiana stellte auch Jacinda ein größeres Problem für mich da. Obwohl ihr Counterpart Cinderella noch um einiges interessanter war, empfand ich ihr verfluchtes Ego eher als Störfaktor, mit dem ich die ganze Staffel nicht richtig warm geworden bin. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die weitere Einführung neuer Reiche mit unterschiedlichen Zeitachsen zum Teil recht verwirrend auf den Zuschauer wirken kann, was auch der Zeit-Twist des neuen Fluches noch einmal verstärkte.

Foto: Once Upon a Time - Copyright: 2017 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.; ABC/Jack Rowand
Once Upon a Time
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Im Serienfinale werden alle Geschichten trotz der zahlreichen noch offenen Fragen zu einem schönen Abschluss geführt. Sehenswert ist auch, dass es ein Wiedersehen mit verschiedenen ehemaligen Haupt- und Nebenfiguren in unterschiedlicher Form gibt. Auch wenn einige Auftritte davon recht belanglos erscheinen, ist es schön, altbekannte Gesichter zum Ende der Serie wiederzusehen. So wird der Zuschauer mit einem recht zufriedenstellenden Gefühl zurückgelassen, wenn die Stadtgrenze von Storybrooke ein letztes Mal passiert wird.

Specials und Technische Details

Auch bei der finalen siebten Staffel gibt es leider nur wenige Extras auf den DVDs. So sind mal wieder die Bloopers, gelöschten Szenen sowie die Audiokommentare auf den Discs zu finden. Besonders sehenswert ist das Extra "And They Lived Happily Ever After", bei dem sich die Produzenten sowie ein Großteil an Haupt- und Nebendarsteller von der Serie verabschieden. Darüber hinaus gibt es auch ein Extra zum Regisseur-Debut von Lana Parrilla, die in Episode #7.17 Zelena und des Holzfällers Kinder Hänsel und Gretel und der insgesamt 150. Folge der Serie, Regie geführt hat.

Foto: Copyright: 2019 ABC Studios
© 2019 ABC Studios

Die Gestaltung des DVD Covers unterscheidet sich dieses Mal sehr stark von den vorherigen Staffeln. So befindet sich die auf Henrys Motorrad fahrende Cinderella im Vordergrund, während im Hintergrund das Märchenland bei Nacht abgebildet ist. Das Cover gefällt mir sehr gut und es ist schön, dass nach rund vier Staffeln mit einem ähnlichen Design zum Abschluss mal ein neues gewählt wurde.

Erscheinungstermin: 26. September 2019
FSK: 12
Laufzeit: 905 Minuten
Bildformat: 16:9 – 1,78:1
Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch

Fazit

Mit der siebten Staffel wird ein neues Kapitel aufgeschlagen und obwohl ich diesem zunächst skeptisch gegenüber stand, muss ich sagen, dass der Charme der Märchenserie trotz der zahlreichen Cast-Veränderungen aufrechterhalten werden konnte. Zudem ist es den Autoren gelungen, eine neue Geschichte zu erzählen ohne dabei die vergebenen Happy Ends aus dem Finale der vorherigen Staffel kaputt zu machen. Insgesamt stellt Staffel 7 einen gelungenen Abschluss der Märchenserie dar und die DVD ist für jeden empfehlenswert, der im Laufe der Zeit noch einmal die wundersamen Abenteuer der unterschiedlichsten Märchenfiguren in der realen Welt erleben möchte.

Marcel F. - myFanbase

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