Martha Boyd

Martha Boyd ist die US-Botschafterin in Islamabad, Pakistan. Sie ist durch ihre Verantwortung streng und kontrolliert und ihr gefällt es deshalb gar nicht, als ein Drohnenanschlag auf einen gesuchten Terroristen wegen falscher Informationen etwa 40 zivile Todesopfer fordert. Sie erwartet deshalb eine Erklärung vom CIA-Chef in Islamabad, Sandy Bachman, und dessen Kollegen Peter Quinn. Sie lässt außerdem Carrie Mathison aus Kabul zu sich nach Islamabad rufen, um den Fehlschlag aufzuklären, doch dann gerät alles noch mehr außer Kontrolle, als Sandy auf offener Straße zu Tode geprügelt wird.

Als Carrie den CIA-Standort in Islamabad übernimmt, treffen Martha und sie kurz nach Carries Ankunft aufeinander und sie erklärt ihr, dass alle sehr verwundert seien, dass sie Sandys Stelle bekommen habe. Der Drohnenanschlag und die Ermordung Sandy Bachmans habe sehr zur Verschlechterung der Beziehungen zwischen Pakistan und den USA beigetragen und sie sehe die Abriegelung der Botschaft deshalb als einzige Möglichkeit, ihre Leute in Sicherheit zu wahren. Sie macht Carrie klar, dass sie nicht so einfach mit ihr kooperieren werde.

Am nächsten Morgen unterhält sich Martha in der Lobby mit Saul Berenson, der neues Sicherheitspersonal für die Botschaft mitgebracht hat. Carrie unterbricht ihr Gespräch, doch Martha ist ihr nicht böse, sondern freut sich vielmehr, mal wieder mit Saul gesprochen zu haben. Am Abend treffen Martha und Carrie auf dem Botschaftsdach aufeinander, als beide gerade eine Zigarette rauchen wollen. Martha spricht sie darauf an, dass sie davon wisse, dass Carrie entgegen ihres Befehls das Botschaftsgelände verlassen habe, woraufhin Carrie ihr einen Neuanfang anbietet. Martha erklärt lächelnd, dass Saul ihr beim Abendessen den gleichen Vorschlag gemacht habe und sie einverstanden sei. Dabei verrät sie Carrie, dass sie Saul fast mal geheiratet habe. Anschließend willigt sie ein, die Abriegelung der Botschaft aufzuheben, um wieder einen Schritt auf Pakistan zuzugehen. Im Gegenzug verlange sie neue Sicherheitsmaßnahmen und tägliche Updates von Carrie.

Ein paar Tage später hat Martha eine Unterhaltung mit ihrem Ehemann Dennis, der in Pakistan an einer Universität unterrichtet. Er erzählt ihr, dass ihm sein alter Job an der George Washington University wieder angeboten wurde, was Martha ziemlich verwundert. Als sie erfährt, dass er bereits in der folgenden Woche abreisen werde, fragt sie ihn, ob ihre Ehe das überstehen würde. Er entgegnet, dass er ihr lange genug nachgereist sei und endlich mal etwas für seine Karriere tun möchte, was Martha mit einer Erinnerung an sein Plagiat beim letzten Buch quittiert. Als er ihren Sohn Toby ins Spiel bringt, findet Martha das unfair und damit endet die Diskussion zwischen den beiden schon bald im Streit. Er erklärt ihr, dass seine Entscheidung feststehe und lässt Martha traurig und verletzt alleine in ihrem Büro zurück.

Ein paar Tage später unterhält sich Martha erneut mit ihrem Mann. Sie erzählt davon, am Abend ein Konzert besuchen zu wollen und lädt ihn ein, sie zu begleiten. Doch Dennis lenkt das Gespräch erneut auf ihren Streit. Er erklärt ihr, dass er seine Meinung geändert habe und nun doch in Islamabad bleibe. Sie geht darüber hinweg, bis er fragt, ob sie nicht erleichtert sei, doch dann konfrontiert sie ihn damit, dass er sie angelogen und es gar kein Jobangebot gegeben habe. Als er meint, dass er bei ihr bleiben wolle, fragt sie ihn, warum, doch darauf hat er keine Antwort, woraufhin Martha den Raum verlässt.

Am Abend ist Martha im CIA-Bereich der Botschaft auf der Suche nach Peter Quinn. Sie trifft allerdings nur auf John Redmond, der ihr nicht sagen kann, wo Quinn ist. Als er dann die Vermutung äußert, dass es um Dennis geht, sagt sie ihm, dass die Security angerufen habe, weil ihr Mann in einer Bar ausfällig geworden sei. Redmond verspricht, sich darum zu kümmern. Als Redmond ihn später nach Hause bringt, unterhalten Martha und Redmond sich noch kurz über Dennis, was dieser mitbekommt.

Kurze Zeit später, als bekannt wird, dass Haissam Haqqani noch lebt und Saul entführt hat, nimmt Martha Boyd den CIA-Direktor Andrew Lockhart in Islamabad in Empfang. Nachdem er ihr sagt, dass er sich nicht zu sehr auf die Mithilfe des pakistanischen Geheimdienstes verlassen würde, erklärt Martha ihm, auf welche Gesprächsthemen er sich fokussieren soll. Danach führt sie ihn zu John Redmond und Peter Quinn, bevor sie sich fürs erste verabschiedet.

Als später die pakistanische Delegation eintrifft, unterhält sich Martha mit ihnen über die schwierige Situation. Da sie wisse, dass der ISI ab und zu mit den Terroristen spreche, möchte sie, dass man diese Verbindungen einsetze, um Saul zurückzubekommen. Sie wird dann jedoch von Andrew Lockhart unterbrochen, der genug hat von den Ausflüchten des pakistanischen Ministers Bunny Latif. Die sich aufheizende Stimmung versucht sie mit Diplomatie zu lösen, wird dabei jedoch immer wieder von Lockhart übergangen. Ihr bleibt nichts anderes übrig als Latif mit entschuldigenden Blicken zu betrachten. Als Lockhart Latif weiter unter Druck setzt und ihm damit droht, die Hilfsleistungen der USA einzustellen, sollte man Saul nicht schnellstmöglich lebend zurückbringen, weiß Martha nicht, wie sie mit der Situation umgehen soll. Daraufhin verabschiedet sich Latif von Martha und verlässt mit seiner Delegation den Raum. Anschließend ist Martha angewidert von Lockharts Verhalten und meint, dass man mit solchen Methoden in diesem Land nicht weit komme. Er hätte gar nicht die Befugnis, solche Drohungen auszusprechen, doch Lockhart entgegnet, dass er die sehr wohl direkt vom Präsidenten hätte. Martha ist wütend, dass man sie darüber nicht informiert hat, doch Lockhart versteht nicht, wo ihr Problem liegt.

Martha beginnt anschließend damit, ein Kündigungsschreiben zu verfassen, als sie Besuch von ihrem Mann erhält. Als er irritiert reagiert, entgegnet sie, dass sie keine andere Wahl habe. Man habe hinter ihrem Rücken Entscheidungen getroffen und sie regelrecht vorgeführt. Dennis versucht ihr zu erklären, dass das ein kleiner Preis dafür sei, Saul eventuell lebend wiederzubekommen, doch Martha redet sich weiter in Rage. All ihre Beziehungen, die sie in Pakistan aufgebaut hätte, habe Lockhart untergraben. Dennis erwidert jedoch, dass er es nicht zulassen würde, wenn sie ihr Lebenswerk hinschmeiße, was Martha verwundert, hätte sie doch erwartet, dass er das Land gerne verlassen würde.

In der Nacht besucht sie Lockhart, der sich gerade ein wenig schlafen gelegt hat. Sie wirft ihm vor, dass er vier Jahre Diplomatie aufs Spiel gesetzt habe, und will von ihm wissen, ob er seitdem irgendetwas erreicht habe, was jedoch nicht der Fall ist. Sie hat es derweil geschafft, ein neues Treffen mit den Pakistanern zu arrangieren und der Außenminister meinte, dass er eventuell gute Neuigkeiten für sie hätte. Am nächsten Morgen solle ein Treffen stattfinden und als Lockhart meint, er wolle dabei sein, besteht Martha darauf, dass er sich diesmal an ihre Regeln hält.

Am nächsten Morgen macht sich Martha zusammen mit Lockhart und Quinn auf dem Weg zu ihrem Treffen mit der pakistanischen Delegation. Sie erinnert Lockhart noch mal daran, dass er sich nicht einmischen solle. Während des Treffens werden ihnen dann Livebilder von Saul zugespielt, der ihnen sagt, dass sie nicht mit den Terroristen handeln sollen, bevor er wieder weggeschleppt wird. Als Haqqani daraufhin aufzählt, welche Gefangenen er im Tausch gegen Saul frei sehen möchte, erklärt Martha der anwesenden pakistanischen Delegation, dass diese Vorkehrungen Zeit bedürfen. Sie wird aber erneut von Lockhart unterbrochen. Bevor Latif und Lockhart erneut aneinander geraten können, schlägt sie vor, dass beide Parteien das weitere Vorgehen mit ihren jeweiligen Regierungen besprechen und sich am nächsten Tag erneut treffen.

Am Abend unterrichtet Lockhart Martha darüber, dass es eine Sicherheitslücke in der Botschaft gebe. Sie veranlasst daraufhin, dass alle Schlösser und Zugangscodes ausgetauscht werden. Als Lockhart meint, dass es sich wie Krieg anfühle und er nicht verstehe, warum Pakistan nicht auf ihrer Seite sei, entgegnet Martha dass es als Diplomatin ihre Aufgabe sei, mit solchen Situationen zurechtzukommen. Sie versuche immer möglichst gemeinsame Interessen zu finden, was Lockhart nicht nachvollziehen kann. Als Lockhart weg ist, kommt Dennis in ihr Büro und bringt ihr ein paar Spezialitäten vorbei. Sie möchte daraufhin von ihm, dass er die Botschaft für eine Weile nicht verlasse und jemand anderem seinen Unterricht übertrage. Als er fragt, was los ist, erzählt sie ihm, dass es eine Sicherheitslücke gebe und er vorsichtig sein solle.

Am nächsten Morgen hält Martha ein wenig Smalltalk mit Bunny Latif und Aasar Khan, da sich Lockhart verspätet. Als die Besprechung schließlich beginnen kann, geht Martha mit Bunny Latif die Bedingungen des Weißen Hauses für das weitere Vorgehen durch. Als Carrie und Lockhart plötzlich den Konferenzraum verlassen, unterbricht Martha die Besprechung, fragt sich dann nach einer Weile jedoch, ob sie eine offizielle Pause einlegen sollen, da die beiden wohl länger wegbleiben. Tasneem Qureshi meint jedoch, dass sie warten könnten. Eine Weile später taucht Lockhart wieder auf und sagt der pakistanischen Delegation, dass man den Forderungen Haqqanis nachgebe.

Im weiteren Verlauf von Sauls Befreiung informiert Martha Mira Berenson über den geplanten Gefangenenaustausch. Später erfährt sie, dass Carrie Mathison ihren Mann verhört und unterbricht das Gespräch sofort. Zurück in ihrer Wohnung erfährt sie von Dennis, was Carrie ihm vorwirft. Martha ist fassungslos und möchte wissen, welche Beweise es gegeben habe. Sie drängt ihn dazu, darüber nachzudenken, wie die CIA solche Anschuldigungen erheben kann, und ermutigt ihn, mit ihr zu reden. Dann muss sie sich jedoch wieder um Sauls Befreiungsaktion kümmern und lässt ihn mit dem Hinweis, mit niemandem zu reden, in der Wohnung zurück. Anschließend geht Martha in einen Konferenzraum, wo sie mit Lockhart und Carrie bespricht, dass Dennis weiterhin alles bestreite. Sie meint, er hätte durchschaut, dass sie ihn austricksen wolle, doch sie werde weiterhin versuchen, an Informationen zu gelangen. Sie werden von Quinn unterbrochen, der den Gefangenenaustausch vorbereiten möchte. Sie bittet Carrie, Saul heile nach Hause zu bringen.

Kurz darauf wird Martha darüber informiert, dass Dennis versucht, das Grundstück zu verlassen. Als sie ihn darauf anspricht, gibt er vor, etwas für die Uni tun zu müssen, doch sie erwidert, dass sie ihm nicht glaube. Sie fragt ihn, was er in seiner Tasche habe und als er sie nicht freiwillig hergeben will, bittet sie einen Wachmann, sie ihm wegzunehmen. Darin findet sie Klamotten, seinen Pass und Geld. Sie will daraufhin von ihm wissen, was los sei, sonst werde sie ihn festnehmen lassen. Doch er lügt sie weiter an, weshalb Martha ihn in eine Zelle stecken lässt. Er solle mit niemandem außer ihr sprechen dürfen.

Anschließend kehrt Martha in die Einsatzzentrale der CIA zurück und beobachtet den Gefangenenaustausch. Sie ist erschüttert, als sie sieht, dass ein Junge mit Sprengstoffweste am Treffpunkt zurückgelassen wird und die Situation sich immer weiter zuspitzt. Erleichtert sieht sie mit an, wie Carrie Saul kurz darauf in Sicherheit bringen kann, und verlässt daraufhin den Raum, um ihren Mann in seiner Zelle zu besuchen. Sie erzählt ihm vom Gefangenenaustausch und möchte dann wissen, wie alles soweit kommen konnte. Dennis versucht wieder sich herauszureden, doch sie möchte seine Lügen nicht mehr hören. Kurz darauf bekommt sie die Unruhe auf dem Gang mit und erfährt, dass Sauls Konvoi von einem Bombenanschlag getroffen wurde und nun alle Soldaten der Botschaft ausrücken. Dennis wird daraufhin klar, dass Tasneem deshalb wissen wollte, wie Carrie die Botschaft verlasse. Sie wisse über den Tunnel unter der Botschaft Bescheid. Martha beeilt sich daraufhin, diese Information an Lockhart weiterzugeben.

Während die Soldaten ausrücken, versucht Martha dem Militär klarzumachen, dass sie zurückgerufen werden müssen. Erst als Quinn zu ihr stößt und sie ihm erklärt, dass der Bombenanschlag nur ein Ablenkungsmanöver gewesen sein könnte, wird reagiert. Während Quinn das Kommando übernimmt, soll sie sich in Sicherheit bringen und ein neues Protokoll einleiten. Aus dem Sicherheitsraum heraus versucht Martha militärische Unterstützung von Pakistan zu bekommen, wird jedoch abgewiesen. Dann muss sie mit ansehen, wie Haqqani mit seinen Männern und einigen Geiseln vor der Tür auftaucht. Als sie die Tür nicht öffnen, wird die erste Geisel getötet. Als Haqqani droht, die zweite Geisel zu töten, nimmt Martha durch die Sprechanlage Kontakt zu ihm auf. Sie sagt ihm, dass er gegen internationales Recht verstoße und die pakistanische Armee bereits auf dem Weg sei. Sie erklärt ihm, dass sie die Tür nicht öffnen könne und als er meint, sie solle Lockhart rausschicken, lügt sie ihn an und sagt, dass er nicht da sei. Daraufhin wird die zweite Geisel getötet. Er erklärt, dass Lockhart eine Liste besitze, die er haben wolle, doch als niemand reagiert, wird die dritte Geisel getötet. Martha kann es nicht glauben, als Lockhart bei der vierten Geisel, Fara Sherazi, zur Sprechanlage stürzt und versichert, rauszukommen. Sie versucht ihm klarzumachen, dass sie alle sterben werden - hier im Raum und die Leute auf der Liste - wenn er da rausginge. Als Lockhart meint, er wolle nicht mit ansehen, wie man Fara den Kopf abtrennt, erwidert Martha, dass dies ein Krieg sei und sowas passiere. Als sie ihm nicht aus dem Weg gehen will, stößt Lockhart sie zu Boden und droht allen, sich ihm nicht zu nähern. Als er die Tür öffnen will, wird ein Timer ausgelöst.

Vier Stunden später sieht sich Martha zusammen mit Lockhart die Nachrichten an, in denen über den Anschlag auf die US-Botschaft berichtet wird. Dann erhält sie einen Anruf vom Weißen Haus. Anschließend geht Martha zu Dennis, der erneut eingesperrt wurde und mit ihr sprechen möchte. Er will wissen, was passiert, wenn sie in die USA zurückkehren, und Martha erklärt ihm, dass er offiziell festgenommen und des Hochverrats angeklagt werde. Er möchte jedoch wissen, was aus ihr werde, was sie allerdings nicht beantworten kann. Als er beginnt, sich bei ihr zu entschuldigen, zählt sie ihm auf, wieviele Menschen ihr Leben seinetwegen verloren haben. Sie weiß nicht, was sie noch machen soll, als er plötzlich meint, dass sie ihm ihren Gürtel geben solle, damit er sich umbringen könne. Doch Martha verneint dies, da er sich nicht den Konsequenzen entziehen soll. Als er jedoch meint, dass es für ihre Karriere gut sein könnte, denkt sie kurz darüber nach und fragt ihn, ob das sein Ernst sei. Er versucht ihr zu zeigen, dass sein Leben bereits zerstört sei, aber ihrs nicht mit untergehen müsse. Als sie ihren Gürtel gerade ausziehen möchte, fällt ihr ein, dass es nicht ihr Gürtel sein dürfe, mit dem er sich erhängt. Er sagt ihr daraufhin, wo sich seiner befindet. Sie holt ihn, zögert erneut, wirft ihn dann jedoch vor seine Füße bevor sie den Raum verlässt, ohne sich zu verabschieden.

Nach einer unruhigen Nacht erkundigt sich Martha am nächsten Morgen bei Lockhart und Carrie nach ihrem Mann. Carrie informiert sie darüber, dass er bereits für die Abreise fertig gemacht wurde und sich in einem separaten Wagen befindet. Martha wird dadurch klar, dass er sich nicht wie versprochen umgebracht hat und geht zu seinem Wagen. Sie betrachtet ihn kurz und geht dann wieder.

"Homeland" ansehen:

Catherine Bühnsack - myFanbase