Jahresrückblick - unsere Top-Serien 2025 - Teil 2

Top-Serien von Daniela S.
All's Fair, Staffel 1
Wenn man sich die Kritiken dieser Serie ansieht, kann man wohl kaum verstehen, warum sie bei mir auf dieser Liste gelandet ist. Es ist allerdings ziemlich einfach zu beantworten: Es ist mal was anderes. Obwohl "All's Fair" Themen beinhaltet, die ernst sind, ist es dennoch eine Serie, die man nicht allzu ernst nehmen sollte. Es macht einfach Spaß, wie die Charaktere agieren, die sich manchmal beleidigen, aber immer füreinander da sind, wenn es hart auf hart kommt. Ich gebe zu, dass die ersten drei Episoden nicht das Gelbe vom Ei gewesen sind, dennoch habe ich mich auf jede weitere Episode gefreut. Wenn ich das Staffelfinale betrachte, kann ich die Verlängerung verstehen. Ich möchte wissen, wie es weitergeht und was der Cliffhanger und die Charaktere verändern werden. Dabei finde ich es nicht allzu dramatisch, dass Kim Kardashian eine der Hauptrollen inne hat. Für mich ist bei dieser Serie nur wichtig, dass sie mir ein angenehmes Gefühl vermittelt.
Die Serie "All's Fair" ansehen:
Brilliant Minds, Staffel 1

© RTL; 2024 WBEI; 2024 Universal Television
Für diese Kolumne habe ich die NBC-Serie "Brilliant Minds", die hierzulande bei RTL+ zu streamen ist, im Eiltempo geguckt. Auch wenn ich sie im Eiltempo gesehen habe, habe ich sie in vollen Zügen genossen. Bei den Neustarts vor einer Weile habe ich dieses Format auch aufgeführt und damit begründet, weil das Gehirn in der Medizin am wenigsten erforscht ist und ich es einfach wichtig finde, dass man sich serientechnisch auch einmal genauer damit befassen sollte. Mentale Gesundheit wird immer wichtiger, besonders nach der Corona-Pandemie. Brilliant Minds hat aber bei seiner inhaltlichen Beschreibung nur angedeutet, worum es geht. Die Serie ist noch so viel mehr und stellt mit Oliver Wolf einen Arzt ins Zentrum, der selbst eine Krankheit hat, die in der Gesellschaft noch unbekannt ist. Gut gefällt mir auch, dass man nicht versucht, die einzelnen Krankheiten zu ignorieren oder man sie verstecken will, sondern sie der Gesellschaft näher bringen will und sollte, weil gewisse Krankheiten zu den Menschen gehören. Neben den medizinischen Aspekten und den Patient*innen sind es aber auch die Nebenhandlungen, die ebenso spannend sind und die Charakteren mit Ecken, Kanten und Persönlichkeit anfüttern. Ich freue mich schon wahnsinnig auf die zweite Staffe.
Die Serie "Brilliant Minds" ansehen:
Clean Slate, Staffel 1

© Amazon Content Services LLC; Courtesy of Prime
Laverne Cox ist mit "Orange Is the New Black" bekannt geworden und Prime Video hat nun mit ihr auch eine Serie entwickelt. "Clean Slate" war mal was anderes, bekam aber leider nicht so viel Aufmerksamkeit, wie sie vielleicht gebraucht hätte. Cox spielt darin die Transfrau Desiree, die nach 17 Jahren wieder nach Hause zurückkehrt und Vater Henry damit zurechtkommen muss, dass sein Sohn nun eine Tochter ist. Es mag ja sein, dass es nicht so lustig war, wie es vielleicht gedacht war, dennoch hatte ich großen Spaß an der Serie, weil man nicht nur ein aktuell gesellschaftliches Thema behandelt hat, sondern auch mehrere Generationen im Fokus hatte, die unterschiedliche Perspektiven gegeben haben. Es ist schade, dass es keine zweite Staffel geben wird. Nicht nur, dass es mit einem Cliffhanger endete. Es wären auch noch viele Entwicklungen zwischen Vater und Tochter möglich gewesen.
Die Serie "Clean Slate" ansehen:
Doc, Staffel 1

© RTL / 2024 Sony Pictures Entertainment. All Rights Reserved.
Noch eine Arztserie, die mit einem Hauptcharakter aufwartet, der eine besondere Eigenschaft hat. Amy Larsen ist Chefärztin und durch ihre kalte, distanzierte und fast schon ekelhafte Art ziemlich unbeliebt beim Personal. Durch einen schweren Verkehrsunfall erlitt sie ein Hirn-Trauma, was ihr die Erinnerung von acht Jahren nimmt. Ich fand die Thematik spannend, weil man diese Gedächtnislücke eigentlich als Segen ansehen kann. Aber kann man das wirklich? Acht Jahre sind viel Zeit, in der auch gute Dinge passiert sind. In Amys Fall hat sie aber auch etwas ganz Entscheidendes vergessen und hier ist es interessant, da auch andere Charaktere in all das involviert sind und man sich beim Zuschauen selbst fragt, wie man sich verhalten würde. Die Serie schafft es neben den medizinischen Fällen auch ganz wunderbar, Amy und den anderen neue Facetten zu geben, bei denen man emotional berührt ist. Ich bin froh, dass FOX sich rasant schnell für eine zweite Staffel von "Doc" entschieden hat, und hoffe, dass diese hierzulande bald bei RTL+ zu streamen ist. Zumal man für die zweite Staffel auch Felicity Huffman gecastet hat, deren Rolle sicherlich noch mehr Licht in Amys Vergangenheit bringen wird und ich mich schon wahnsinnig auf Szenen zwischen Felicity und Molly Parker freue.
Die Serie "Doc" ansehen:
Frier & Fünfzig, Staffel 1

© Joyn/Willi Weber
Man könnte 2025 glatt als mein Serienjahr mit Annette Frier bezeichnen. "Danni Lowinski" hatte ich schon bei den Entdeckungen in diesem Jahr genannt und "Hinter Gittern", wo sie auch mitgespielt hat, ist ohnehin eine Serie, die ich immer wieder anschauen kann. Dadurch habe ich aber auch die Gelegenheit, zu vergleichen. Mit "Frier und Fünfzig - Am Ende meiner Tage" hat Annette eine Serie entwickelt, die mit Klischees aufräumt. Seien es die Wechseljahre oder dass Schauspielerinnen ab einem Alter keine guten Rollenangebote mehr bekommen und sie nur noch für Rollen besetzt werden, bei denen man nie das Talent erkennen kann, was in ihnen steckt. Aus diesem Grund beschäftigt sich die erste Staffel damit, dass Annette neben den Beschwerden in den Wechseljahren und anderen familiären Schwierigkeiten auch versucht, eine eigene Serie zu verkaufen, die genau diese Themen aufgreift. Aus diesem Grund hoffe ich ja, dass es eine zweite Staffel geben wird, da die erste in meinen Augen erst die Vorbereitung auf das Eigentliche gewesen ist.
Die Serie "Frier und Fünfzig - Am Ende meiner Tage" ansehen:
The Gilded Age, Staffel 3

© Home Box Office, Inc. All rights reserved. HBO® and all related programs are the property of Home Box Office, Inc
Bei "The Gilded Age" habe ich mehrere Anläufe gebraucht bzw. ich habe mir nach der ersten Episode wirklich viel Zeit gelassen, um überhaupt weiterzugucken. Dann habe ich aber die verfügbaren drei Staffeln quasi in einem Rutsch geguckt. Ich glaube, am Anfang hat mich die Episodenlänge gestört und der große Cast. Aber je weiter ich geschaut habe, desto mehr Gefallen habe ich daran gefunden. Die Charaktere haben sich weiterentwickelt, vor allem Ada, was die Geschwister-Dynamik zwischen Ada und Agnes auf unglaubliche Weise verändert hat. Auch das Ende der Staffel bietet allgemein neue Möglichkeiten und Entwicklungen, sodass ich mich schon wahnsinnig auf die vierte Staffel freue.
Die Serie "The Gilded Age" ansehen:
Good American Family, Miniserie

© 2025 Disney und seine verbundenen Unternehmen.
Ellen Pompeo ist bei "Grey's Anatomy - Die jungen Ärzte" kürzer getreten, um sich anderen Projekten widmen zu können. Eines davon ist die Hulu-Miniserie "Good American Family", die hier bei Disney+ zu streamen ist und die ist kein leichter Stoff. Von der Thematik hat es mich etwas an "The Act" erinnert. Mich hat vor allem erschreckt, wie manipulierbar Menschen sind, vor allem wenn sie auf Hilfe hoffen, und wie Menschen ihre Machtposition ausnutzen. Dass man Ellen Pompeo dafür gecastet hat, war clever. Sie hat eine gewisse Art zu schauspielern, dass sie wunderbar den Spagat zwischen liebevoll und eiskalt hinzubekommen hat und genau das machte die Handlung für mich so herzzerreißend, aber auch schockierend und nachhaltig nachdenklich.
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Grey's Anatomy, Staffel 21b/22a

© 2024 Disney. All rights reserved.; Disney/Ser Baffo
"Grey's Anatomy - Die jungen Ärzte" gehört zwar nicht mehr zu den Aushängeschildern bei ABC, aber durchaus zu den Dauerbrennern. Besonders in der letzten und aktuellen Staffel hat man mal wieder bewiesen, dass man es noch immer draufhat an ältere Staffeln zu erinnern und das altbewerte "Grey's"-Feeling wieder aufleben zu lassen. Das Finale von Staffel 21 hat bewiesen, dass man eine Spannung wie bei Code Black aufbauen kann und die Auflösungen genauso spannend gestalten kann, wie man es in diesem Auftakt gesehen hat. Aber auch sonst hat man wunderbare Charaktermomente erschaffen, die mich berührt oder schockiert haben. Ich bin gespannt, ob man das Niveau für die restliche Staffel wird halten können.
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KRANK Berlin, Staffel 1

© Apple TV+
Zwei deutsche Produktionen hier aufzulisten hätte ich mir im letzten Jahr auch nicht träumen lassen, doch Apple hat mit "KRANK Berlin" eine deutsche Serie erschaffen, die mich mit jeder weiteren Episode in ihren verfluchten Bann gezogen hat. Zugegeben, sie hat durchaus Parallelen zu "This Is Going to Hurt", doch das ist nicht schlimm, da "KRANK Berlin" ganz eigenständig ist. Alleine die Kameraführung hat mich beeindruckt, weil sie zusätzlich dafür gesorgt hat, dass die Handlungen noch intensiver daherkommen ist und der Cast samt Drehbuch tun ihr Übriges. Es wurden in der Staffel Themen aufgegriffen, die man in meinen Augen nie so intensiv wahrgenommen hat, wie sie hier dargestellt worden sind. Wie es in Notaufnahmen zugeht hat man zwar manchmal schon aus eigener Erfahrung erlebt, jedoch nie aus der Perspektive des Personals. Dadurch habe ich noch einmal eine andere Sichtweise bekommen und finde es umso wichtiger, dass noch mehr solche Themen aufgegriffen werden. Ähnlich wie bei "Frier und Fünfzig" bin ich auch hier der Ansicht, dass die erste Staffel lediglich die Vorbereitung gewesen ist. Also danke an Apple, dass sie eine zweite Staffel machen.
Die Serie "KRANK Berlin" ansehen:
Mid-Century Modern, Staffel 1

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Chris Haston
Ich habe erst überlegt, ob ich "Matlock" in die Liste aufnehmen sollte. Letztlich habe ich mich für "Mid-Century Modern" entschieden, weil es auch ein Andenken an Linda Lavin ist, die leider mitten in den Dreharbeiten verstorben ist und mir erst beim Schauen bewusst wurde, dass die Serie nur mit ihr am besten funktioniert, obwohl oder gerade weil ihre Figur nicht der Dreh- und Angelpunkt gewesen ist. Im Vorfeld wurde schon betont, dass es an "Golden Girls" angelehnt ist, was mich beeindruckt hat, wenn man bedenkt, dass zwischen beiden Serien 40 Jahre liegen. Es geht um Freundschaft, Verluste, Berufliches, Versöhnungen, Weisheiten, Akzeptanz und Zusammenhalt. Eigentlich hätte "Mid-Century Modern" noch weitere Staffeln problemlos geschafft, durch den Tod von Linda ist aber die Dynamik eine andere, die für weitere Staffeln wohl nicht mehr so funktioniert hätte.
Die Serie "Mid-Century Modern" ansehen:
Daniela S. - myFanbase
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