Bewertung

Review: #11.13 Reckoning (2)

Willkommen zum zweiten Teil des großen Crossover-Events der drei "Chicago"-Serien. Den zweiten Teil übernimmt "Chicago Med", weswegen es sich zum Großteil im Krankenhaus abspielt und es überraschenderweise ziemlich familiär zugeht. Ich muss aber auch sagen, dass mich die ein oder andere Enthüllung des Falls umgehauen hat... Leider aber nicht wegen der aufgebauten Spannung aus dem ersten Teil.

Hatte jemand Zweifel, dass Hailey Upton die Bedrohung durch eine Waffe nicht überleben könnte? Also ich nicht, sonst wäre ihre Rückkehr ja schon irgendwie umsonst gewesen. Gebangt habe ich eher um das Überleben von Capp. Ich bin zwar nicht davon ausgegangen, dass er, Joe Cruz sowie Macy Vesia und Jamie Holt nach ihrem Einsatz einfach so davon kommen, aber Capps Zustand war schon bedrohlich, und wir kennen ja nun mal alle die "Chicago"-Serie, die schon mal einen Nebencharakter über die Klinge springen lassen, selbst wenn er schon von Anfang an dabei gewesen ist und ehrlich gesagt hätte Capps Ableben mit jedem auf der Wache gemacht. Letztlich hat es Macy getroffen. Auch wenn er sehr gut in Szene gesetzt wurde und mir ihre Mutter Pamela extrem leid tat, ihre Tochter auf solch tragische Weise verloren zu haben, und sie sich nicht einmal von ihr verabschieden konnte, hat es mich emotional nicht so mitgenommen. Vielleicht liegt es auch ganz einfach daran, weil Macys Verlust hauptsächlich Stella Kidd betrifft und sie meiner Meinung nach in dieser Staffel schon genügend emotionale Momente und Storylines hatte. Gut gefallen hat mir jedoch Daniel Charles, der mit dem Gespräch mal wieder bewiesen hat, wie gut er in seinem Beruf ist und nicht nur für Stella die passenden Worte hatte, sondern auch für Macy und ihre Mutter, die eine schöne Szene mit dem kleinen Baby hatte, für dessen Überleben ihre Tochter beteiligt war, auch wenn es den Schmerz sicherlich nicht weniger macht.

Anders als im ersten Teil in "Chicago Fire", hat man hier doch erheblich die Spannung herausgenommen und sich mehr auf die Charaktermomente konzentriert, die mir im Großen und Ganzen gut gefallen haben, besonders weil es völlig neue Konstellationen gab, von unterschiedlichen Charakteren wie beispielsweise Cruz und Dean Archer. Nachdem grausamen und vor allem auch schnellen Tod von Macy, war es vollkommen verständlich, dass Cruz noch mehr um sein Leben bangt und ihm dadurch noch einmal bewusst wurde, dass seine Familie dadurch auch einen weiteren Verlust hätte. Ohnehin war das schon oftmals die Diskussion und Streitthematik zwischen ihm und Chloe Cruz (wie groß die Kids doch geworden sind!). Das Interessante dabei war aber, dass Dean durch Cruz' Worte ins Grübeln gekommen ist. Schon im ersten Teil des Crossovers war zu erkennen, dass er sich Sorgen um Hannah Asher macht, auch wenn er es nie mit diesen Worten benennen würde. Aber dass sie sich durch die Geburt im Krankenwagen in eigene Gefahr gebracht hat, hat bei Dean noch einmal gezeigt, wie wichtig ihm Hannah ist, und nach seinen letzten Äußerungen in den letzten Episoden bin ich mir auch gar nicht so sicher, ob seine Gefühle für Hannah tatsächlich so platonisch sind, wie er behauptet. Sehr emotional fand ich daher auch Hannah, die sich letztlich selbst beschuldigt, falsch gehandelt zu haben. Nach diesen Entwicklungen und Erkenntnissen bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, was uns in der restlichen Staffel zwischen den beiden noch erwarten wird. Emotional wurde es auch bei Lizzie Novak. Bei ihr war ich mir sicher, dass sie überleben wird und wahrscheinlich ging es auch mehr darum, dass ihr und John Frost gezeigt wird, dass die Trennung der beiden übereilt war und dass er sie mit ihren Geschwistern vereinen will, da sie ihm diesen Ratschlag bezüglich seines Vaters selbst gegeben hat.

Obwohl der Großteil im Krankenhaus gespielt und sich mit den Charaktermomenten beschäftigt hat, erfahren wir auch mehr über den Fall, der sich aber anders entwickelt hat, als ich es erwartet habe. Die Sache mit Omar Bengoa im Flugzeug stellte sich lediglich als Unfall heraus, und eigentlich geht es vielmehr um Thomas Marr, der Täter, aber gleichzeitig auch Opfer ist. Ich hatte mir nach der Sache auf dem Flugplatz deutlich spannender vorgestellt, jedoch ist es auch hier offensichtlich ein Schicksal eines einzelnen Menschen, das sehr viele unschuldige Leben gefordert hat. Spannend war vor allem für mich auch, dass der Fall, dessen Auflösung die dann bei "Chicago P.D." stattfindet, seine ersten Kreise offenbar schon vor 25 Jahren gezogen hat, und sowohl Dom Pascal als auch Hank Voight und der verstorbene Alexander Cranston darin verwickelt sind bzw. waren. Ich hoffe nur, dass die Auflösung dessen nur halbwegs so gut sein wird, wie ich sie mir wünsche. Allerdings glaube ich nicht, dass Thomas Marr tatsächlich ein solches Monster sein wird, wie Hank und Pascal denken.

Fazit

Der zweite Teil des großen OneChicago-Crossovers hat sich mehr auf die Charaktermomente und interessante Charakterkonstellationen konzentriert. Was den Fall an sich betrifft, so bleibe ich doch durch die neuen Erkenntnisse etwas enttäuscht zurück.

Daniela S. - myFanbase

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